Mittwoch, 31. August 2011

Tjustleden - Kurz gefasst

Der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm hoffentlich viele Wanderfreunde aus aller Herren Länder. Herzlich Willkommen auf „meinem“ Wanderweg, dem Tjustleden.

Von Skåne bis Treriksröset im hohen Norden kann man Schweden heute durchwandern. Der Tjustleden ist ein kleiner sehenswerter Teil davon. Im nördlichen Småland zieht er sich im Landesinneren von Süd nach Nord parallel zur Küstenlinie.

Eine Handvoll Natur- und Wanderenthusiasten schlossen sich zusammen und begannen im Herbst 1977 nach Monaten der Vorbereitung die erste Etappe des Tjustleden auszubauen. Schweden kannte ich damals nur auf der Landkarte und das was ich in Büchern darüber las. Aber ich erinnere mich, dass ich mir bald einen Sprachlehrgang „Schwedisch“ kaufte. Sehr zielorientiert, wie sich heute herausstellt.

So ist der Tjustleden nicht nur ein Abschnitt des großen Wanderwegs durch Schweden geworden, sondern auch ein Abschnitt meines Lebenswegs. Als ich vor gut zwei Jahren dem schwedischen Naturschutzverein beitrat, fiel mir die Aufgabe zu, die schwedische Beschreibung unseres Freundes Bo Lewander ins Deutsche zu übersetzen.

Es war und ist mein kleiner Beitrag diesen abwechslungsreichen Weg durch die herrlichen Wälder, vorbei an Seen und unterschiedlichen Kleinodien am Leben zu erhalten. Nun braucht es Euch, liebe Wanderfreunde, die ihn nutzen.

Im Folgenden finden sich eine kurzgefasste Etappenbeschreibung und eine detailierte Beschreibung des Wanderweges. Die Kurzfassung wird nach Bedarf aktualisiert.



Praktische Ratschläge für Wanderer auf dem Tjustleden

Der Tjustleden führt durch das Binnenland des Landkreises Västervik und ist ungefähr 200 km lang. Er umfasst neun Etappen von 16 - 21 km Länge. Die Etappenziele sind mit einfachen Übernachtungsmöglichkeiten, bestehend aus einem dreiseitig umschlossenen, überdachten Windschutz mit Pritschen und Trockentoilette, ausgestattet.

Der Wanderweg ist mit orangefarbenen Ringen um Bäume, Pfähle, auf Felsen oder Steinen markiert. Der Weg führt durch altes Kulturgebiet, das jetzt zu den spärlich bevölkerten Gegenden zählt.

Träger des Tjustleden ist der Naturschutzverein Tjust mit eigener Homepage unter:


http://tjust.naturskyddsforeningen.se/

oder für besondere Vorkommnisse

http://tjust.naturskyddsforeningen.se/akutinformation/

Die Beschreibung mit Karte kann dort in Schwedisch, Englisch und Deutsch ausgedruckt werden!

Im Touristenbüro in Västervik gibt es für SEK 20:- ein Heft mit allen in Tjust 
vorkommenden Wanderwegen zu kaufen. Passend sind die Karten des schwedischen Vermessungsamtes (NR.: 548, 559, 560) mit 
eingezeichnetem Tjustleden. Bezugsquelle ist -BOKIA Buchhandel- in Västervik.


Kurze Beschreibung der Etappen mit Hinweisen zu Geschäften, Trinkwasser, 
Telefon und Übernachtungsmöglichkeiten.


Etappe 1, ca. 19 km, beginnt in der Nähe von Mörtfors an der E22
zwischen Västervik – Oskarshamn.
Im Ort gibt es eine Busverbindung, ein Café ist vorhanden. Trinkwasser sollte mitgenommen werden. Auf der Etappe kann das Wasser folgender Seen genutzt werden: St.Ramm, Tällsjön, Sandsjön und Getgölen. Es sollte jedoch sicherheitshalber abgekocht werden! 
Bei Getterum befindet sich ein Bus-Halteplatz.
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Etappe 2, ca. 18 km, Getgölen – Svarteström.
Trinkwasser kann man folgenden Seen entnehmen: Hjorten, Långsjön und Stora Flugen am Ziel in Svarteström. Auch hier ist das vorherige Abkochen empfehlenswert.
Dort befindet sich der Anschlussweg nach Ankarsrum, wo es Einkaufs- und 
Übernachtungsmöglichkeit gibt, sowie Zugang zur Schmalspurbahn, die aber nur im Sommer verkehrt.

Etappe 3, ca 18 km, Svarteström - Valstad kvarn
Die Etappe drei beginnt beim Unterstand in Svarteström und reicht bis zum 
Unterstand nahe der Valstad kvarn (=Mühle von Valstad). Hinter Svarteström 
kann man nordwärts auf einem Rundweg der sogenannten "ankarsrumslingan" zum Ort Ankarsrum wandern (siehe Etappe 2).
Der Hauptweg setzt sich nach Nordosten fort, zu einem sehenswerten Aussichtspunkt über den See "St. Flugen". Er führt weiter an der Torpruine Fagertorp vorbei zum Gut Ekenäs am See "Tjurbosjön".

Hier kommt man in der Nähe eines altertümlichen Steinhaufens (stenröse) 
vorüber. Danach führt der Weg nordwärts nach Smedjemåla und hinauf zu den Gruben von "käringryggen", wo es einen schönen Rastplatz, sowie Informationen über die Grubenarbeit und die Sanierung des Sees Tjurbosjön, gibt. Man kann am Zaun entlang laufen und die frühere Arbeitsweise in den Gruben kennenlernen. Bei Regen ist darauf zu achten, dass der Fels glitschig ist.

Danach führt der Weg südöstlich nach Lunds by mit seiner Ansammlung von 
Häusern aus dem 17. Jh.. Durch das Dorf wandert man nordwärts zur Straße 
Nr.40, die den Weg kreuzt. Jetzt sind es noch 4km bis zum Unterstand bei der Valstad kvarn, der stromabwärts in der Nähe der Mühlengebäude liegt.
Der gesamte Bereich gehört dem Museum von Västervik und wird auch von diesem gepflegt. Für den Unterstand (errichtet 2014) für Wanderer auf dem Tjustleden, stellte das Museum den Platz zur Verfügung.

Etappe 4, ca 14 km, Valstad kvarn -  Mösjön, Törnsfall
mit Anschluß Törnsfall - Marsbäcken (Västervik) 8km
Die vierte Etappe kommt aus südlicher Richtung von der Valstad kvarn und 
zweigt nach 200 Metern in nördliche Richtung vom Weg ab durch den Wald. Der Weg trifft auf den Schotterweg zwischen Valstad und Svinnersbo mit einem kleinen Umweg über den See Mjösjö, wenn man rasten möchte.

Dann führt der Weg nach Nordosten zum See St Svinnaren wo man ein Bad nehmen kann, überquert die Straße Svinnersbo-Mommehål zum See Hjorten und den Ort Törnsfall.
Hier gibt es einen Anschluß nach Västervik über die E22, vorbei an einigen Badeseen zum Ortsteil Marsbäcken. Der Hauptweg setzt sich bei der 
mittelalterlichen Kirche von Törnsfall fort zum Unterstand beim See "Mösjön".

Etappe 5, ca. 21 km Törnsfall – Hallingeberg.
In der Sommerzeit hat das Café in Almvik an der E 22 geöffnet. Ein 
Bushalteplatz ist vorhanden. Bis Odensvi gibt es keine Einkaufsmöglichkeit mehr. Das Wasser des N. Hällsjö sollte ebenfalls abgekocht werden. In der Kirche von Hallingeberg gibt es während des Sommers Wasser. Die 
Übernachtungsgelegenheit in Hallingeberg befindet sich im Torp "Källtorp" 
auf dem Dachboden. Wasserversorgung gibt es dort keine.

Etappe 6, ca. 21 km Hallingeberg - Sixgöl – Odensvi,
ist eine Etappe mit wenig verfügbarem Trinkwasser. Sixgöl bietet eine 
einfache Übernachtungsmöglichkeit. Das Wasser kann nach dem Abkochen benützt werden. Odensvi bietet eine Einkaufsgelegenheit. Der Bushalteplatz befindet sich an der Straße 135. Das Wasser des Kyrksjön eignet sich nicht als Trinkwasser, kann aber zum Schwimmen genutzt werden. Die
Übernachtungsmöglichkeit befindet sich im nordwestlichen Teil des Kyrksjö.

Etappe 7, ca. 20 km Odensvi - Dalhem – Björndalen,
ist eine Etappe durch Wildnis ohne Einkaufsmöglichkeiten. Am See Tynn ist
es ratsam den Weg vorbei an Rånestad zu nehmen, um dem Vieh auszuweichen. Wasser kann an der Kirche von Dalhem genutzt werden und, nach dem Abkochen, aus dem  See Holmsjö, sowie am Zielpunkt aus dem See St. Vrången. Bei Larum gibt es einen Anschluss nach Risebo für Angel- und Übernachtungsmöglichkeit. Eine Übernachtungsmöglichkeit befindet sich auch am St. Vrången.

Etappe 8, ca. 15 km Björndalen – Lermon.
Nach ca. 3 km gibt es einen Anschlussweg von 7 km zum Ort Överum der über Geschäft, Eisenbahn- und Busanschluss und Jugendherberge verfügt. Der Weg passiert die Straße 35 mit dem Bushalteplatz und setzt sich in östliche Richtung zum See Lermon am Zielpunkt fort. Das Wasser kann nach dem Abkochen genutzt werden. Ein Geschäft befindet sich in der Nähe der Kirche von Ukna.

Etappe 9, ca. 13 km Lermon - Kolsebro – Falerum,
samt Anschlussweg von Nelhammar ca. 4 km nach Ukna mit Einkaufsmöglichkeit und Busverbindungen. Das Wasser des Kvarnsjö kann nach dem Abkochen als Trinkwasser genutzt werden, ansonsten gibt es kein trinkbares Wasser vor Falerum. Der Ziel- bzw. der Startpunkt in Falerum verfügt über Bahn- und Busverbindung, sowie Einkaufsmöglichkeit.







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Dienstag, 30. August 2011

Tjustleden, die Erste

Manchmal höre ich mich sagen: ich wohne dort, wo andere Urlaub machen. Das stimmt und ist ganz und gar nicht überheblich gemeint. Ich versuche mir den Blick für die Besonderheiten unseres Landstrichs zu bewahren.

Meine Wahlheimat habe ich zu Fuß „erobert“. Zu Fuß heißt direkt, heißt auch, mit allen Sinnen. Was liegt näher als ihr auf dem Weg, der sie durchquert, zu begegnen? Das gute Gefühl der Orientierung gibt es gratis dazu.

Land und Leute kennenlernen ist der Wunsch vieler Gäste, wenn sie die småländische Ostküste im Urlaub besuchen. Auf einem Wanderweg wie dem Tjustleden ist beides möglich und selbst die Reihenfolge stimmt, denn "Land" gibt es tatsächlich viel zu entdecken, Leuten begegnet in den Orten, die der Weg streift, seltener anderen Wanderern.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren sind wir so manche Etappe des Tjustleden gelaufen. Teils des Kennenlernens wegen und teils, weil wir helfen den Weg zu erhalten.  Begonnen haben wir damals tatsächlich mit Etappe eins und auch mit der Idee den Tjustleden Etappe für Etappe zu gehen. Das hat sich als wenig geschmeidig erwiesen. Wir haben dem Lustfaktor den Vorzug gegeben.

Zu der ausführliche Beschreibung erzählt Stig Wester, der Autor der schwedischen Fassung, auch über Geschichte und Natur entlang des Wanderwegs. Zur besseren Orientierung bleiben die schwedischen Namen und Bezeichnungen erhalten.

Und noch etwas:

Ein Wanderweg ist kein starres Gebilde. Ein Weg ist fast wie ein Lebewesen, das den Anforderungen der Natur gehorchen muss und dem Einfluss des Menschen. Die Beschreibung ist also eine Momentaufnahme.

Es ist eine Arbeit, die zufrieden macht den Weg begehbar zu halten. Wir sind nur ein kleines Team von Freiwilligen und freuen uns auf jeden, der den Tjustleden unter seine Sohlen nimmt, ganz nach dem Motto:

Der Weg ist das Ziel.





Mörtfors – Getterum – Getgölen  (ca. 19 km)

Die erste Etappe wurde im Oktober 1977 fertiggestellt. Sie beginnt 1 km südlich der Gemeinde Mörtfors (von dort ist es auch möglich in Richtung Süden auf dem Ostkustleden zu wandern).

Der Tjustleden folgt dem Seeufer des St.Ramm. Bei Ramnesund befindet sich die erste Torpruine (torp = Kate) und ein kleineres vorgeschichtliches Grabmal. Der Weg führt an großen Findlingsblöcken vorbei und zwängt sich zwischen steilen Berghängen und dem See hindurch. Hier wachsen Riesenfichten und Kiefern. Die Vegetation ist durch die geschützte Südlage abwechslungsreich. Linden wachsen am Fuß eines Aussichtsbergs, mit einem herrlichen Blick über die Umgebung. Dort finden sich Reste einer Schanze (= fornborg)

Nach der Etappe folgt der Weg an vielen Stellen alten Fahrwegen, die Verbindungs- und Schulweg für die Torpbewohner waren. Die Kulturpfade waren stark überwuchert, wurden aber wieder begehbar gemacht. Dort wo die alten Katen lagen, kommt man an verwilderten und jetzt bewaldeten Äckern vorüber. Im dichten Fichtenwald liegen sauber aufgelesenene Steinhaufen. Die meisten Katen sind völlig verschwunden, jedoch findet man noch Kulturpflanzen, wie: Flieder, das kleine Immergrün (u.a. in Lidhult), die Vogelbeere, Apfel, Malve und beschnittene Birken (in Perstorp), sowie Eisenhut und die Kaukasische Asienfetthenne (in Samsvik).

Die Gegend, durch die der Weg führt, ist reich an Wildtieren. Es ist nicht ungewöhnlich Elche zu sehen. Man bekommt Raben zu Gesicht, Fischadler fischen in den Seen und Prachttaucher rufen in den Sommerabend. Entlang des Nordufers des St. Ramm wächst unter anderem Efeu und Gagel. Pilze und Beeren gibt es im Herbst reichlich. 

Sowohl am Stora Ramm, als auch am Tällsjön, gibt es mehrere geeignete Rastplätze mit Schwimmgelegenheit. Ein idyllischer Rastplatz befindet sich  etwa 150 Meter nordöstlich der Torpruine „Samsvik“ (auf das Schild achten!) mit wunderbarer Aussicht.

Getterum ist das größte Dorf in der Gemeinde Hjorted. Der Ort ist wahrscheinlich  seit der Steinzeit besiedelt, weil er von zahlreichen vorgeschichtlichen Stätten umgeben ist. Es ist anzunehmen, dass Ackerbau zu späterer Zeit betrieben wurde, da das damalige Seensystem große Areale bedeckte. Dieses wurden durch die Landhöhung trocken gelegt, konnten zuerst als Weide genutzt werden und wurden danach landwirtschaftlich genutzt.

Der Dorfname stammt wegen der Bezeichnung „gete“ oder „geta“ vermutlich vom Weideplatz für Haustiere. Die Weide auf Sand- oder Kiesrücken konnte den Bewohnern den erforderlichen Platz für Weideland geben. Auf dem Bergrücken gibt es einen alten Marktplatz, der heute noch alljährlich verwendet wird.


In seiner südwestlichsten Ausdehnung durch das Dorf verläuft der Weg auf dem „Seehofweg“, der alten Dorfstraße durch die Gemeinde.


Die Etappe bei Mörtfors

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Montag, 29. August 2011

Tjustleden, die Zweite

Getgölen – Hjorted – Svarteström (ca 18 km)

Nach dem Start beim L.Getgöl geht man über einige kleinere Wiesen und nach knapp einem Kilometer sieht man flüchtig „Abborregöl“, wo unter anderem der fleischfressende Sonnentau wächst.
Auf der Westseite des Uvbergs folgt der Weg einer alten Fuhrstraße. Bei Mjöhult erreicht man beweidete offene Landschaft (wer den Weidetieren ausweichen will, folge dem Weg nach Mjöhult.  Auf der kleinen Straße in nördliche Richtung kommt man auf den Wanderweg zurück). Bei Uddekvarn gibt es mehrere alte Dämme im Wasserlauf, sowie die Reste einer Mühle (leider auch ein neues Kraftwerk). Im Frühling blühen Waldgelbstern, Sumpfdotterblume, Schlüsselblume und ein wenig später der Körner-Steinbrech.
Der Tjustleden setzt sich nordwestlich des Ortes Hjorted fort. Beim Ankarsrum Weg sind es einige hundert Meter bis zur Gemeinde Hjorted. An der Südspitze des Långsjön erkennt man wieder lichte, offene Wiesen. Der Name „Ångbåtsviken- Dampfschiffbucht“ deutet an, wie wichtig die Wasserstraße „Långsjön“ zwischen den Orten Ankarsrum und Hjorted einst war. Die Brücke quert einen künstlichen Wasserlauf. Im Jahr 1937 sprengte man einen Tunnel vom Hjorten aus. Das Wasser läuft nun in den Langsjön, anstatt via Falsterbo den Botorpströmmen zu erreichen. Das Wasser wird jetzt von beiden Kraftwerken in Ankarsrum und Svarteström genutzt. Auf alten Waldwegen, früher wichtigen Fahrwegen zwischen den Waldbauernhöfen, setzt sich der Tjustleden durch herrliche große Wälder nach Norden fort.
Wer Zeit hat, geht bei Mörtvik am Torp vorbei hinaus Richtung Långsjön (der Weg ist nicht markiert!). Dort kann man von der stabil gebauten Steinmole aus hinaus zu den Inseln sehen. Auf der größeren Insel befand sich einst Ackerland. Nun wird das Land beweidet. Weiter nördlich in Richtung Alspångegöl ist der Wald frisch ausgelichtet. Dort gibt es große Waldameisenhaufen. Den „Isgölen“ passiert man  über zwei Brücken, die zur Insel „Isholmen“ und dann weiter führen. Das alte Torp wurde 1943 abgerissen. Nördlich des Wasserlaufs schließt sich die sogenannte „Ankarsrumslingan“ an. Nördlich des L. Flugen führt der Weg entlang des Wassers nach Svarteström. Das Kraftwerk, das Ende des 18. Jh. gebaut wurde, um die Fabrik in Ankarsrum mit Strom zu versorgen, hat eine Kapazität von etwa 700 KW. Die Fallhöhe beträgt 18m.
Auf der Nordseite des Tunnels wächst reichlich Efeu. Nach einem weiteren Kilometer erkennt man das Etappenziel, einen Unterstand für Übernachtungen, der am Nordufer des St.Flugen liegt.




Ankarsrumslingan

Die Ankarsrumslinga ist für Rundwanderungen und als Anschlußweg für eine längere Wanderung gedacht. In Ankarsrum kann man einkaufen, Telefon- und Busanschlüsse nützen und anderes mehr.
Kommt man beim Isgölen auf die Ankarsrumslinga findet man nur einige hundert Meter weiter die Grundmauern (aus Schlacke) der Isgöleströmschen Manufaktur, volkstümlich „die Nagelschmiede“ genannt. Vor den Dammbauten gab es eine Stromschnelle mit Wasserrad. Ab dem Jahre 1760 hämmerte ein Nagelschmied auf der einen Seite und von der anderen Seite hörte man eine Säge für die Holzverpackung. Die Nägel wurden dann über den Hällsjön hinauf nach Ankarsrum befördert. Der Wanderweg folgt dem idyllischen Fluss, führt über einen Steg und trifft bald auf den alten Fabrikweg vom Isgölen. Einen Abstecher zum Burgberg kann man empfehlen. Oben, von der großen Schanze aus, hat man eine wunderbare Aussicht. Auf schönen Waldwegen erreicht man dann Ankarsrum. Vielleicht entdeckst Du den merkwürdigen „Geldstein“ neben dem Weg oder die alten Meilerplätze, an denen man vorbei kommt.
In Ankarsrum geht der Weg durch den Betriebspark, kommt unter anderem an der Statue Harald Wibergs vorbei und kehrt beim östlichen Eisenbahnübergang in den Wald zurück (Schmalspurbahn). Der Weg folgt dem „Gamla Läppebovägen“, der jetzt ein angenehmer kleinerer Waldweg ist. Bei „Vite Sand“ kann man den Hällsjön erkennen und dort befindet sich eine gute Bademöglichkeit.

Der Weg geht östlich von Läppebo weiter. In der Schlucht, in der Nähe des Weihers, fällt der Berg steil ins Wasser ab. Eine markante Landschaft.




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Sonntag, 28. August 2011

Tjustleden, die Dritte

Svarteström - Lunds by - Mjösjö (ca 20km)

Die Etappe beginnt bei der Schutzhütte von Svarteström. Kurz nach dem Startpunkt kommt man am Anschlussweg nach Ankarsrum vorbei (siehe Etappe 2). Der Weg klettert  einen Anstieg hinauf. Oben angekommen hat man einen herrlichen Ausblick. Weiter führt der Weg einige Kilometer abwechselnd durch Forst, Feld und Schonungen, die ebenso Aussicht bieten. Danach verschwindet der Weg in älteren Waldstücken, manchmal führt er über Höhenrücken. Bei Fagertorp gibt es die erste Torpruine. „Ekenäs“ wurde aufgegeben und die Äcker mit Waldbäumen bepflanzt.
Bei Ekenäs gibt es mehrere vorgeschichtliche Stätten auf der Landzunge zwischen den Seen. Einer der größeren Steinhaufen (röse) wird fast vom Tjustleden umrundet und dort, am Ufer des Tjursbosjön, gibt es einen wunderbaren Platz um sich auszuruhen. Der Tjustleden führt weiter um die stillgelegten Gruben des Käringryggens, sowie durch den Markt „Lunds by“. Im Norden von Lunds by befindet sich eine interessante Felszeichnung mit sogenannten „Fußsohlen“ und „Vertiefungen“ . Der Weg setzt sich durch abwechslungreiche, freundliche Landschaft fort. Zwei Kilometer vor dem Etappenziel bei der Valstadmühle, erreicht man das idyllische lang gestreckte Tal des Verkebäck. 

Die Gruben des Käringryggens, oder Gladhammars Kupfer- und Kobaltvorkommen, bestehen aus drei lang gestreckten Feldern: das „Ryssgruvefält“, das 275m lange „Holländerfält“ ,sowie das „Sohlbergsfält“, an denen der Weg vorbeiführt. Die Grube
wird zurückdatiert in das Jahr 1520, in dem die Holländer die Genehmigung bekamen,  Eisen abzubauen. Seitdem wurde Kupfererz von verschiedenen Bergleuten gebrochen. Im Jahr 1763 wurden die Gruben von P.C. Cederbaum aufgekauft, der unter anderem den Bau eines Bergwerksstollens veranlasste: „S:te Pehrs nyckel“. Im Jahr 1777 wurde das Mineral Kobalt entdeckt, das bis 1891 gebrochen wurde. Die Grube war damals der bedeutenste Kobaltproduzent des Landes. Die länglichen Grubenlöcher, die sich in das Bergesinnere winden sind meist etwa 110m tief. Das heißt, das sie ca 75 m unter der Wasseroberfläche des Tjursbosjön liegen!

Lunds by besteht aus acht zweistöckigen Wohnhäusern um einen quadratischen Marktplatz herum. Dahinter liegen Schuppen und Außenhäuser in alle Himmelsrichtungen. Die Wohnhäuser haben ihren Eingang vom Marktplatz aus. Das Erdgeschoß geht in den meisten Fällen zurück auf das 17.Jh., während der erste Stock
im 18. Jahrhundert dazu gebaut wurde. Nach der Bodenreform musste niemand abwandern, weshalb der Ort nach wie vor in gutem Zustand und ein Idealtyp für ein småländisches sogenanntes Geschlechterdorf ist.

Der Hof „Lund“ war früher ein Pfarrhof. Der Name „Lund“ deutet an, dass hier eine
alte Opferstätte gelegen hat. Im Jahr 1686 wurde der Hof von Karl dem 11. an den Bauern Per Olsson verschenkt, damals Sprecher des Bauernstandes, als Erinnerung für die Patenschaft bei Prinz Karl Gustavs Taufe. Per Olsson wurde dann zum Ahnvater dieses Ortes, der im folgenden Jahrhundert aus der Teilung zwischen seinen Kindern und Kindeskindern hervorging. Das Geschlecht besteht nun seit neun Generationen bis in unsere Tage und man bewirtschaftet immer noch die Erde aus der Zeit der Väter.  Heute wohnt sogar ein Künstler im Ort, der in einem der Höfe ein Museum eröffnete.

Bevor die E22 (1939) gebaut wurde, führte die Straße Västervik-Oskarshamn geradewegs durch den Ort Lund. Der Weg von Kårby nach Västrum kreuzte diesen mitten im Ort. Gemeinsam mit anderen Höfen und Dörfern bildete Lundsby eine Poststation.
Reihum, einer nach dem anderen hielt eine Woche Pferd,Wagen und Fuhrknecht bereit. Das Dorf betrieb auch einen Gasthof. Die Aufgabe war verteilt auf alle Höfe und das Schild wanderte im Uhrzeigersinn von Haus zu Haus durch den Ort.

Das Tal des Verkebäck wird bei der Mühle von Valstad überquert, die bis in die 70ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts betrieben wurde. Sie gehört dem Museum von Västervik und wird von ihm verwaltet. Die Verwerfung wurde von Wasser und Eis herausgemeiselt. was hinweist auf eine Höhle im nördlichen Bergabhang südöstlich des Valstadhofes. Der Verkebäck fließt in ein eigenes Niederschlagsgebiet ab mit dem Vångaren als größten See. Auf dem Lehmboden unterhalb der Mühle hat das Wasser eine schöne Mäanderlandschaft geschaffen.




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Samstag, 27. August 2011

Tjustleden, die Vierte

Mjösjön – Hjorten - Törnsfall (ca. 12km) mit Törnsfall - Gagern - Marsbäcken - Västervik (ca. 8km)

Die Etappe ist etwa 12km lang, wenn man nur bis Törnsfall geht. Wandert man den nördlichen Anschluss nach Västervik (ausgebaut bis Marsbäcken) verlängert sich der Weg auf 20km.

Die Etappe beginnt beim Unterstand am Mjösjö. Nach einem Kilometer kommt man an einem Moor vorbei, das jetzt zum Teil urbar gemacht werden konnte, nachdem sich der Wasserspiegel des Bresjö gesenkt hat. Hier wachsen Sumpfporst und Gagelstrauch. Die moosreichen, großen Wälder verbreiten eine angenehme Stimmung. Später kommt man an den Grundmauern des Torps Ulriksberg vorüber. Neben dem Weg stehen einige Riesenespen mit Fluglöchern. Bald erkennt man die Südspitze des St.Svinnaren. Am Ostufer des Sees gibt es ausgezeichnete Rastplätze mit Badegelegenheit von den Felsen aus.

Der Weg passiert die Straße zwischen Svinnersbo und Mommehål und danach die Überbleibsel eines Torps mit dem hübschen Namen „Sonnenaufgang“. Wenn man den See Hjorten erreicht hat, gibt ebenfalls die Möglichkeit zu rasten. Das Wasser ist sehr sauber, der See seit 1923 Trinkwasserspeicher für Västervik. Der Tjustleden folgt danach dem Westufer des Sees auf leicht zu gehenden alten Wegen. Am See können Fischadler und Prachttaucher beobachtet werden. Der Weg biegt nach Törnsfall ab und bald findet man den Anschlussweg nach Marsbäck und Västervik (siehe Text unten). Der Hauptweg setzt sich in Richtung Törnsfaller Kirche fort. Die Etappe endet bei einem Unterstand im hochstämmigen Kiefernwald an der Südspitze des Mösjö.

Die Kirche von Törnsfall ist eine Sehenswürdigkeit. Seite an Seite mit der St.Gertruds Kirche in Västervik sind sie die einzigen mittelalterlichen Kirchen in Tjust. Der Name „Thörnesfalla“, wie er früher lautete, wird von „thörne“ hergeleitet, was „Dornbusch“ bedeutet, kombiniert mit „fall“ war die Bedeutung wahrscheinlich „gerodeter Abhang“, „Brandrodung“ und ähnliches. Eine alte Legende erzählt ansonsten von einem christlichen Apostel mit dem Namen Törne, der erschlagen wurde und später in der Eigenschaft als Märtyrer dem Kirchspiel seinen Namen gab...

Das Vorkommen von bronzezeitlichen Gräbern zeigt, dass an dieser Stelle sehr früh Menschen lebten. Die Kirche ist das einzige im Dorf übrig gebliebene Bauwerk
aus dem 11.Jahrhundert. Das gilt zumindest für den Turm, der wahrscheinlich als Verteidigungsturm gebaut wurde. Das Langschiff stammt aus dem 13.Jahrhundert, aber man soll Spuren einer noch älteren Holzkirche gefunden haben. Die Menschen in „Thörnesfalla“ nahmen früh die neue Lehre an und verdrängten die nordische Götterwelt. Mehrere Kirchenrestaurierungen wurden durchgeführt, aber die schönen freigelegten Granitblöcke waren beibehalten worden.



Törnsfall - Gagern – Marsbäcken

Törnsfall - Gagern - Marsbäcken ist ein ungefähr acht Kilometer langer Anschlussweg nach Västervik. Die Strecke ist teilweise hügelig und steinig, bietet aber Sehenswertes, führt an Seeufern, großen Grabfeldern u.a.m. vorbei.

Von Törnsfall aus geht der Weg zunächst über den Bergrücken Dunhällarna. Nordwestlich des höchsten Punktes gibt es mehrere interessante alte Strandwälle. Wenn man die E22 passiert hat, schlängelt sich der Weg durch eine weitflächiges Gebiet mit Steinhaufen, die, nur einige wurden datiert, aus der jüngeren Bronzezeit stammen. Insgesamt sind es zwanzig Steinhaufen, darunter einige Steinsetzungen.  Der Wanderweg nähert sich dem See Gagern und führt zeitweise über niedrige Hügellandschaft. Der erste Blickkontakt mit dem See bietet eine schöne Sicht. Am Strand gibt es angenehme Plätze für Rast und Bad. Das gilt auch für den Kvarnsjö und nicht weniger für den Gagern. 


Vor der unbefestigten Straße Målserum - Gäddeglo kommt man an einem alten Steinbruch vorüber, einer Spur vom Ende des 18. Jahrhunderts, der bedeutenden Västerviker Steinindustrie. An der Straße endet die Wegmarkierung im Moment. Der Weg geht jedoch weiter nach Marsbäcken. Von dort ist es nicht weit nach Gertrudsvik (ehemaliges nördliches Krankenhaus), das regelmäßige Busverbindungen mit der Västerviker Stadtmitte hat.




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Freitag, 26. August 2011

Tjustleden, die Fünfte

Törnsfall – Almvik – Hallingeberg ( ca. 21km)

Die Streckenführung quert zwei Grabenbruchtäler, die von Nordwest nach Südost verlaufen.  Daher führt der Weg am Anfang und am Schluss der Etappe durch offene, bebaute Kulturlandschaft (z.B. bei Blekhem). Der Mittelteil der Strecke trifft auf große unberührte Waldgebiete, in denen kaum Bebauung anzutreffen ist, bevor man sich dem Ort Hallingeberg nähert.

Die Wanderung beginnt beim Unterstand nordwestlich der Törnsfaller Kirche. In der Nähe des Sees Ödingen, quert man die Straße nach Blackstad. Der Wanderweg führt weiter über den Borgareberg. Wie der Name andeutet gibt es hier eine der Wallburgen in Tjust. Die Anhöhe bietet eine wunderbare Aussicht. Am Fuß des Berges führt der Weg durch Laubmischwald. Dort passiert er die Einfahrt nach Blekhem.

In Gustav Wasas „jordeböcker“ aus dem 15. Jh. entpuppt sich das Gut Blekhem als Privateigentum des Königs. Die heutigen Gebäude des Herrenhofes wurden von Johan Nordenfalk nach dem Vorbild des königlichen „Rosendal“ aufgeführt. Die einzigartige Architektur wird auch Tjustempire genannt. Am Ablauf des Sees Bleken bekommt man einen guten Überblick über die schöne Lage dieses Sees.

Hat man den Ablauf des Bleken hinter sich gelassen, führt der Wanderweg am alten Lehmabbau von Almviks Ziegelfabrik vorbei, die im Jahre 1970 geschlossen wurde. Den Lehm entnahm man nahe des Sees Bleken unter anderem aus der Grube „märgelgrav“, die nun mit Wasser gefüllt ist. Das Material wurde mit der Drahtseilbahn in die Fabrik bei Almvik befördert. Die Füllstation ist teilweise erhalten. Die Ziegelei wurde zu einem informativen Museum umgestaltet und ist einen Besuch wert.

Man beachte die wuchtigen Kiefern, bevor der Weg in sein Kiesbett mündet und einen Blick über das Moor mit dem Namen „Kålåkerskärret“ freigibt. Dort weiden abends oft Elche. Die Gegend besitzt zudem eine interessante Vogelwelt.

Die hübschen Gebäude in Kålåker inspirierten die schwedische Lehrerin Anna Maria Roos (1862-1938), als sie den wohlbekannten „Sörgården“ in ihren Schulbüchern beschrieb. Weiter entfernt im Talverlauf befindet sich ein Grabfeld mit mächtigen Steinhaufen. Der größte hat ganze 22 m Durchmesser. Außerdem gibt es Steinsetzungen mit Resten aus der Eisenzeit. (Weitere Erklärungen  kann man der Informationstafel entnehmen)

Der Weg setzt sich ein Stück weit entlang der Viehweiden des Tales fort, bevor er in den Wald zurückführt. Er streckt sich erst über Wiesen und klettert dann hinunter zum N.Hällsjö, wo es besonders schön ist zu rasten oder vielleicht zu baden.

Danach führt der Wanderweg durch weitläufige Wälder, längs der Kirchspielgrenze Gamleby-Törnsfall und Gamleby-Hallingeberg. Man kann mehrere große Grenzsteinhaufen sehen. Wegen des Sumpfporst-Vorkommens wurde hier eine längere Überbrückung mit Stegen durchgeführt. Auf einigen Lichtungen kann man im Vorfrühling die roten Blüten des Seidelbast an den kahlen Zweigen sehen. Hier gibt es ausgezeichnete Pilzgebiete. Beim Bredgöl verläuft der Weg nahe des südlichen Seeufers. Eine gewisse Zeit lang war diese Strecke nicht markiert, aber nun ist durch  Absprache mit dem Grundeigentümer auch für diesen Teil der Etappe die Wegnutzung gesichert.

Der Weg führt dann hinauf über einige Hügel in den Wald. Man sieht das Moor „Lortbrokärr, wandert durch weitläufige Waldgebiete, die im Herbst reich an Beeren und Pilzen sind.

Da und dort taucht der See „Hökgöl“ auf. Im Wald findet man Steinmauern, die Spuren alter Landwirtschaft. Nordwestlich des Sees, hoch auf einem Bergrücken kann man gut Rast machen.

Nach der Waldwanderung kommt man nach Hallingeberg, einem schönen offenen Ort im Talverlauf.  Auf einer kleinen Brücke überquert man den Fluss von Hallingeberg. Nach Lust und Laune kann man danach einen Abstecher hinauf zur Kirche machen, die vielen gegossenen schönen Grabkreuze betrachten und sollte dabei die gut erhaltenen Kirchenstallungen südlich der Kirche nicht vergessen.

Über schöne hügelige Weideflächen setzt sich der Weg zum Etappenziel fort, wenn man einen letzten Anstieg über den „Drottningsberg“ gelaufen ist. Am Etappenziel kann man übernachten. Die Rast erfolgt ausnahmsweise in der hübschen „Notunterkunft“ beim „Källtorpet“.

Donnerstag, 25. August 2011

Tjustleden, die Sechste

Hallingeberg – Karrum – Odensvi (ca. 21km)

Etappe 6 beginnt nördlich der Kirche von Hallingeberg bei der kleinen „Notunterkunft“ von „Källtorpet“ ( in den kleinen Weg beim IOGT-Lokal hineinfahren). Der Weg geht nahe der Felder vorbei. Die Aussicht zur schön gelegenen Kirche von Hallingeberg ist bemerkenswert. Der Weg folgt dann einem uralten Reitsteig. Versäumt nicht die ansehnlichen Riesenhöhlen gleich südlich des Wanderwegs (der Markierung folgen!) anzusehen. Der Weg umrundet den imponierenden Findling „Fågelstenen“, der sich nach einer Sage jedes Mal dreht, wenn die Kirchenglocken läuten... . Auf dem Weg gleich am Ende des Bergrückens kommt man an einer Quelle und einer ansehnlichen Kiefer vorbei.

Auf dem Bergkamm gibt es eine gut erhaltene  in Stein gefasste Wolfsgrube. Während des Fangs wurde die Grube mit Reisig bedeckt, darüber wurde ein Lockmittel gehängt und am Boden befanden sich spitzige Pfähle. Die Grube wurde bis in das 18.Jh verwendet. Nach 5km umrundet der Weg eine interessante Mauer. Dort wachsen reichlich Rosmarinheide und Zwergbirke, die ungewöhnlich für unseren Landstrich sind. Ein knapper Kilometer danach, wenn man die Landstraße zwischen Blackstad und Odensvi überquert hat, kann man einen Abstecher zu einer großen Schanze mit weiter Sicht machen. Einen Unterstand und schöne Badefelsen gibt es am „Sixgöl“, einem verzauberten Kaltwassersee, wo die Prachttaucher am Sommerabend rufen. Der Hängestein ist eine interessante geologische Sehenswürdigkeit. Er besteht aus ein paar großen Findlingsblöcken. Der kleinere neigt sich und stützt den größeren, der über einen Steilhang hinaus ragt.




„Mårtens gryt“ die Martinshöhle liegt an der Gemarkungsgrenze zwischen Karrum und Ogestad. Nach einer Sage soll hier ein Vogelfreier mit Namen Mårten, Martin, seinen Aufenthaltsort gehabt haben. Er war gezwungen sich versteckt zu halten und seinen Lebensunterhalt zu stehlen. In dem geräumigen Felsloch sollen sich auch Dackes Helfeshelfer versteckt haben.



Der Weg führt dann zur zweiten Schanze dieser Etappe. Nördlich der heutigen Straße Gällerstorp – Ogestad folgt der Wanderweg dem ursprünglichen Weg zwischen Gällerstorp und Odensvi, der bis hinein in die zwanziger Jahre des vergangenen Jh der einzige Fahrweg gewesen ist, den die Bauern aus Gälerstorp zu ihrem Versammlungszentrum nutzen konnten. Die Straße ist an mehreren Stellen in Stein ausgeführt.

Der Hof „Frö“ gehört zu Ogestad. Dieser frühnordische Name steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem in der Nähe liegenden Buchenwald, der eine Opferstätte gewesen sein kann. Der Buchenwald ist wahrscheinlich durch Samenverbreitung einiger weniger, vielleicht in frühnordischer Zeit, angepflanzter Bäume entstanden. 
Frö war früher ein Dorf, dessen Ortsrecht um 1850 erloschen ist. Da man auf alten Karten die Felder mit A bis H markierte, kann man den Schluss daraus ziehen, dass der Ort aus acht Höfen bestand.

Bei Frö teilt sich der Weg. Ein zwei Kilometer langer Anschlussweg führt hin zur Kirche von Odensvi, während die Hauptstrecke (seit Frühjahr 1993) westlich um den Kyrksjön geht. Der Anschluss nach Odensvi führt vorbei am Badeplatz und dem Heimatmuseum von Odensvi. Südlich des Wegs liegt das Naturreservat von Möckelkullen einem geologisch interessanten, etwa 45m hohen kreisrunden Hügel, der sich während des Abschmelzens des Inlandeises formte. 

Bei der hübsch gelegenen Kirche von Odensvi, gebaut 1775, liegen mehrere berühmte Persönlichkeiten begraben. Dort findet man unter Politikern,  Dichtern und Komponisten auch das Grab Gunnar Wennerbergs. Er ist besonders bekannt für seinen Duettzyklus „Gluntarne“. Seine letzten Jahre verbrachte er auf Odensviholm bei seiner Tochter der Freifrau Astrid Fleetwood. Die Schriftstellerin Ameli Posse, ein Enkelkind von Gustav Wennerberg, bekam von ihrer Tante einen schönen Grabplatz, wo sie heute ruht.


Die Hauptstrecke folgt dem Ufer westlich des Kyrksjön durch Eichen und Edelholzwald. Das Dorf Sannäs, das man dem Erdboden gleich gemacht hat, lag etwa 300m nördlich der Stelle, wo der Wanderweg den Weg zwischen Frö und dem Eiszeithügel „Möckelkulle“ verlässt. Das ehemalige Bebauungsgebiet ist wegen seiner verwilderten Flora einen Besuch wert. Die Etappe endet bei der Schutzhütte auf einer bewaldeten Landzunge im Kyrksjön.

Mittwoch, 24. August 2011

Tjustleden, die Siebte

Odensvi - Dalhem – Björndalen  (ca. 20 km)

Etappe 7 beginnt bei der Schutzhütte im nordwestlichen Teil des Kyrksjö. Der Wanderweg setzt sich durch den alten Laubwald fort, verlässt das Seeufer und überquert nach etwa einem Kilometer Wanderung durch Weideland die Straße 135, zwischen Gamleby und Kisa. Dann folgt der Weg der alten Straße nach Kisa, vorbei an einer kleineren Schanze. Diese ist weder gerodet noch markiert. (siehe unten: die Schanze bei Larum!). Auf dem Weg nach Klint kann ein Abstecher (nicht markiert!) zum Schloß von Odensviholm gemacht werden.

Am Strand des Ufers des Kyrksjön tauchen zwei spitzige Steinhaufen auf. Diese „Möckelkullen“ sind gleich dem, des am Ende der Etappe 6 beschriebenen bemerkenswerten Gebildes, das während des Abschmelzen des Inlandeises entstand.

Nach drei Kilometer passiert der Wanderweg den Ablauf des Sees Tynn. Dieser idyllische See ist 10km lang und 1km breit und liegt zwischen dem Gut Odensviholm und Tyllinge. Der See ist eine Absenkung zwischen zwei Verwerfungen in nordwestlich – südöstlicher Richtung. Das umgebende Terrain ist sehr hügelig mit Höhen bis zu 50m über dem Seespiegel. Hier brüten die vielleicht letzten Wanderfalken dieser Gegend, während die heutige Vogelfauna unter anderem  Prachttaucher und Fischadler aufweist. Hecht und Zander sind die wertvollsten Fischarten im See.

Nach einigen Kilometern entlang des Tynn führt der Weg in hügeliges Waldgelände. Von einem hübschen Aussichtspunkt schimmert ein letzte Mal der Tynn, bevor der Wanderweg sich über Stiege und schmale Waldwege zum Holmsjö fortsetzt. An dieser Stelle hat man die halbe Etappe hinter sich gebracht. Hier am Nordufer des Sees lässt es sich ausgezeichnet rasten und baden. Auf schönen, leicht zu gehenden Waldwegen setzt sich der Weg in nördliche Richtung fort. Beachte den abwechslungsreichen, alten Bauernwald!

Bei der Torpruine „Karlstorp“ öffnen sich beweidete Wiesen. Der Weg führt weiter auf einer alten Straße geradewegs zum Kirchdorf von Dalhem. Dalhems jetzige Kirche wurde in den Jahren 1876-78 genau an der Stelle der alten gebaut. Die alte Kirche wurde abgerissen. Aber zuvor, im Jahr 1875, fotografierte man sowohl die Außenfassade mit dem Glockenturm, als auch die Gewölbekonstruktion samt den wichtigsten Malereien. Übrig geblieben sind die alte Friedhofsmauer sowie das Eingangsportal und eine Kirchentür mit der eingravierten Jahreszahl 1482. Die neue Kirche wurde von I.W.Kajerdt entworfen.

Der See „Patt“ liegt in einer Toteismulde. Als das Inlandeis vor ungefähr 11 500 Jahren schmolz, wurde ein mächtiger Eisblock hier in Sand- und Kiessedimente eingebettet. Anfang der 70iger Jahre  des letzten Jahrhunderts drohte der See zu verlanden. Der Heimatverein rodete Schilf- und Schwimmblattvegetation und zog diese an Land.

Die sogenannten Nämndemansryggarna, etwa ein Kilometer nördlich des Patt, sind eine interessante Böschungslandschaft im Kleinen. Der Enebäcken hat einen tiefen Einschnitt aus dem sandigen Talgrund herausgewaschen. Danach folgt der Wanderweg einer sehr alten Straße, die aus, u.a. Unmengen von Haselnussträuchern befreit, wieder begehbar ist.

Der Weg geht dicht an der zweiten Schanze dieser Etappe vorbei. Dort oben gibt es einen Pfad, der gerodet und markiert ist. Von dieser langgestreckten Schanze aus hat man eine erhabene Aussicht sowohl zur Kirche von Dalhem, wie auch über das steile Tal von Larum mit dem See St. Vrången. Nördlich der Schanze sieht man das königliche Gut von Larum. Das alte rote, stilvolle Gebäude links und das neuere weiße Wohnhaus auf einem Hügel „von wo man die Aussicht über das langgestreckte Tal mit dem See, die Floßstrecke und die umgebende Höhenzüge beherrscht,  bietet eine Aussicht, die an Schönheit ihresgleichen sucht“ ( Ada Rydström, 1914). 

Bei Björndalen, dem Etappenziel, findet man einen idyllischen Laubwald. In der begünstigten Südlage fühlen sich wärmeliebende Pflanzen wohl. Dort wächst ein Edelholzwald aus Espe, Linde und Ulme. Die Flora der Waldvegetation ist sehr artenreich und besteht aus Efeu, dunklem Lungenkraut, Waldmeister und anderen.

Zwischendrin auf Etappe 7 (Larum-Dalhem)


Nein, es war keine Muttertags-Wanderung! In Schweden ist Muttertag traditionell erst am vierten Maisonntag. Aber mindestens zweimal im Jahr ist der Tjustleden Programmpunkt im Naturschutzverein Tjust, der zum Glück nie müde wird, diesen eindrucksvollen Weg begehbar zu halten. Und was liegt näher, als ihn selbst zu nützen, an einem so herrlich sonnigen Sonntag.


So sind wir unterwegs zwischen Larum und der Kirche von Dalhem. Das sind etwa fünf Kilometer und gut für einen Sonntag Nachmittag. Immer wieder einmal wird der Tjustleden von kleinen Straßen gekreuzt, die es leicht machen Etappen auch abschnittweise zu erwandern. Hier ist eigentlich nur die Frage: Wo?


Wir parken einen Teil der Fahrzeuge bei der Kirche von Dalhem, unserem Ziel der Wanderung und fahren gemeinsam weiter zum Startpunkt in Larum. Dort kommt die Straße aus Gamleby in Richtung Kisa vorbei. Wir bewegen uns auf der Etappe sieben des Tjustleden und der führt sofort bergan. Auf beinahe halber Bergeshöhe führt der Tjustleden rechts weiter. Wir halten uns an die Markierung, die einen Abstecher auf die Anhöhe macht.


Mit kundigen Begleitern wird aus dem Weg eine Exkursion in die Vergangenheit. Vor unserer Nase zeigen sich Zeugen altertümlicher Geschichte. In Zeiten der Völkerwanderung erbauten die Menschen von Tjust Schanzen, festungsähnliche Verteidigungsanlagen, überall dort, wo die Landschaft eine gute Übersicht zulässt. Und der Punkt, an dem wir stehen, ist so einer.


Von nur einer Seite begehbar, lässt sich die Stellung gut verteidigen. Die Mauersteine liegen heute wahllos umher, der Zahn der Zeit nagt unaufhörlich daran. In der Mitte des Mauerrings stand ehemals ein burgähnliches Holzhaus. Wer weiß, wie die Menschen damals, zwischen dem 4. und 6. Jh.n. Chr. darin gehaust haben. Den Lebenstil kann man nur ahnen, da kaum besondere Fundstücke erhalten blieben.


Obwohl von alle dem nicht mehr viel übrig ist, ist allein der Blick auf die Umgebung den Anstieg wert. Von hier oben ist neben dem See Stora Vrången unser Ziel, die Kirche von Dalhem zu sehen.


Der Abstieg gestaltet sich ebenso schwierig, wie der Aufstieg. Die Regenfälle des Vortags machen den Untergrund glitschig, Felsen und Wurzeln werden zu Stolperfallen und Rutschbahnen. Aber alles geht gut und wir ... weiter auf dem Weg.


Die Etappe um „Nämndemansryggarna“ ist gekennzeichnet durch Schluchten, in die sich Bachläufe eingegraben haben. Eine dramatische Landschaft mit steilen Felsen, Seen, Höfen und Feldern, die sich ganz an die Talform angepasst haben. 


Am Ende kommen wir am See „Patt“ vorbei, einer der ganz wenigen Seen, dessen Name nicht auf „n“ endet. Noch ein kurzes Wegstück und wir stehen vor der Kirche von Dalhem, die 1876-78 neu errichtet wurde, genau auf dem Platz der alten.  




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Dienstag, 23. August 2011

Tjustleden, die Achte

Björndalen – Möckelhult – Lermon (ca. 15 km) samt Anschlussweg nach Överum (ca. 7 km)

Die Etappe 8 wurde im Herbst 1985 fertiggestellt. Sie kreuzt die nordwest/südost - verlaufenden Täler unserer Heimat und ist deshalb ziemlich hügelig, vor allem im Süden. Nach Norden folgt der Weg leicht zu gehenden Pfaden und Kieswegen, wird aber wieder hügelig, bevor man auf der neunten Etappe die große Talsenke von Uknadalen sieht.
Der Anschlussweg nach Överum ist auf den ersten zwei Kilometern steiler ansteigend, wird flacher, wenn man sich Överum nähert. Durch die spezielle Landschaftsform wird die Etappe spannend und bietet schöne Aussichten und interessante Passagen.

Die Etappe beginnt in Björndalen, wo sich ein  laubbewaldeter Höhenzug befindet. In der bevorzugten Südlage fühlen sich wärmeliebende Gewächse wohl. Es gedeiht ein Edelholzwald mit Esche, Linde und Ulme. Als Bodenvegetation findet man Efeu, Lungenkraut, Waldmeister, Seidelbast und viele andere Arten.

Auf Björndalens nordöstlichem Höhenzug sieht man Spuren eines Grubenbetriebs. Vom Weg, nur etwa 300 Meter vom Unterstand entfernt, gibt es einen kurzen markierten Abstecher zu einem Grubenschacht. Dieser wird „Björndalens skärpning“ genannt. Im Jahr 1917 wurden hier 550 Tonnen Gestein, wovon nur 34 Tonnen Erz waren, gebrochen. Dieses Sulfiderz enthielt 0,9 Prozent Molybdänglanz.




Der Weg setzt sich ansteigend auf einem alten schönen Fahrweg fort, hinter dem steilen Abhang auf der Nordseite des St.Vrången. An ein paar Stellen ist der Weg ausgesetzt und man hat eine herrliche Aussicht. Man beachte die großen Eichen und Nadelbäume auf den nächsten zwei Kilometern. Auf einem Bergplateau hat man eine merkwürdig „gespaltene“ Kiefer belassen. Diese beginnt am Boden mit einem Stamm, geht in zwei völlig eigene Stämme über, um in ungefähr drei Meter Höhe wieder zu einem einzigen Stamm zusammen zu wachsen! Am Anschlussweg nach Överum, etwa 200 Meter südlich der Brücke über die Seeverbindung zwischen Vrångenseen, wachsen zwei außergewöhnlich große Fichten. Sie gehören vielleicht  zu den stärksten im gesamten Bezirk. 


Nach 8 Kilometer geht der Weg durch einen beweideten Laubwald mit großen Bäumen, u.a. Linde, Esche, Ulme und Mehlbeere. Nördlich des Sees Ämten wandert man durch eine Wiesen und Feldlandschaft, die durch Beweidung öffen gehalten wird. Bei Botorp findet man eine lebendige Ackerbaulandschaft. Das Dorf besteht aus einigen weit auseinander liegenden Höfen. Genau nördlich des Lötsjön liegt ein großer Kiesberg, der als Kiesgrube verwendet wird. Der Weg sucht sich dann auf leicht begehbaren Pfaden hinunter zum See Lermon, der das Etappenziel ist. Hier, auf einer kleinen Landzunge bei einem Badestrand, liegt ein schöner Unterstand.

Montag, 22. August 2011

Tjustleden, die Neunte

Lermon – Kolsebro – Falerum ( ca. 13km) samt Anschlussweg nach Ukna (ca. 4km)

Etappe 9, 1987 fertig gestellt, quert und verläuft entlang des Uknatales. Es ist vielleicht das schönste und spektakulärste aller Täler, durch die der Tjustleden führt. Vom Seen- und Flusssystem der Talsenke wird ein weites Niederschlagsgebiet  entwässert. Hier befinden sich die Land- und Schienenwege. Der Talgrund wird landwirtschaftlich genutzt. Es gibt mehrere interessante Orte und Schanzen. Steilabhänge bieten wunderschöne Sicht.

Ausgangspunkt der Etappe ist ein bequemer Waldweg. In der Senke vor dem Anschlussweg nach Ukna wächst der Winter-Schachtelhalm. Er wurde zum Scheuern und Polieren von Holz und Metall verwendet.

Die Waldwege nach Kolsebro versprechen eine schöne Wanderung durch „Bauernwald“. Kolsebro ist ein Reihendorf, die Häuser sind nebeneinander gebaut, die Wohnungen liegen auf der Südseite des Weges, die Wirtschaftsgebäude im Norden. Der Ort wurde 1851-52 verändert, das älteste Gebäude ist aus dem Jahr 1860. Das Dorf hat großen kulturhistorischen Wert. Die Brücke über den Storån, die Kolsebro, ist ein altes eindrucksvolles Bauwerk. Die Bogenbrücke ist aus Naturstein gebaut, ohne Verwendung von Fugenmaterial.

Danach schlängelt sich der Weg steil hinauf auf den Berg, der hier einen schroffen Abhang zum Tal hat. Von oben hat man eine fantastische Aussicht. Man sieht zwei Kirchen und hat einen wundervollen Überblick über das Tal und seine Dörfer. Weiter kann man einen kleinen Abstecher zu den Steinsetzungen machen, mächtigen, aufgerichteten Steinen, die gleich südlich des Weges liegen. Der Tjustleden geht dann eine gutes Stück entlang eines alten Fuhrwegs und windet sich steil bergauf. Mehrere Ortsnamen enden hier auf „hammar“. Diese beziehen sich auf die so markanten Felsen und Höhen des Tales. Stjälkhammar unterhalb des Weges liegt auf einem uralten Siedlungsplatz, wo Menschen seit über 1000 Jahren wohnen! Das wird von einem in der Nähe liegenden Grabfeld bekräftigt, das aus der Wikingerzeit stammt.

Auf leicht zu gehenden Waldwegen geht der Weg weiter zur Grenze des Östgötaläns. Am nordöstlichen Ufer des Åkervristen kann man baden und ist bald in Falerum. Der Tjustleden schließt hier an den Östgötaleden an.

Ukna 

Der Anschlussweg nach Ukna ist knapp vier Kilometer lang. Er folgt zuerst dem nördlichen Höhenzug eines Seitentals des Uknatales, kreuzt den Wasserlauf, die Eisenbahn und so findet man einen altbewährten „Kameraden“ wieder:

Als der Gränsökanal 1873-74 restauriert wurde, baute man  eine neue Brücke über den Kanal. Die alte Brücke war seit 110 Jahren in Betrieb. Im Jahr 1984 wurde eine Betonbrücke errichtet und die alte Brücke verkauft, um sie an den Storån zu versetzen.

Der Weg verläuft danach auf der alten Straße hinauf auf die Anhöhe zur mittelalterlichen Kirchenruine von Ukna. Der idyllische Platz hat eine herrlichen Aussicht über das Uknatal. Hier kann man einen mit Kreuzen verzierten christlichen Runenstein mit langer Inschrift sehen, die eine Fürbitte für einen gewissen Torgil ist.

Der Anschlussweg setzt sich dann auf schmaleren Wegen hinauf nach Ukna fort, wo es einen Landhandel gibt. Längs der Strecke hat man eine prächtige Aussicht über das Uknatal.