Donnerstag, 28. Februar 2013

Der Wasalauf in Zahlen

Neuigkeiten aus Schweden
Wieder einmal ist Wasalaufwoche. Der Wasalauf, das alljährliche Großereignis mit dem geschichtlichen Hintergrund: Die zwei besten Langläufer eines Ortes eilen dem flüchtenden König Wasa nach, um ihn zur Umkehr und zur Übernahme seiner Feldherrentätigkeit im Kampf gegen die Dänen zu bewegen. Die Aufholjagd dauerte 90km und entspricht der Strecke des heutigen Wasalaufs.

Sport ist in Schweden eine national hoch angesehene Angelegenheit, für die, die selbst sportlich aktiv sind und für die Fernsehsesselsportler. Breitensport wird groß geschrieben und zu einem beträchtlichen Anteil aus den Gewinnen einer wöchentlichen, gut laufenden Lotterie unterstützt.

Der Wasalauf, das Festival des Langlaufsports kann auch in diesem Jahr mit neuen Rekordziffern aufwarten, in der Anzahl gemeldeter Sportler, wie auch in puncto Finanzen.

2013 sind 67 000 Skifahrer für die insgesamt 7 Varianten/Wettkämpfe in der Wasawoche gemeldet. Der Höhepunkt am 3. März ist der große Wasalauf, der zum 89.Mal stattfindet. Am Start sind 15 800 Skiläufer, die von Sälen nach Mora in Dalarna/Mittelschweden laufen. Nicht alle kommen bis ans Ziel.

Was im Winter gutes Geld bringt, hat im Sommer sein Gegenstück bekommen. Immerhin warten noch 20 000 Teilnehmer auf die Sommerwettkämpfe, den Fahrrad-Wasa und den Staffetten-Wasa.

Das Interesse hat explosionsartig zugenommen, berichten die Veranstalter. Vor 10 Jahren waren 41 142 Leute für die Winterwoche angemeldet. Im Jahr 1934 waren es 17 gemeldete Sportler, worauf der Wasalauf abgeblasen wurde.

Es wird in Schweden mehr und mehr zum Gesellschaftstrend, sich zu bewegen. Auch das ist Ursache für diesen fantastischen Zuwachs. Ausgerichtet wird der Wasalauf von den ideell arbeitenden Sportvereinen in Sälen und Mora, dem Start bzw. Zielpunkt des Wettkampfes, und einer Tochtergesellschaft, die den Überschuss von zuletzt etwa 2 Millionen Euro verwaltet. Ein Teil fließt in die Förderung des Sports, ein Teil in die Bezahlung der 3500 Sportfunktionäre, die für den Wasalauf arbeiten.

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