Sonntag, 31. März 2013

Farben des Lichts


Regenbogenfarben
Helle Freude am Himmel
Leuchtet im Dunkeln.



Frohe Ostern Euch allen

Donnerstag, 28. März 2013

Was bleibt!






Das ist die Kirchenruine von Gamleby. Früh im 13.Jh gebaut wurde sie Mitte des 19. Jh aufgegeben, nachdem sich erwies, dass der Untergrund für große Bauten ungeeignet war. Die neue Kirche steht am Ortsrand.

Donnerstag, 21. März 2013

Dienstag, 19. März 2013

camerata nordica



Die Kirche liegt auf einem Hügel über dem Ort Gamleby. Das schlichte weiße Gemäuer täuscht diesmal nicht über den Innenraum hinweg, in dem sich dieselbe Schlichtheit fortsetzt. Einfache Linien, moderne Sakralgegenstände und ein paar Holztafeln an den Wänden sind ihr Schmuck. Die farbige Bänderung des Gesimses zieht sich über drei Seiten des Kirchenschiffes.

Seltsam prunkvoll hängen dagegen die Kandelaber von der hohen Decke. Der Raum ist hell, Weiß ist die vorherrschende Farbe an Wänden und Decke mit wenig Goldglanz veredelt. Protestantische Einfachheit empfängt den Besucher. Aber es ist nicht kalt, schwedische Kirchen werden im Winter so gut beheizt, dass man getrost seinen Mantel in der Garderobe abgeben kann.

Ich bin zum dritten Mal hier. Der Anlass war immer der gleiche: Es ist Kirchenkonzert! Ich war lange nicht mehr zu einem dieser kostenfreien Konzerte, die landauf-landab fast das gesamte Jahr hier und dort stattfinden. Heute zieht, um ehrlich zu sein, der Name des Orchesters: camerata nordica, eines der führenden Kammerorchester Schwedens, das ich bisher schon drei Mal das Vergnügen hatte, zu hören.

Der Programmablauf ist wie gewohnt, von der Klassik zur Moderne: W.A.Mozart, J.S. Bach in einer Bearbeitung des finnischen Komponisten Kalevi Ahno, von dem ich keine Ahnung hatte, wer er ist und eine Sonata des Britten Wiliam Walton, der mir ebenfalls unbekannt war. Für mich also eine musikalische Reise vom Bekannten ins Unbekannte.

Die melodischen Tonabfolgen eines Mozart gehören jedenfalls eher zu meinen Hörgewohnheiten, als dissonante Klänge in synkopierten Rhythmen. Obwohl ich mich früher viel mit Musik beschäftigt habe, ist ein Kritiker „spurlos an mir vorübergegangen“. So genieße ich meine Hörgewohnheiten und warte gespannt auf die Neue Musik, die mit Sordinoklängen einer Bratsche beginnt, weich und ohne „Pauken und Trompeten“ (die es in einem Streichorchester nicht gibt)

Die Reihen sind mäßig besetzt. Man kennt sich unter den zuhörenden Musikenthusiasten, ohne die es die Kirchenkonzerte wohl nicht mehr gäbe. Junge Leute fehlen fast ganz unter den Besuchern.

Die camerata nordica ist zwar ein schwedisches Kammerorchester, die Besetzung ist jedoch international. Der musikalische Leiter stammt aus Norwegen, neben schwedischen findet man japanische, finnische und südeuropäische Namen unter den Musikern.


Welch ein Reichtum, nicht nur an Kultur und Klang, sondern auch an Harmonie, wenn alle am gleichen Strang ziehen.

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Montag, 18. März 2013

Verankert















vom Salzwasser zerfressener und mit Muscheln belegter Anker im Hafen von Händelöp/Schweden

Samstag, 16. März 2013

Ein fluffiges Etwas

Schafe sind kuschelige Tiere. Schafe wären noch kuscheliger, wenn sich nicht alles, was „kreucht und fleucht“, in ihrem Pelz verfangen würde.


Die Gelegenheit das „Wollgeschäft“ von Grund auf zu lernen, hat Vorteile. Nichts und niemand drängt, wann welche Erfahrung zu machen sind. Alles kommt, völlig logisch, aus der natürlichen Arbeitsabfolge.

Wolle waschen. 
Als ich die Wolle zu Hause auspackte, war mir klar, die sollte erst sauber sein, bevor ich mit einem brauchbaren Ergebnis rechnen kann. Im Internet findet, wer Antworten auf solche Fragen sucht. Leider ist es noch zu kalt, um das Wollwaschprogramm nach draußen zu verlegen.

Für jetzt ist die Badewanne das Mittel der Wahl. Wollwäsche ist Handwäsche. In Pflegeanleitungen zeigt die Hand direkt in die Wanne! Diese Handwäsche dauert ein paar Tage. Die Wolle muss nicht dauernd gewaschen werden, sondern muss einweichen,- stundenlang.

Vorher ist Fieselei angesagt. Grobe Verunreinigungen müssen aus den Flusen gezupft werden. Dabei wird die Wolle auseinander gezogen, eine Tätigkeit, die ihren Teil an Zeit braucht, eine schöne Arbeit, Muße, in der kleine braun-weiße "Wölkchen" entstehen.

Ich stelle eine Wanne in die Badewanne, fülle sie halb mit lauwarmem Wasser, schäume darin etwas Shampoo auf, ein Schuss Essig kommt dazu. Vorsichtig drücke ich die Wolle ins Nass, sonst filzt sie. Das Wasser wird zusehends braun. Am Abend wechsle ich das Wasser das erste Mal. Diesmal ohne Shampoo und Essig.

Verunreinigungen entfernen, Wasser wechseln, das wird Tag für Tag wiederholt. Am Montag wird die nasse Wolle voraussichtlich in den warmen Keller zum Trocknen verlegt.

Eines ist jetzt schon unverkennbar: Mit der Erfahrung vollständig eigenhändiger Herstellung, bekommt Kleidung einen anderen Wert.


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Freitag, 15. März 2013

Sag es mit Blumen!



Für meine Arbeit im Vorstand des Naturschutzvereins bekam ich zum Abschied einen Osterkaktus. Seine erste Blüte hat sich heute im Sonnenlicht geöffnet.

Donnerstag, 14. März 2013

Lust auf Wolle

Es passt zum Frühjahr,- nichts hält mich in den vier Wänden, von der Kälte abgesehen.

Ich will mein Wollprojekt voranbringen und plane eine Fahrt nach Smultronboda. Auf den Höfen ist im Winter Holzzeit. Wir sind trotzdem willkommen.


Mit meiner Frage nach Wolle, laufe ich gegen offene Türen. Bevor ich mich umsehe, stehe ich in der guten Stube und versuche mich im Spinnen mit der Handspindel. Üben, üben und nochmal üben, irgendwann sollte es wie von selbst funktionieren. Wie immer haben die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Unlängst habe ich beim Strümpfe stricken schon Bekanntschaft damit gemacht.

Die Lust auf Wolle zieht für mich Kreise. Mein Spinnrad wird erst Ende Juni lieferfertig. Bis dahin sollte ich auf eine Handspindel ausweichen, um das Wolle ausziehen zu üben, meint die Bäuerin. Der Lernvorsprung ist von Vorteil. Eine Spindel könne ich mir leicht selbst bauen, sagt sie auch und zeigt mir ihre.

Ich versuche mich also an diesem Einfach-Werkzeug, ziehe die Wolle, reiße sie ab, muss die Enden wieder und wieder miteinander verflechten. Am Anfang ein mühsames Geschäft. Aber ich weiß, Üben und Geduld sind die einzig brauchbaren Mittel auf dem Weg der Fertigkeiten. Die Hoffnung auf Kunstfertigkeit wird es mir hoffentlich pausenlos versüßen.

Die Bäuerin zeigt mir, wie die Wolle „frisch vom Schaf“ vorbereitet werden muss. Kardieren gehört dazu. Die Handkarden probiere ich gleich an einer Partie Wolle aus. Dieses stachlige Paar brauche ich also auch noch.

Nachdem aus dem Versuchsballon die Luft raus ist, geht es zu den Hauptakteuren auf dem Hof, zu den Schafen. Keinerlei Scheu zeigen die 40 Tiere. Sie kommen nacheinander aus dem Stall getrottet, als sie uns hören. Eines davon ist ziemlich „nackt“. "Bald sehen alle so aus", erzählt die Bäuerin. Demnächst werden die Schafe geschoren.

Ich erfahre noch: „Die Winterwolle ist schwieriger zu verarbeiten“. Und dann, meint die Bäuerin: „Zum Üben kannst Du das gut verwenden“. Eine ganze Papiertasche voller Wolle wechselt die Besitzerin und leihweise stecken die Handkarden mit dabei. „Smultronboda“,- wie sagte ich vor Kurzem: „Nomen est Omen“ ...


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Gäste-Akrobatik









nochmal der Buntspecht

Mittwoch, 13. März 2013

Mandala

Kein Anfang, kein Ende
die Kräfte der Welt im Kreis
Vier Jahreszeiten



Indianisches Symbol der Vier Jahreszeiten

Sonntag, 10. März 2013

Mittwoch, 6. März 2013

Einbruch



Bootshaus in den Schären

Wollwerkelei

Wieder einmal bin ich dabei, mir einen lang gehegten Traum zu erfüllen. 

Es liegt wohl hauptsächlich an der Ursprünglichkeit der Arbeit, die mir diese Fertigkeit so lernenswert erscheinen lässt. Die Selbstversorgeridee habe ich zwar nicht bis ins Kleinste betreiben wollen, aber da und dort etwas zu lernen, das diesem Gedanken entspringt, tut mir gut. Fähig sein, aus einem Grundprodukt selbst etwas herzustellen, bringt ein kleines Stück Unabhängigkeit mit sich.


Zum einen ist da also die Fertigkeit, zum anderen die Möglichkeit in Schweden Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen.

Eine Schafzucht nicht weit entfernt, wird meine erste Anlaufstelle für die Wolle sein. Kurze Wege sind mir wichtig.


Smultronboda heißt der Hof, und Nomen est Omen werde ich da fündig. Ich war früher schon einmal dort. Von Schafen liebe ich nicht nur die Wolle, sondern auch den Käse, der dort in guter Qualität angeboten wird.

Genauso wichtig, wie das Wollmaterial ist das Spinnrad. Roswitha vom Blog „durchschnittlicht“ hat mir dazu ein paar gute Tipps gegeben. Als Newcomerin auf diesem Gebiet bin ich dafür sehr dankbar.

Und ich denke, ich habe gestern Nachmittag eine gute Entscheidung getroffen, als ich mein Spinnrad in einem Handwerksbetrieb in der Uckermark bestellte. 

Es gibt Lieferzeiten las ich da, aber das ist ok, dachte ich. Nun bekomme ich mein Spinnrad doch ein halbes Jahr früher, denn seinen Urlaub verbringt der Drechsler in Schweden. So wird das Gerät statt in der Uckermark an der Westküste Schwedens abgeholt.

Ich erwarte es mit Spannung. 

lizenzfrei Wikipedia 



Montag, 4. März 2013

Freitag, 1. März 2013

Wellenlinien mit Wasserfarben








Naturkunst
Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hier um Verzerrungen durch die natürliche Wellenbildung handelt.