Donnerstag, 30. Mai 2013

Und doch ...

... schreibe ich sehr gerne über meine kleinen und großen Erlebnisse im Garten SchwEDEN.

So auch über Augenblicke auf einem Spaziergang über "meine Insel". Augenblicke, die sich wiederholen und solche, die selten, manchmal einzig sind. Nun war ich lange nicht mehr dort. Das letzte Mal pfiff noch ein eisiger Nordwind über das Wasser, der mir die Tränen in die Augen trieb und die Finger an die Kamera fror.

Heute war es ganz anders. Ich wollte im Laufe des Spaziergangs nur noch meine Fleecejacke los werden und es fiel schwerer als sonst, samt der nicht gerade leichten Kameraausrüstung über die Inselstraße bis zum Hafen zu laufen. Das wird mit der Zeit wieder einfacher. Die Freude und die Spannung Neues zu entdecken, überwinden zum Glück jeden Schweinehund.

Veränderungen gibt es nämlich jede Menge und wenn es nicht das Wetter ist, so haben Tier und Pflanzenwelt Überraschungen parat. Mancher Glücksmoment ist dabei. Die Fotowelt ist in Ordnung!

Und wenn man nach Hause kommt, fällt einem auf, dass man wieder einmal dem tückischen nordischen Licht auf den Leim gegangen ist. Man unterschätzt die intensive Helligkeit. Leider war das heute der Fall. Zum Glück haben nicht alle Bilder dieses Zuviel an Helligkeit abbekommen.

Hier einige AUGENBLICKE meiner Tour über "meine" Schäreninsel.


IM WIND





SO MANCHES TREIBT BLÜTEN








LEBENSUNTERHALT





DER WALD IM WASSER


Mittwoch, 29. Mai 2013

Die Tränen der Herzen



Ich habe zum ersten Mal bemerkt, dass die Blüten ihre Tränen in der Klarsichthülle mittragen. Oder heißen sie wegen ihrer Form so?

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Dienstag, 28. Mai 2013

Ins Netz gegangen



Ins Netz gehen,
sich einfangen lassen, 
sich verfangen haben. 
Vielfältig können Verstrickungen sein. 
Aber Netze haben auch ihre guten Seiten, wenn sie uns halten, wo wir zu fallen drohen.
 Wer möchte dann ohne Netz und doppelten Boden sein?

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Samstag, 25. Mai 2013

Die Laus im Pelz

Manchmal muss man den Pelz verbrennen,
um die Laus los zu werden !


Liebe Blogbesucher!

Leider findet sich unter Euch eine Besucherin, die an meinem Blog kein allgemeines Interesse hat, sondern sich auf subtile, äußerst unangenehme Weise Kenntnis über mein Leben verschaffen will, auch heute wieder! Da man Einzel-IP-Adressen nicht ausschließen kann, war die Löschung des Blogs die einzige Möglichkeit.
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Dienstag, 21. Mai 2013

Garuda


 गरुड (Garuda), ein Wesen aus der indischen Mythologie, halb Mensch, halb Adler

Donnerstag, 16. Mai 2013

Mittwoch, 8. Mai 2013

Linda

Linda ist engagiert, fleißig und freundlich. Das sind gute Voraussetzungen, sich selbst etwas zu schaffen, beruflich gesehen. Ich lernte Linda auf einem der Weihnachtsmärkte kennen, die im November und Dezember rund um unser Städtchen veranstaltet werden.

Linda war die Gärtnerin mit den Knoblauchknollen, die jetzt im Frühjahr so wunderbar gedeihen. Ein smalltalk über den Ladentisch verbindet und ist bei solchen Angelegenheiten wertvoll, für beide Seiten. Das „woher“ ist dabei eine Schlüsselfrage. Unsere beiden Orte liegen für schwedische Verhältnisse wirklich nicht weit auseinander. Zum Schluss überreichte sie mir ihr Visitenkärtchen mit Adresse und Firmenlogo.

Ihren Beruf hat Linda in der großen Gärtnerei unseres Städtchens gelernt, auf der anderen Seite der Bucht. Und nun wagte sie etwas Eigenes weiter nördlich zu schaffen, gemeinsam mit einer Kollegin, die in der gleichen Gärtnerei beschäftigt war und die ich untrüglich an ihrem finnischen Akzent erkenne.

Als ich gestern Morgen meine gewohnte Gartenrunde bei wohligen 18 Grad in der Sonne unternahm, dachte ich beim Anblick
der grünen Koblauchstängel an Linda. Und weil ich an diesem Tag vor hatte, Samen und Stecklinge für den Garten zu kaufen, fiel mir das Visitenkärtchen ein.

Ja, warum sollte ich nicht bei Linda kaufen? Konkurrenzfähige Neueinsteiger zu unterstützen macht aus der Krone gewissermaßen einen Mehrwert. Bisher hatte ich Lindas Gärtnerei noch keinen Besuch abgestattet, das sollte sich ändern.

Was ich vorfinde übersteigt meine Erwartungen total. Es ist eine der wenigen Landschaftsflächen, die weder Felsen noch Wald in der nächsten Umgebung haben. Freie Sicht über grünende Wiesen bis zu einem Hügel in der Ferne. Unwillkürlich atmet man auf. Die Planen der wasserfarbenen Gewächshäuser bewegen sich wellenartig im Wind. Zwischen den Gewächshäusern sind Straßen von
Blumen und anderen Gartenpflanzen, alles, was das Herz eines Gärtners höher schlagen lässt.

Das üppige Bunt und Grün setzt sich in den Gewächshäusern fort. Für einen urwaldartigen Eindruck sind die Pflanzen zu klein und zu geordnet. In sauberen Reihen, wie Schüler einer riesigen Klasse, stehen und hängen Töpfe unter dem Tonnengewölbe der Gewächshäuser. Straßencharakter auch hier.

Die „Finnin“ beantwortet mir meine Fragen nach Stecklingen und Samen, nach der Zeit für die Aussaat und Vielem anderen, das mir so „unter der Mütze“ in den Sinn kommt. Durch die Herausforderung des klimatischen Durcheinanders, habe ich das Gefühl in Verzug zu sein. Und ehrlich gesagt, komme ich mit der um einiges kürzeren nordischen Wachstumsperiode gedanklich noch nicht gut zurecht, selbst wenn das Mehr an Licht dies ausgleichen soll.

Kurzum, ich habe, was ich brauche, sogar mehr: Eine Einladung zum „Tag des offenen Gartens“, auf die ich mich jetzt schon freue.   




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