Mittwoch, 26. Juni 2013

Die Konkurrenz schläft nicht

Als hätten sie es in diesem Jahr nicht schon schwer genug gehabt, die Erdbeeren. Das Lotteriespiel:  "Erdbeeren zu Mittsommer" hat mein Garten gegen den Kalender im Haaresbreite verloren. Woanders, also in sehr sonnigen Lagen, mag es vorteilhafter gewesen sein.

Heute gab es die erste Hand voll wirklich bildschön aussehender Früchte, die mich am frühen Vormittag bei einem Rundgang durch den Garten nach einem reichlichen Regenguss mit einem leuchtenden Hellrot überraschten. Zum Glück war ich schnell genug. Es gibt nämlich Konkurrenz.

Hocherfreut über die erste Erdbeere griff ich zu, zog die Hand sogleich zurück, denn was aus meinem Blickwinkel nach einer vollreifen Erdbeere aussah, entpuppte sich auf der abgewandten Seite als schleimige rot-weiße Angelegenheit. Der Übeltäter saß auch gleich noch daneben. Eine braungefleckte kleine Nacktschnecke, die aussah, als hätte sie sich soeben ein Erdbeerstück einverleibt.

Ärgerlich griff ich zum Spaten und beförderte Arion distinctus in hohem Bogen in den Wald. Ihr den kurzen Prozess zu machen, danach war mir so kurz nach dem Frühstück nicht.

Die übrigen Früchte waren dafür nahezu makellos. Die meisten "jordgubbar", Erdmänner, wie sie in Schweden liebevoll genannt werden, die das kleine Erdbeerbeet noch in petto hat sind jetzt noch hellgrün. Diese Farbe und der saure Geschmack scheint die Schnecken nicht zu beeindrucken. Der Duft der vollreifen Früchte dagegen wird sie und ihre gefräßige Verwandtschaft über kurz oder lang zurückholen. Und dann heißt es schnell genug sein.






Kommentare:

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

den Kampf fechte ich auch immer aus. Eigentlich habe ich gar nicht so viel Schnecken, aber irgendwie müssen sie die reifen Erdbeeren riechen. Zum Glück sind es die mit Häuschen - die sind nicht so eklig wie die Nacktschnecken.

Liebe Grüße
Jutta

Cux-Nachtfalke hat gesagt…

Hallo Beate,

dann achte schön darauf dass Du schneller bist als die gefräßigen Schnecken. Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg.

Viele liebe Grüße
Nachtfalke

Nula hat gesagt…

jordgubbar - was für ein tolles Wort!

Die Schnecken hier lieben auch unsere Erdbeeren. Heute ergab die Ernte trotzdem ein ganzes Schälchen. Die allererste Erdbeere haben wir uns vor 14 Tagen gefünfteilt und auf der Zunge zergehen lassen.

Liebe Grüße
Nula

Roswitha hat gesagt…

Diese Konkurrenz und das Gefühl dazu kannte ich ebenfalls. Ich habe es nun aufgegeben und überlasse es anderen. Bei uns gibt es hier von einem Obsthof so leckere gute Erdbeeren, dass sich der Aufwand für mich nicht lohnt mit allem drum und dran.