Donnerstag, 27. Juni 2013

Selbst ist die Frau!

Für eine Weile ist der Dauerschatten zurückgekehrt, die Sonne macht Pause. Der Sommerstimmung tut das ausnahmsweise keinen Abbruch, weil es warm geblieben ist.

Das bisschen Haushalt und das bisschen Garten erledigen sich gerade im Handumdrehen. Deshalb schere ich mich wieder einmal um das Wollprojekt. Was bisher geschah:

Mein Wunsch, spinnen zu lernen, ist mit der Bestellung eines Spinnrades vor ein paar Monaten in erreichbare Nähe gerückt. Die Bekanntschaft zu der Schäferei von "Smultronboda" brachte den Einstieg in die Wollverarbeitung und den Tipp, schon vorab das "Ausziehen" der Wolle zu üben. Der Tipp war Gold wert, artete aber in Arbeit aus, die mit dem Wollprogramm "Handwäsche" begann. Wer "A" sagt, muss auch "B" sagen.

Der berühmte "geschenkte Gaul" in Form von kurzfaseriger Wolle, verhalf mir dazu, das Thema "Vom Schaf zur Wolle" eigenhändig von der Pike auf zu bearbeiten: Wolle waschen, trocknen, kämmen und dann diese weißen, kardierten Wollwalzen mit der Spindel zu einem Faden drehen. Kurz und gut, es ergab sich jede Menge Arbeit Freizeitbeschäftigung.

Dem Spruch: "Woher nehmen, wenn nicht stehlen" setzte ich die Idee entgegen, kurzerhand einen Holzquirl zur Spindel umzufunktionieren. Für den Anfang war das ok. Es stellte sich aber bald heraus, dass das Handwerkszeug dauerhaft nicht wirklich der Funktion gerecht werden konnte. Es war einfach zu leichtgewichtig, der Spannung des gezwirbelten Fadens zu trotzen.

Das soll sich heute ändern. Wieder erwies mir die Küche und ihre Gerätschaften gute Dienste. Diesmal muss ein Holzteller dran glauben. Vorteil, das Hartholz bringt das benötigte Gewicht. Ein Rundstab aus dem Baumarkt und der Schraubhaken aus der Quirlspindel könnten im Ergebnis genau das werden, was gebraucht wird.

Wie immer ist vor dem Vergnügen der Schweiß der Arbeit angesagt. Der Wirtel muss nämlich aus dem Holzteller ausgesägt werden. Die elektrische Stichsäge wartet auf ihren Einsatz und mir steht der Schweiß jetzt schon auf der Stirn.




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Kommentare:

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

wir Frauen haben eindeutig mehr auf dem Kasten in dieser Beziehung jedenfalls. Das sieht man ja an Deinem Beispiel auch wieder. Wir wissen uns immer zu helfen.

Liebe Grüße
Jutta

Roswitha hat gesagt…

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und bin schon auf Weiteres gespannt.
Nun werde ich fast kribbelig, wenn ich an Dein Spinnrad denke. Ich freue mich schon mit Dir.
Liebe Grüße, Roswitha

Cux-Nachtfalke hat gesagt…

Hallo Beate,

wegen der Arbeit mit der Stichsäge brauchst Du nicht ins schwitzen kommen. Bei Deiner Motivation wirst Du das locker schaffen, da bin ich zuversichtlich.

Ich wünsche Dir noch viel Spass dabei und einen schönen erfolgreichen Freitag.

Viele Grüße
Nachtfalke