Samstag, 1. Juni 2013

Uncle Sam lässt grüßen

Der Sound ihrer Motoren erfüllt die Luft, noch bevor man sie sieht. Ein Polizeiauto steht am Straßenrand, zur Beobachtung und der Ordnung halber.

Dann biegt der Erste um die Ecke in Bonbonrosa, typisch amerikanisch. Typisch amerikanisch, das sind die meisten und der ganze Stolz ihrer Besitzer. Jetzt im Frühling verlassen sie die Garagen, glänzend poliert! Die Raggarbilar sind nicht nur Autolegenden, sondern ein Lebensstil, der in ganz Schweden tausende Fans hat.

An einige dieser Straßenkreuzer erinnere ich mich. Die Filmindustrie Hollywoods wusste die glänzenden Karossen in ihren Streifen in Szene zu setzen. Man fühlt sich schnell in die Zeit versetzt, wenn der ebenso typische Geruch aus den Auspuffrohren nicht von der Straße weichen will. In Schweden bleiben die Fünfziger noch eine Weile erhalten. Die Leute lassen sich den Lebensstil etwas kosten: Passende Fünfziger-Jahre Kleidung per post-order bestellt, Frisuren und Rock'n Roll.

Pontiac, Cadillac, Dodge, Amazon, Ford und andere bauten die Träume aus Blech, die für manchen Geldbeutel wohl auch Albträume sind, Benzin fressende Monster, vom Unterhalt ganz zu schweigen. Aus dem Lautsprecher dröhnt: Elvis und der Jailhouse Rock.

Mein Traumauto ist nicht dabei.


























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Kommentare:

Nula hat gesagt…

Liebe Smultron,

meine Traumautos sind es nicht.

Aber ich bin froh, dass ich deine Seite wiedergefunden habe und wieder bei dir lesen kann.

Liebe Grüße
Nula

smultron hat gesagt…

Hej Nula,

so intensiv bin ich mit diesen "Amischlitten" erst in Schweden konfrontiert worden; auch nicht mein Geschmack, aber ein Defilee ist ein Beispiel für schwedisches Lebensgefühl.
Danke für's Wiederkommen.

Liebe Grüße von der Schärenküste
Beate

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

Deine Fotos sind auf jeden Fall toll, aber mein Auto ist das auch nicht. Gibt es ein Grund dafür, warum gerade die Schweden so verrückt danach sind. Hätte ich eigentlich gar nicht vermutet.

Liebe Grüße
Jutta

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
schöner Text und schöne Fotos, obschon ich weder der Kultur der USA noch solchen Straßenkreuzern zugeneigt bin. Bin jedenfalls glücklich, dass ich Dich in alter Klasse auf diesem Blog wieder gefunden habe.

Grüße Dieter

smultron hat gesagt…

Hej Jutta,

ich denke, dass die schwedischstämmigen Einwanderer (ca 1,5 Millionen) in die USA eine Rolle spielen, sowie die Neuorientierung der Jugend nach dem 2.Weltkrieg. Deutschland kam als Partner nicht mehr in Frage und wurde abgelöst durch den "American Way of Live". Die Beibehaltung des freiheitlichen Lebensstils und die subkulturelle Gemeinschaft dürfte heute der Hauptgrund sein.

LG
Beate

smultron hat gesagt…

Hej Dieter,

Herzlichen Dank! Ich fühle mich jetzt wieder wohl!

Grüße Beate!