Donnerstag, 25. Juli 2013

O SOLE MIO

Der Besuch ist fort. Wie immer, am Tag danach, beschleicht mich ein kleiner Katzenjammer, wenn es schön war. Der vertieft sich einerseits durch kleinere Berge von Geschirr, das spülreif auf dem Tisch wartet. Ich gestehe, ich konnte mich gestern nicht mehr dazu aufraffen, die Arbeit noch in trockene Tücher zu bringen. Statt dessen wollte der "italienische Tag" sanft ausklingen. Und bevor ich es vergesse, Roswitha, dein Rezept für eine Tiramisu mit Rhabarber war der Hit des Nachmittags!

Dem Morgen danach war andererseits auch nicht sonderlich gastlich zumute. Er hüllte die Sonne in Wolken, wie dicke Strümpfe schöne Beine: Nichts zu sehen, nur zu ahnen. Spülarbeit und Bewölkung passen sowieso besser zusammen, finde ich. Aber irgendwann ist alles wieder dort, wo es hingehört, die Gäste daheim und die Teller im Küchenschrank. Bleibt der Rest des "Tages danach".

Nachdem die Kalorienzufuhr mit den "Frutti" der Cucina italiana ungefähr die ist, die ich sonst an 1 1/2 Tagen brauche, ich aber von Hungertagen nichts halte (mein Körper schaltet da schnell auf "NOT"), blieb nur, das Bewegungsprogramm entsprechend hoch zu fahren.



So etwas muss ich rechtzeitig andenken, um meinen Schweinehund nicht aufzuschrecken. Bin ich dann mal im Fahrradsattel geht es nämlich mit Freude!



Diesmal soll es ein Blitzbesuch beim Hjorten sein. Der Hjorten ist ein See außerhalb des Städtchens und wer schon einmal die Europastraße 22 von oder nach Stockholm gefahren ist, hat ganz sicher schon einen Blick auf den See geworfen. So nahe führt die Straße an ihm vorbei. Für Radler ist die Strecke entspannt. Man nutzt den recht gut ausgebauten Weg daneben.

Der bedeckte Himmel verhindert die Schweißtreiberei, obwohl die Sonne hinter ihrer Gardine kraftvoll an der Temperaturschraube dreht. Auffrischender Wind schiebt die Wolken Richtung Norden davon. Eine wundersam belebende Mischung aus Seewind und Heuduft begleitet die Fahrt und am Wendepunkt strahlt mir blauer Himmel entgegen. Fotowetter vom Feinsten und dabei fiel mir eben der Titel des o.g. Liedes ein!











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Kommentare:

Roswitha hat gesagt…

Liebe Beate,
das freut mich sehr, dass die Tiramisu bei Dir genauso gut angekommen ist wie hierzulande. "Katzenjammer" ist für die Nach-erfüllender-Besuchs-Zeit das passendste Wort!
Ich habe mich nun bei Dir durchgelesen und nachdem mein Kommentar zur Panoramafotografie nicht zu diesem Post wollte, hier noch mal kurz: Meine "Panoramaheader" entstehen durch wegschneiden von Oben und Unten. Die Wirkung ist, wie ich finde ähnlich. Natürlich ist so ein richtiges Programm viel professioneller und hat viel mehr Möglichkeiten. Ich mag diese Bildform auf jeden Fall gerne. Solche Fotos haben immer etwas von Urlaubsstimmung für mich.
Liebe Grüße, Roswitha

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

für das Geschirr, das mir der Besuch hinterlässt, habe ich gottlob meine Spühle. Da kommt alles rein und schon ist die Küche sauber und aufgeräumt.
Vielleicht fällt es mir auch deshalb so schwer, mich auf ein Fahrrad zu schwingen. Man wird einfach faul mit der Zeit. Allerdings bei einer so schönen Fahrt hätte ich dann doch auf den Drahtesel geschwungen.

Liebe Grüße
Jutta