Dienstag, 27. August 2013

Ein Überblick

Der Kulbacken lockte an diesem sonnigen Tag, eine halbhohe Erhebung auf der anderen Seite der Bucht.


Es gibt noch so manches, das ich in meiner Wahlheimat zum ersten Mal erlebe. Dazu gehörte bis vor zwei Tagen das Besteigen des Unosturmes einer Aussichtsplattform mit grandiosem Überblick.

"Sich einen Überblick verschaffen", wird auf dem Kulbacken ganz groß geschrieben. Es gibt nicht nur besagten Turm, sondern auch ein Bauernhofmuseum und ein Ausstellungs- und Konferenzzentrum nebst Restaurant.

Ziel war ehrlich gesagt zu allererst der kleine Markt zwischen den alten, wieder aufgebauten Bauernhäuschen. Gartenfrische Kräuter und Gemüse haben etwas Anziehendes. Im "alten Schweden" waren solche Märkte viel mehr, als der Besitzerwechsel von Waren. Auf der Neuigkeitenbörse par excellence verschafften sich die Menschen von früher einen Überblick, meist über Geschehnisse aus dem Umland.

Dass das Besteigen des Turms zum dem Erlebnis des Tages wurde, habe ich dem Umstand zu verdanken, dass er geöffnet war. Die Berechtigung ihn zu besteigen, erwirbt man durch den Kauf (20 Kronen) eines Nummerlapp (Zettel mit einer Zahl drauf). Die Anzahl derer, die "hoch hinaus wollen" wird dadurch begrenzt, der Platz in luftiger Höhe ist es nämlich auch. Es sind (zum Glück) wenig Interessenten und ich ahne Knieschwammerl.


Die Eingangstür ist geschlossen und öffnet sich erst, als ich die Zahl auf dem Zettel durch die Sprechanlage flüstere. Auf einen "Klick" springt die Tür auf, wie bei "Sesam-öffne-dich". Die eiserne Wendeltreppe füllt das ganze Rund des Turmfusses aus. Es ist hell und das mulmige Gefühl von Enge weicht im selben Augenblick.

Die Fenster auf verschiedenen Niveaus zeigen den Zuwachs an Höhe und so ist man nicht sonderlich überrascht, wenn man in der gläsernen Kuppel ankommt. Der Schritt nach draußen nimmt mir dann trotzdem fast den Atem, nicht wegen der Höhe, sondern:
















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Kommentare:

Nula hat gesagt…

Knieschwammerl, welch herrlicher Begriff, hätte ich wohl auch bekommen. Aber der Ausblick ist ja herrlich.

Liebe Grüße
Nula

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

der Ausblick von diesem Turm muss ja wirklich überwältigend sein. Toll, dass ihr so schönes Wetter hattet. Da konnte man sicher ziemlich weit sehen.

Liebe Grüße
Jutta

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
die Aussicht ist in der Tat grandios in einer grandiosen Landschaft !

Gruß Dieter

amselgesang hat gesagt…

Türme aller Art sind ganz eindeutig zum Raufsteigen und Runtergucken da! Ich lasse auch keinen aus, wenn ich die Möglichkeit habe. Und diese Aussicht auf Land und Meer ist wirklich atemberaubend...

Roswitha hat gesagt…

Interessante Worte hast Du wieder geschrieben. "Nummerlapp" ist für unsere Ohren gut verständlich und könnte auch deutsch in der Umgangssprache sein. Dieser Nummerlapp ist ja nicht so teuer, warum hält es viele ab ihn zu kaufen?
Auf jeden Fall eine Überblick verschaffende Aussicht, die sich gelohnt hat.

Ich hoffe, ich muss mich nicht um Deine Gesundheit sorgen, fast bleibt Dir die Luft weg und das auch noch mit weichen Knien (Knieschwammerl, was für ein Wort:-).

Liebe Grüße,
Roswitha

Bea hat gesagt…

Danke für Eure interessierten, lieben Kommentare. Der Ausblick war an diesem Tag tatsächlich wunderschön, da das Wetter mitspielte. Nun ist in der Gegend noch ein weiterer Turm, der wartet bestiegen zu werden. Knieschwammerl werde ich da keine haben, denn die Plattform ist nicht so ausgesetzt wie auf dem Unosturm. Also keine Sorge, Roswitha ;-)

Liebe Grüße an Euch alle
Beate