Sonntag, 22. September 2013

Herbst-Himbeeren

"Herbst-Himbeeren im Ernteglück", sollte ich diesen Eintrag nennen. Ernteglück heißt nämlich die Gartenkolonie, in der das neue Gärtchen liegt. Der Name ist sprichwörtlich und wirkt sich offensichtlich auch auf Himbeeren aus. Die reifen dort gerade... aber von vorne!

Bisher waren Himbeeren immer ein schwieriges Thema, obwohl ich den Geschmack himmlisch finde. Wenn ich an Himbeeren denke, erscheinen vor meinem geistigen Auge gleichzeitig die offensichtlich unvermeidbaren kleinen weißen Maden, die mir pro Himbeere schon als Kind den Geschmack darauf verdarben. Wenn, dann gab es meist nur eine Kinderhand voll Beeren, die ich mit meiner kleinen Schwester teilte.

Umso überraschter war ich, als mit dem Pachtgrundstück eine lange Doppelreihe Himbeersträucher in unseren einstweiligen Besitz überging, die auch noch voller, wenn auch unreifer Beeren hing.

Ich erfuhr, dass es hierzulande zwei verschiedene Sorten gibt. Niemand konnte uns sagen, ob es sich um Sommerbeeren, die nicht reif geworden waren, handelte oder Herbstbeeren, die für meinen Geschmack auch schon längst überfällig waren. Ich traue Himbeeren nicht allzu viel zu. Klein und graugrün hingen sie jedenfalls da, kein hoffnungsfroher Anblick!



So kann man sich täuschen. Wie sie das machen, weiß ich nicht. Vielleicht sollte ich mich mal über Nacht auf die Lauer legen. Jedesmal, wenn ich einen Tag später mein Gärtchen besuche, tragen die Himbeersträucher reife, daumennagelgroße (!) Früchte und die meisten kommen tatsächlich ganz ohne Made aus. Dunkelrosa, fest und so himbeerig im Geschmack habe ich die ersten frischen Himbeeren lange nicht gegessen.

Da muss man mich nicht zweimal bitten. Nach Herzens Lust Himbeeren naschen, das hat was! Und natürlich würde ich wieder teilen.





***

Kommentare:

Nula hat gesagt…

Ich liebe Himbeeren auch. Lecker strahlen sie auf deinen Fotos. Köstlich! Toll, dass sie im Pachtgrundstück auf dich gewartet haben. (Himbeeren teilen, dass ist hier auch ein Thema.)

Liebe Grüße
und einen schönen Sonntag

Nula

Mondgucker hat gesagt…

Wie schön sie aussehen und die würden mir auch munden wie sie jetzt da hängen!
So kann man sich täuschen über die grüne Himbeere!
Schönen Sonntag wünsche ich dir
Lieben Gruss Elke

amselgesang hat gesagt…

Beneidenswert frisch und lecker sehen sie aus, deine Herbstbeeren! Das mit den kleinen Maden ist so eine Sache - was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß - ich schaue erst gar nicht so genau hin :-)
Meinen Kindern habe ich immer gesagt, dass das Himbeerwürmchen sind, die ihr ganzes Leben lang nichts als Himbeeren gefressen haben und deshalb eigentlich nur aus Himbeere bestehen... beim Jüngsten hats nicht geholfen, der ist auch heute noch extrem pingelig.
Lass sie dir weiterhin schmecken, "mit" oder "ohne"!
Brigitte

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

ich habe auch sogenannte Herbst-Himbeeren im Garten und ich muss Dir sagen, ich bin begeistert. Die schaffen es wirklich auch bei schlechtem und wie in den letzten Tagen kühlerem Wetter zu reifen. Das geht bestimmt noch bis in den Oktober rein.
Mir hat mal jemand erklärt, dass das Insekt, was für die Maden veranwortlich ist, seine Familienplanung schon lange abgeschlossen hat und deshalb in diesen späten Himbeeren keine Maden mehr auftreten.

Liebe Grüße
Jutta