Donnerstag, 10. Oktober 2013

Ein Geschenk des Himmels








Verlockend blau, nicht wahr?

Wasser in der Wüste, ein Geschenk und Privileg der Oasen. Und doch ist dies kein Trinkwasser, es ist versalzen.





Ein See in Schweden. Einer von ungefähr 96 000. Dieser liegt im Nordosten Smalands. Völlig andere klimatische Verhältnisse,- und doch haben beide Seen mehr gemeinsam, als Wasser.


Als Trinkwasserspeicher käme der Wüstensee kaum in Frage. Entsalzungsanlagen sind aufwändig. Da hat es mein Städtchen einfacher. Einen See anzapfen und fertig, könnte man meinen. So ist es aber nicht ganz.



Der regenarme Sommer zeigt, was ein wirkliches Geschenk des Himmels ist.

***"Der Brunnen ist leer." Widerstandslos fällt der Schwengel der Handpumpe in die Ausgangsstellung. Ein mir bis dahin völlig unbekanntes Gefühl  verschafft sich Platz, steigt vom Bauch in den Kopf und verknüpft dort die Erkenntnis folgerichtig mit dem Gedanken: "Kein Wasser mehr".
Ich bin wie vom Donner gerührt und bekomme das Erlebnis geschenkt, wie es ist, wenn der nächste Wasserhahn nicht gleich um die Ecke ist. Das Gießen der Möhren, Zwiebeln, Schwarzwurzeln und des Lauchs bleibt aus. Zum Glück sind die Beete mit Grasschnitt abgedeckt. Die Feuchtigkeit hat sich tiefer im Erdreich gehalten. Vorerst Aufatmen.***



So einfach hat es das Städtchen nicht. Es kann nicht einfach aus der Wasserversorgung aussteigen. Dazu explodiert im Sommer die Anzahl der Bewohner und mit ihr der Verbrauch an Wasser. Jeder Regentropfen ist da ein Geschenk des Himmels.

Doch diesmal?: Manchmal floss das Nass spärlich. Manchmal gar "stank" es zum Himmel, der erfreulicherweise, wenn auch selten genug, die Schleusen öffnete. Es war immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Kein Problem?. Einmal Trinkwasser im Sixpack. Jedoch seit Neuestem ohne mich! Die "Ausdünstungen" des Rohölprodukts "Plastikflasche" beeinflussen den eigenen Organismus und die Umwelt auf das Negativste.  

Also doch das Wasser aus dem Hahn, in eine wiederverwendbare Glasflasche mit Bügelverschluss abgefüllt, die meine ist? Es bewährt sich in meinem Alltag zusehends. Für mich darf es auch ohne Kohlensäure sein, vermischt mit hauseigenem Pflaumensaft. Zum Glück hat das Trinkwasser nach dem Gästeansturm wieder seine gewohnte Qualität. (sprich weniger Chlor). 



Was die beiden Seen betrifft, so bin ich noch eine Antwort schuldig. In einem trockenen Sommer wie diesem, kommt aus wasserführenden Schichten neues Wasser nach. Wird zuviel entnommen, fließt durch die Meeresnähe salziges Wasser nach. Kein Genuss für Mensch, Tier und die meisten Pflanzen. 

Das junge Gemüse hat die Trockenheit gut überstanden. Auch nimmt es nur soviel Wasser, wie es zum Wachsen wirklich braucht.



Jetzt im Herbst hat der Brunnen gute Chancen wieder zum Wasserlieferanten Nr.1 zu werden. Der Himmel weiß warum! 



***

Kommentare:

Roswitha hat gesagt…

Ja, es macht viel Sinn sich über Wasser Gedanken zu machen. Hier konnte ich kürzlich ein Kind überzeugen, dass eine Glasflasche (mit Mantel) für die Schule besser ist als die Plastikflaschen.
Liebe Grüße, Roswitha

amselgesang hat gesagt…

Die sind ja süß, die beiden... schwer verliebt, wie es scheint :-)

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
in Rheinnähe haben einige Häuser einen eigenen Brunnen, um Grundwasser zu fördern. Wir liegen einiges höher (und ein Stück vom Rhein entfernt), daher war uns bisher die Brunnenbohrung zu teuer.

Gruß Dieter

Mondgucker hat gesagt…

Ein zum Nach denken anregendes Posting, Umwelt wie wichtig das für uns ist und viel zu selbst verständlich es im Alltag geworden ist in den Grossstädten.
Plastik verseucht unser Wasser ob Meer oder See, Flüsse..
so viele schmeissen einfach weg egal wohin und später jammern sie wenn die Natur darauf reagiert aber machen sich keine Gedanken. Gehe ich an dem Strand wird genauso so vieles Sichtbar an Müll wenn die Ebbe einsetzt.
Gerade Kinder bei zu bringen die Bedeutung was passieren kann wäre da schon viel Wert und selber ein Vorbild sein.

Nur gut dass deine Gemüsen wissenn wieviel Wasser sie brauchen, das doppelte Lottchen als Möhre.

Gruss Mondgucker