Sonntag, 27. Oktober 2013

memories: "Dialektisch" ...

... oder Mund-Art, von der "Kunst" zu sprechen und zu verstehen.

oda besser gsacht: "-in die Wiech neiglecht"-!

Iich was net, ob iich eich des werglich odo soll, heit am Sunndoch!. Aber annererseits, warum eichentlich net? Sinn ja a "memories", meina halt, a wemmern dahaam net gsprochn ham, unnern Dialekt.

Ma hot ja heit Bedengn, dass die Mundoard verschwind und do und dortn hot ma sogor gesoocht, ma sollert des in Unnericht aufnehma, wals scho "fimf vor zwelfa is" damiit. Nojo, hot ja alles saina zwa Saidn.

Iich was nuch, wie sa bei unnerer Zeidung immer mol widder a Versla in Mundoard geschriebn habn. Obwul iich damit aufgwaxn bi, konnd iich des ned so rechd lesn, also halt erscht bein zweitn Mol. A Stickla schpäter hob iich dann vo mein Ongl a Bichla mit Gschichtla un Gedichtla krigt. Also des woa a ka Endschpannung bein Lesen, des woa hart!

Bei denna verschiedna Mundoardn werd a a ganz schener Underschied gmacht. Do gibts die "bessern" und die "annern".  Mir sen zwor do herobn in Bayern, aber mir redn halt ka Bayrisch un deshalb kern mir zu di annern. Mia homm uns deswegn zammgrauft, obwul, wemma genau hie schaut, denn redn die Leit im nextn Ort a scho widder annersch. A klans bissla halt.

In Schwedn drom hob iich glernt, dass dort a Mundoardn gibt, dass sa dortn a Schwierichkeitn habn mancha Leit zu versteh. Heit was iich jednfalls, dass iich net imma schuld bi, wenn iich sa net versteh, do om. 

Und jezer sollert aner sogn: " Das versteh, wer will", noja dann les halt amol undn, do hob iichs ibersezt!

Ober brobiers erscht amol aso  ;-). An schen Sunndoch alzo mid mera "memories" bei der Brigitte auf na Blog "amselgesang". 



oder besser gesagt: -"In die Wiege gelegt"-!

Ich weiß nicht, ob ich Euch das wirklich zumuten soll, am heutigen Sonntag!. Aber andererseits, warum eigentlich nicht? Sind ja auch "memories", eben meine, auch wenn wir unseren Dialekt daheim nicht gesprochen haben.

Man hat ja heute Bedenken, dass die Mundart verschwindet und da und dort wird sogar gesagt, man sollte sie in den Unterricht aufnehmen, weil es schon "fünf vor zwölf" sei. Naja, hat ja alles seine zwei Seiten.

Ich weiß noch, dass in unserer Zeitung immer wieder einmal ein Vers in Mundart zu lesen war. Obwohl ich damit aufgewachsen bin, konnte ich es nicht so richtig lesen, erst beim zweiten Mal. Etwas später habe ich dann von meinem Onkel ein Buch mit Geschichten und Gedichten bekommen. Das war kein entspanntes Lesen, das war hart!

Bei den verschiedenen Mundarten werden auch Unterschiede gemacht. Es gibt die besseren und die anderen. Wir sind zwar hier in Bayern, aber wir sprechen eben kein Bayerisch und deshalb gehören wir zu den anderen. Wir haben uns deshalb zusammengetan, obwohl, wenn man es genau betrachtet, dann sprechen die Leute im nächsten Ort wieder anders. Ein kleines Bisschen, jedenfalls.

In Schweden habe ich gelernt, dass es dort auch Mundarten gibt, dass sie dort auch Schwierigkeiten haben manche Leute zu verstehen. Heute weiß ich jedenfalls, dass ich nicht immer schuld bin, wenn ich sie nicht versteh, dort oben.

Und würde jetzt jemand sagen:" Das versteh, wer will, naja, dann lies einfach mal unten, da habe ich es für Euch übersetzt.

Aber versucht es erst einmal so! ;-). Einen schönen Sonntag dann mit mehr "memories" bei Brigitte vom Blog "amselgesang".
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Kommentare:

Junischnee hat gesagt…

Un jezer sogst bidde a no, wo du wergli herkummst - sooo scheee fränggisch :-)).

Ich liebe den fränkischen Dialekt, wobei ich ja aus dem hintersten Oberbayern komme. Mit einer "preußischen" Mutter "zweisprachig" aufgewachsen, kann ich mich in einige Dialekte einfinden und finde es total wichtig, diese zu bewahren.

Lieben Gruß, Christine

Beate hat gesagt…

Hallo Christine!
Ich bin gebürtige Oberfränkin, ebenso zweisprachig aufgewachsen, mit einem "preußischen Vater". Mundart ist ja ein Teil der Identität, nicht um sich abzugrenzen, sondern ein Ausdruck von Vielfalt. Selbstverständlich erhaltenswert !!!!

Lieben Gruß und einen schönen Sonntag
Beate

amselgesang hat gesagt…

Ha jetz kann i gar nimme - ha soo a Fraid - die Beate schreibt oifach wie 'ra dr Schnabel g'wachse isch! I hab fei alles v'rstande (späteschdens uf's zweit' Mol lesa...)und 's war mir direkt a inneres Missionsfescht :-) weil i doch au die ganze verschiedene Sprocha in unserm großa Hoimetland so int'ressant und spannend find.
Alles klar? Übersetzt wird net!
Noch a recht scheene Zeit im Fränkische!
Brigitte

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
hoch interessantes Thema, das ja auch bei uns im Westen als Kölsch oder Bönnsch oder Öcher Platt oder andere rheinische Dialekte prägend ist. Ich verstehe alles, kann aber selbst keinen Dialekt sprechen. Die Vielfalt ist enorm und mitunter von Dorf zu Dorf unterschiedlich. Viele Ausdrucksformen kommen im Dialekt komplett anders rüber ...

Gruß Dieter

Judika hat gesagt…

Hallo Beate,

Iiich haaabs fei gueet laaas geköhnd.

Merke gerade wie schwer es mir fällt in meinem underfrängischen Dialekt zu schreiben, oberfränkisch lesen ging ganz gut, entspannend lesen ist jedoch anderes genau wie Du es beschrieben hast.

Über IN HEAVEN bin ich zu Dir gekommen und zufällig auf diese Seite. Daheim sagen sie unsere Kinder sprechen perfekt hochdeutsch, hier in Hessen sagen sie unsere Kinder sprechen Frankisch. Jeder hört halt immer nur das Fremde heraus. Mein fränkisches RRRR und das harte T und P, und weiche D und B wird man wohl immer hören und ich bin ich stolz darauf Fränkin zu sein, nicht Bayerin.
herzlich Judika