Mittwoch, 27. November 2013

Essen in Schweden

Was dem Italiener die Pizza ist, ist dem Schweden sein Pyttipanna. Pyttipanna ist umgangssprachlich und fast ein Nationalgericht. Es heißt übersetzt "Winziges in der Pfanne" und deutet schon die Resteverwertung an, die es sein soll. Daher sucht man es vergebens auf den Speisekarten gehobener Restaurants. Es handelt sich um Hausmannskost.

Pyttipanna, ein Name und viele Ausführungen also. Nicht zuletzt gibt es das Gericht auch als Dosenware zu kaufen und hat den Anspruch als Resteverwertung natürlich damit verloren, weil es einfach paradox ist. Wer kauft freiwillig Reste, eingedost???!

:-)  Das ist natürlich nur ein Spaß, denn längst hat sich Pyttipanna als eigenständiges Gericht in den Küchen von Raststätten und Schnellrestaurants breit gemacht. Die Zutaten sind landesüblich und das ergibt ein preiswertes Essen.

Die Grundzutat des Pyttipanna sind Kartoffeln. Im Original werden diese in kleine Würfel geschnitten und mit Zwiebelstückchen angebraten, nach Geschmack gesalzen und gepfeffert. Pyttipanna ist ein ausgezeichnetes Mittagessen für "blaue Montage", weil der Fleischrest vom Sonntag, ebenfalls klein geschnitten, darunter gemischt werden kann (oder Hackfleisch oder deftige Wurststücke)

Für Vegetarier ganz wichtig, Tofu in Würfel geschnitten geht auch. Pyttipanna ist flexibel (nur mit Fisch habe ich das Gericht noch nie gesehen, aber wer weiß?). Zum Original gehört Rote Bete, am besten die eingelegte oder auch selbst gekocht und in Scheiben geschnitten. Die Krönung der Mahlzeit ist das Spiegelei, das einfach über das ganze gelegt wird.

Manchmal sieht man Pyttipanna auch mit Eisbergsalat oder gekochten Karotten, eben das, was vom Sonntagsessen übrig ist. Und wer Hausmannskost mag, der kommt an Pyttipanna nicht vorbei. Mir schmeckt es nicht nur montags!

Bildquelle: Wikipedia

Kommentare:

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

das hört sich wirklich gut an und sieht auch lecker aus. Wenn Du von Resten sprichst, verwendest Du bestimmt gekochte Salzkartoffeln oder?

Liebe Grüße
Jutta

Jutta.K hat gesagt…

Lecker, lecker...ich muss sagen, da bin ich wohl scwhedisch angehaut, denn so ähnlich habe ich schon öfter meine "Reste" verwertet.
Ich werfe Essensreste nie weg und dann kommt meistens immer etwas Gutes dabei heraus, so wie deine Pfanne.
Liebe Grüße
jutta

amselgesang hat gesagt…

Bei uns heißt das "Räuberpfanne" (ohne Ei) oder "Omlette à la Papa" (wenn mit Rührei), enthält außer diversen Resten immer viel Zwiebel und Paprika und ist eine von den Kindern heißgeliebte Spezialität ihres Vaters(bei Muttern natürlich ebenso beliebt, da ich dann nicht kochen und auch nicht über die Reste der letzten Tage nachdenken muss) ;-)

Yael hat gesagt…

Na dann: guten Appetit! :-)

Beate hat gesagt…

Hej ihr Pyttipanaliebhaer/Innen,
wenn es bei mir Pyttipanna gibt und Kartoffelreste vorhanden sind, dann sehen die zu diesem Gericht immer wie bayerische Bratkartoffel aus. Nur wenn keine fertigen Kartoffeln vorhanden sind, dann würfle ich die rohen Kartoffeln, weil sie schneller gar sind.
Ansonsten nehme ich Tofu, denn ich esse überwiegenst vegetarisch.

Grüße Euch herzlich
Beate

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate, ich bin mittlerweile bei Köttbullar angekommen. 2x pro Woche ist meine Frau in der Abendschule, und dann darf ich abends kochen. Das Rezept, das ich aus dem Internet ausgedruckt habe, hängt schon ein paar Tage in unserer Küche. Mal sehen, wann ich es schaffe, dieses andere schwedische Nationalgericht zu kochen.

Gruß Dieter

Beate hat gesagt…

Hej Dieter,
na das finde ich ja enorm, dass Du ersatzweise den Kochlöffel schwingst. Obwohl, ich sage ja immer, Männer kochen besser.

Viel Spaß beim Nachkochen *wink*
Beate




geistige_Schritte hat gesagt…


Liebe Beate
irgendwie kenn ich das Rezept mit rote Beete und ein Spiegelei dazu mit den Kartöffelchen.. aber wann ich das mal ggessen habe keine Ahnung.. super das Gericht der Name ist ja gut dazu!
Lecker ich mag so was...
Lieben Gruss Elke

Beate hat gesagt…

Hej Elke,

vll hast Du das ja mal bei dem schwedischen Möbelhaus gegessen. Die Restaurants dort haben das auch im Angebot, weltweit. Ja, so ab und zu ist das ein feines Essen!

Liebe Grüße von der Ostsee
Beate