Montag, 25. November 2013

Zu Fuß nach Svarteström

Das Tief zieht über die Ostsee ab. Ich bin bei Sonnenaufgang wach und kann den Wolken noch nachwinken.




Jeder Sonnentag ist im Herbst/Winter willkommen. Für solche Fälle plant man schon mal etwas im Voraus. Heute war so ein frischer, strahlender Tag. Die Strecke nach Svarteström bin ich lange nicht gegangen und für heute war sie genau das Richtige.


Der Stadtrucksack reicht für eine kleine Brotzeit unterwegs. In Schweden ist man selbst die Frau, denn Ausflugsgaststätten sind im Winter geschlossen, wenn es denn überhaupt welche gibt. Leider sind solche Lokalitäten komplett unterrepräsentiert. Tee und ein Stück Brot müssen herhalten und sind besser als nichts.

Das Auto bleibt in einer kleinen Ausbuchtung zurück. Der gut ausgebaute Waldweg zweigt direkt von der Hauptstraße ab. Am anderen Ende liegt das Kraftwerk von Svarteström, das einem der schwedischen Stromgiganten gehört.

Die Nase riecht unverfälschte Frischluft. Die Lungen verschaffen sich mit einem tiefen Atemzug Platz. Die Sonne, noch nicht ganz im winterlichen Zenit, streut da und dort Lichtflecken in den Wald und auf den Weg. Später liegen ganze Partien in vollem Sonnenschein. Es ist der pure Luxus!

Scheint die Sonne, ist es kalt. Die wenigen Grad unter Null lassen Pfützen gefrieren. Überall wachsen Eisblumen, -farne und -palmen auf der feinen Kruste. Wie immer kommt auf dem Hinweg die Kamera nicht zur Ruhe. Mitwandernde brauchen da schon Geduld mit mir.



Das Waldstück hat sich seit dem letzen Mal wenig verändert. Der Unterschied besteht darin, dass alles in ungetrübtem Sonnenlicht liegt. Die Wasserspiegel der Seen, zwischen denen das Kraftwerk liegt, haben Tiefstand. Keine Turbine ist zu hören, dafür fällt das Wasser rauschend durch die Schlucht zu Tal, wo es der größere der beiden Seen auffängt.



Im Turbinenhaus sind historische und moderne Technik miteinander verknüpft. Nun wundere ich mich nicht mehr, dass kein Turbinengeräusch zu hören ist und finde die Antwort hinter dem Haus. Dort, wo das Wasser in den See strömen müsste, herrscht gähnende Leere.
Die leicht gekräuselte Wasseroberfläche hat andere Sehenswürdigkeiten zu bieten:
"Moderne Wasserkunst".




Es wird Zeit zurück zu gehen. Gewöhnlich bleibt die Kamera dann im Rucksack, wenn sich da nicht doch noch ein paar Besonderheiten aufgetan hätten. 



























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Kommentare:

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

wunderschön so ein Spaziergang, vorallem die Sonnenstrahlen. Wir haben hier schon seit Tagen keinen mehr abbekommen. Wunderschön sind aber auch Deine Bilder und das Moos reizt auch mich immer wieder.

Liebe Grüße
Jutta

Heide Schiffer hat gesagt…

Wunderschöne Fotos zeigst du uns: da bekomme ich gleich Lust wandern zu gehen :)
Gruß von
heiDE

Yael hat gesagt…

Ein schoener besonnener Ausflug! :-)

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
einen schönen, frostklaren Tag hast Du erwischt. So kalt ist es bei uns noch nicht. Wunderschöne Landschaft.

Schönen Abend
Dieter

Ute Böhm hat gesagt…

Hallo Beate,
wie schön, dass ich bei dir immer in Schweden eintauchen darf... Habe doch öfter Sehnsucht...
Ein schöner Spaziergang und die Bilder dazu sind sehr nett, viel hast du entdeckt!
Einen guten Wochenstart,
liebe Grüße,
Ute ✿

wir-und-das-leben hat gesagt…

Ich Lese hier sooo gerne und Deine Fotos immer - Auszeit - Danke Dir!

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Ich nahm mir Zeit um diese herrliche Worte mit deinen Fotos zu geniessen.. Frost ist bei mir auch noch nichts...Nachts 3 Grad und über den Tag 5 Grad...
Diese hohen Bäume sind ja wunderschön bei euch!
Ich wünsche dir noch viele solche schöne Spaziergänge und die ich gerne mit erleben darf *zwinker*.
Deine Welt so zu erleben ist so hoch intressant!
Lieben Gruss Elke