Sonntag, 15. Dezember 2013

Gegen-Geschenk

Die Werbung flatterte mit der Tageszeitung ins Haus. Dann gilt das "Keine Werbung"  auf dem Deckel unseres Briefkastens scheinbar nicht. Sehr schlau eingefädelt, nicht wahr?

Das Angebotsblatt ist stimmungsvoll auf Weihnachten getrimmt. Es stammt von einem Elektrokonzern mit Hauptsitz nicht allzu weit weg im Landesinnern. Ein Zweig und glasige Glaskugeln bringen, weil durchsichtig die Ideen für Geschenke an die Frau und an den Mann. Ist schon genial, was Fotobearbeitungsprogramme so alles können, heutzutage.

Es erscheint in der Glaskugel ein Staubsauger, in der daneben ein Bügeleisen, wahlweise eine Kaffeemaschine und Backförmchen mit Motiv. Natürlich, das können Wünsche sein. Für mich haben die Gedanken an Kommerzielles aber ihre Reibungspunkte mit dem Fest des Lichts. Kommen solche Geschenke von Herzen oder ist es Verlegenheit oder gar ein Wink mit dem Zaunpfahl? 

Gerne kommt die Wirtschaft mit der Produktvielfalt zu Hilfe. Der Kaufanreiz für Kaufwillige wird gleich mitgeliefert. In Schweden geht selten etwas ohne Rabatt über den Ladentisch. Halber Preis, 38% Rabatt, 52% Rabatt sogar, ein Schnäppchen als Geschenk? Wie einfach lassen sich Menschen eigentlich hinreißen? Das ist eine ernste Frage!

Nicht unbedingt ernst gemeint, aber irgendwie der Clou an der Geschichte dieses Werbeblattes ist eine weitere Glaskugel. Sie zeigt ein mögliches GEGEN- Geschenk. :-) .... 





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Kommentare:

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

so bekomme ich von grossen Versandhäusser zu geschickt und immer wieder mehr Rabatt und Gutschrift usw. wie wenn sie es bald auch noch verschenken würden so habe ich das Gefühl und ich zerreise es und sage nee so lasse ich mich nicht einfangen. Ich bestimme es wann ich was will aber ich kennegenug die shcnell mal zu greifen ist ja ein Schnäppchen und sitzen in der Gedlfalle und jammern dann, ich sage gewarnt aber nicht gehört selber Schuld...
Überlegen ist das Wort bedenken hinterfragen kein kleingedrucktes mehr gelesen nur noch vor Augen das blinkende versprochenens billig -Schnäppchen ob man es braucht oder nicht ob es Müll ist oder nicht egal!
So ist die Welt drehend der Menschen.. ich sage nein Danke dazu!

Lieben Gruss Elke


amselgesang hat gesagt…

Ich sage (frei nach Albus Dumbledore): Hau rein! ;-)

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
hat mich etwas gewundert und habe ich heute auch festgestellt, dass es nämlich in der Vorweihnachtszeit Rabattaktionen gibt. Ist verbreiteter z.B. beim Weihnachtsschlußverkauf, aber durchaus derzeit üblich.

Gruß Dieter

Junischnee hat gesagt…

Ja, das Schild am Briefkasten ... Ich hab' auch so eines und manchmal frage ich mich, wozu? Die Papierwerbung werfe ich vom Briefkasten aus gleich in die Papiertonne aber die Radio und TV-Werbung kann man nicht unbedingt ausblenden und ich empfinde es immer schlimmer.
Ich halte es mit Joachim Ringelnatz "Schenke gediegen ..."
Hab eine gute letzte Adventswoche!
Lieben Gruß, Christine

Jutta.K hat gesagt…

Richtig schenken ist eine Kunst.
Man muss sich Gedanke machen über seinen Gegenüber, was liebt er, welche Hobbys pflegt er und und und.
Denn Geschenke sollen eigentlich von Herzen kommen und dem Anderen zeigen, dass man sich um seinetwillen für Gedanken gemacht hat zum Fest der Liebe.
Könnte vielleicht auch ein Bügeleisen sein...? ;_)
Aber diese übertriebenen Werbungsflut, die uns jedes Jahr immer wieder aufs Neue überflutet, ist schon gewaltig und nervt!
Eine schöne Adventswoche wünscht dir
Jutta
Danke für deine Kommentare bei
"Gedankensplitter" Ich habe dir nochmal drauf geantwortet.

Pünktchen hat gesagt…

Seit Jahren geht mir der ungebrochene Konsum unserer Gesellschaft auf die Nerven. Immer mehr, immer billiger(nicht nur zur Weihnachtszeit!) - oder so ähnlich. Als wir letztes Jahr in einem Kaufhaus waren, gab es dort eine riesige Menschentraube, weil man dort supergünstig Bratpfannen erwerben konnte. "Supergünstig" hat Magnetwirkung. Es ist davon auszugehen, daß jeder Haushalt über eine Bratpfanne verfügt. Aber noch eine zu supergünstigem Preis... also, da wäre man doch blöd, wenn man nicht zulangen würde... Die Söhne konnten erst garnicht begreifen, daß ich mich nicht in diese riesige Schlange mit eingereiht habe. War guter Anschauungsunterricht an diesem Tag.