Mittwoch, 11. Dezember 2013

Nordic Ice Design

Eine Stadt aus Eis: Das Skulpturenfestival in Harbin (China) 2011

Die Chinesen machen es und die Japaner, die Kanadier und Finnen, dem Wintereis eine künstlerische Seite abgewinnen. Skulpturen sind der Renner. Die Gunst der Besucher hat die Künstler zu Höchstleitungen angetrieben. 


Eisfestival in Harbin 2011
Die Idee an sich, Eis als Gestaltungselement zu verwenden, finde ich schön. Seit 1989 gibt es das auch in Jukkasjärvi in Nordschweden. In Jukkasjärvi, nördlich des Polarkreises, lässt sich im Winter die Sonne mehrere Wochen nicht sehen. Da bringen Eisskulpturen "Leben" ins Städtchen, dachten die Bewohner und schufen ein Eiskunst-Festival. Die Rechnung ging für die Einheimischen auf, von denen ein Teil im Tourismus Geld verdient und für die der Winter "Sauere Gurkenzeit" war.

Doch die Geschichte wurde eine ganz andere. Die Eisskulpturenkunst trieb nämlich eine besondere Blüte. Im Ausstellungs-Iglu des Festivals übernachteten damals einige Gäste. Die Idee des ersten Eishotels war geboren. Seitdem werden Jahr für Jahr aus dem Eis des nahen Torneälv (Grenzfluß zwischen Schweden und Finnland) Blöcke für den Neubau geschnitten. Zuerst hatte das Hotel besagte Igluform. Später wurde es mit ausgefeilteren Techniken im Sprühnebelverfahren und vorgefertigten Formen ständig erweitert.

Jahr für Jahr entsteht das Eishotel neu und jedes Jahr sieht es ein wenig anders aus. Es ist ein Kunstwerk mit Kunstwerken, in dem sich Künstler von überall die Türklinke in die Hand geben. Eisdrachen, Eismobiliar, so klar wie geschliffenes Glas und ganze Traumlandschaften schmücken die Innenräume. Skulpturen gibt es auch zu bestaunen. 


Eisfestival in Harbin Nordchina 2011

Ob Eis im Glas oder Glas aus Eis, die Vielseitigkeit hat Ideen sprießen lassen. Als ich im vergangenen Winter eine Eislaterne von meiner Nachbarin geschenkt bekam, war ich "Feuer und Flamme ... Eis! Vor ein paar Tagen hat mir die gleiche Nachbarin die dazu gehörige Form vom Stockholmer Weihnachtsmarkt mitgebracht. 

Und wenn Frau nicht warten will, bis der Winter wieder ein Winter ist, muss eben der Gefrierschrank herhalten: Eine Eisskulptur in bescheidenem Umfang zwar, aber eine höchst vergnügliche Angelegenheit.




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Kommentare:

amselgesang hat gesagt…

Deine Eislaterne gefällt mir ja noch viel besser als die chinesischen Eispaläste, so gigantisch die auch sein mögen. Schade, dass sie beim Leuchten schmilzt. obwohl... dann macht man sich eben eine neue.. :-)

Yael hat gesagt…

Echt wunderschoen Dein eisiger Kerzenhalter.

In diesen Eishotels, da friert man sich doch zu Tode, oder? Schoen aussehen tut's ja!

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

wie das funkelt und bunt wirkt die Eisstadt total toll, so auch deine Eislaterne wie schön sie wirkt im Lichtschein.Ein Wetter bei uns ist es jetzt wieder kühler abe rgestern hatten wir so warm fast wie Frühlinganfnag schon!


Gruss Mondgucker

Pünktchen hat gesagt…

Deine Eislaterne sieht wunderschön aus. Viel schöner als die Eispaläste - da muß ich Brigitte recht geben.Etwas Licht, gefrorenes Wasser und filigrane Pflanzen: fertig ist eine zauberhafte Lichtquelle... Lieben Gruß.

Cux-Nachtfalke hat gesagt…

Dein Kunstwerk ist Dir gut gelungen. Ganz toll.
Von Elke wolltest Du die Anleitung haben. hier kannst Du sie Dir als PDF runterladen.
Viel Spass.

Viele Grüße
Nachtfalke