Sonntag, 5. Januar 2014

Bei den 7 Zwergen

Ich bin dabei die alte Heimat neu zu entdecken! Die alteingesessenen Mitwanderer sind gerne bereit, Sehenswertes in die Routen einzubauen. Sie teilen mein Natur- und Kulturinteresse.

Im Fichtelgebirge gibt es viele verwunschene Orte, die im Sommer sicher ihren Besucherstrom anziehen, aber im Winter? An einem Tag wie diesem, mit Grau in Grau und zeitweiligem Nieseln gehören einem diese Zauberorte fast alleine.



Wegweisend war heute der Epprechtstein, eine Bergkuppe mit ein paar hundert Höhenmetern. Seine Krönung ist die Burgruine. Er zählt zu den kleineren Erhebungen dieses Mittelgebirges. Da ich in der gleichnamigen Straße gewohnt habe, ist es Ehrensache, Wissenswertes aufzufrischen. Und es gibt viel zu sehen!


An die fünfzehn Steinbrüche sind auf einer Tafel aufgezählt, in denen rund um den Berg Granit abgebaut wurde. Jede kleinere Ortschaft hat ihren Stein verarbeitenden Betrieb. Granit wurde und wird immer noch in großen Mengen gebraucht. Die Randsteine der Straßen vielerorts sind aus dem harten Ur-Gestein, Grabsteine und Wassertröge.


Auf unserem Weg heute, einem angenehmen Rundwanderweg, stieß ich eher zufällig auf einen dieser Steinbrüche, der vor langer Zeit aufgegeben wurde. Die tiefe Wunde in der Erde ist bis zum Rand mit Wasser gefüllt, die Seiten teils mit Mauern aus Steinquadern gestützt, die senkrecht ins Wasser abfallen.




Der Wald kommt auf allen Seiten so dicht wie möglich heran. Die Natur hat sich dieses Refugium zurückerobert und lässt nur dieses "Wasserauge" zurück.


Mich würde nicht wundern, wenn hier plötzlich die 7 Zwerge um die Ecke kämen. Silber findet man nämlich im Fichtelgebirge auch. 

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Kommentare:

Junischnee hat gesagt…

Wie schön doch die Natur sein kann, wenn sie in Ruhe dem Frühjahr entgegensieht. Genau wie sie brauchen auch wir Menschen eine Zeit des Innehaltens und dann die Hoffnung auf den neuen Frühling (vor dem aber ganz sicher noch ein heftiger Wintereinbruch kommt *ggg*. Ich wünsche Dir noch eine schöne Zeit in der alten Heimat, lieben Gruß, Christine

Yael hat gesagt…

...hinter den sieben Bergen? :-)
Soooo schoene Fotos!

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
schöne Wanderung. Solche Felsenformationen gefallen mir auch sehr. Ich habe sie schon eine Zeitlang auf meiner Ideenliste stehen, zumal das Siebengebirge in unserer Nähe vulkanischen Ursprungs ist.

Gruß Dieter

amselgesang hat gesagt…

Solche aufgelassenen Steinbrüche haben es mir schon immer angetan. Es sind wirklich verwunschen anmutende Landschaften, die da im Laufe der Jahrzehnte oder Jahrhunderte entstanden sind. Hier in der Nähe gibt es auch so einen kleinen Steinbruchsee, der sieht sehr ähnlich aus wie der von dir gezeigte. Leider, leider gehört er einem Anglerverein und ist deshalb eingezäunt... :-(
Dir noch schöne Tage und eine gute Heimreise gen Norden!
Brigitte

Spottdrossel hat gesagt…

Grüße nach bayerisch-Sibirien ;-) - wir hatten Berufsschule in Selb, daher kenne ich das Fichtelgebirge.