Donnerstag, 9. Januar 2014

memories - Natur zum Wundern


Der Zahn der Zeit ist härter als jedes Gestein.

Es brauchte trotzdem Jahrmillionen, bis aus dem Variskischen Hochgebirge, das sich im Erdaltertum über ganz Europa streckte, Mittelgebirge wurde. Das Fichtelgebirge ist ein kleiner Teil davon.

Die Erde war nie tot. Heute noch wälzt sich in ihrem Inneren glutflüssiges Magma. Durch mächtige Vulkanschlote oder Erdspalten sucht es seinen Weg nach oben. Der blaue Planet steht ständig unter Druck.

Auch im Erdaltertum stieg Lava durch Falten und Klüfte des Variskischen Hochgebirges nach oben, ohne jedoch an die Oberfläche zu gelangen. Sie blieb stecken. Aus diesen flüssigen Gesteinsmassen des Erdinneren wurde Granit. (von lat. granum= Korn)
Die Abkühlung der Lava dauerte unterschiedlich lang, weshalb es unterschiedliche Granitarten gibt.
Die feinkörnigen erkalteten rasch, die grobkörnigen entstanden bei langsamer Abkühlung. Zu dieser Unterscheidung spielen die daneben vorhandenen anderen Gesteinsarten des Gebirges eine Rolle. In einer chemischen Reaktion schimmern Schiefergesteine des Kösseinegranits bläulich. Eine Granitart, die selten und deshalb besonders wertvoll ist.

Und vielleicht beißt bei der folgenden Frage mancher auf Granit :-) : ...  Ist das Bild unten eine Satellitenaufnahme des Fichtelgebirges oder ... 


... Granit mit dem mikroskopischen Auge gesehen? Für mich ist es so oder so ein kleines Wunder der Natur!

eine Art von memories und nach einer Idee von Brigitte von "amselgesang".

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Kommentare:

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
interessantes Thema. Auf meiner eigenen Ideenliste schiebe ich vor mir her, mich mit den Vulkangesteinen im Siebengebirge und in der Eifel zu befassen. Schön, dass Du Dir die Gesteinsformationen im Fichtelgebirge im Detail angesehen hast.

Gruß Dieter

amselgesang hat gesagt…

Diese Art memories reicht allerdings in ganz andere Tiefen der "Erinnerung" hinab als meine Kindergeschichten...
Es ist schon immer wieder faszinierend, wie sich im ganz Kleinen das Große spiegelt oder umgekehrt: Mikroskope lassen winzige Gesteinskrümel wie Kontinente wirken oder machen aus Milben Monster, feste Materie wird im Bereich der Elementarteilchen zu einer Art Universum mit viel leerem Raum zwischen den Atomen und so weiter. Die alltäglichsten Dinge werden zum Wunder, wenn man sie mit anderen als den Alltagsaugen betrachtet...

Jutta.K hat gesagt…

Interessante Beschreibung der Gesteine, hier des Granits.
Und ich nehme mal stark an, dass es sich um eine mikroskopische Aufnahme handelt, stimmt´s?
Aber du hast Recht, die Natur und alles was damit zusammenhängt kann man sehr´wohl als Wunder bezeichnen.
Liebe Grüße
Jutta