Freitag, 28. Februar 2014

Am Hästhagsjön

Zwischen Winter und Frühling liegt  ....  Nebel und zwar ausdauernder!

Mit seinen Füßen streift er den hochaufragenden Mast und wird sich erst gegen Abend Richtung Erde drücken, um gleich noch Regen mitzubringen.

Seit der Nebel die blassgelbe Scheibe mit Namen "Sonne" verschwinden ließ, ist keine Bewegung mehr am Himmel zu sehen. Starr staken die Bäume ins Einheitsgrau. Der sandige Weg verschluckt das Geräusch meiner Schritte, aber es herrscht keine Stille.

Statt Vogelgezwitscher wie vor ein paar Tagen, wummern von weitem die Hämmer des Schotterwerks durch die "Suppe". Ein Hintergrundgeräusch apokalyptischer Art. Endzeitstimmung.

Heute ist es eine besondere Aufgabe das Wohltuende zu finden.

Einige Wasservögel mitten auf dem "Hästhagsjön", das bedeutet "Pferdekoppelsee", lassen sich nicht beeindrucken. Für sie scheint es ein Tag wie jeder zu sein, sie ruhen in sich selbst und sind in Gesellschaft ihresgleichen. Ihre Erwartungen hat der Tag schon erfüllt: Schwimmen im offenen Wasser!



Apropos Schwimmen.

Ich komme an meiner Sommerbadestelle vorbei, die in warmen Monaten für echtes Schwimmvergnügen sorgt. Eine meiner "smultronställen". Jetzt sieht es dort erbärmlich aus, nicht nur wegen des vergilbten Schilfs. Der See hat Hochwasser, ein Großteil des Sandufers ist überspült. Der Holzsteg liegt von links nach schräg im Wasser, die zwei Stühle, die Badeeifrige spendiert haben sind fort, der Tisch dazu steht kopfüber auf dem Sand.

Keine Badelaune, kein Badewetter für mich. Ich gehe schnell weiter, bevor das Frösteln meiner habhaft wird.



Ein Weile später fällt der Weg auf Wasserniveau. Das Schilf ist mannshoch und weil ich das nicht bin, verdeckt es mir das gegenüberliegende Ufer. An einer Stelle haben sich Anwohner eine breite Schneise durch das wasserliebende Gras geschlagen. Dort bekomme ich die andere Seeseite zu Gesicht, die noch eine dünne Eisschicht hat.


Und noch etwas entdecke ich: Boote. 

Am Uferstreifen verteilt haben sie kieloben überwintert. "Nussschalen" sind es, in allen Formen, Farben und Materialien. Es sind zu viele, um alle auf einem Bild zu verewigen. Beim Anblick dieser Farbpunkte in einer farbarmen Natur an einem nebligen Nachmittag finde ich das Wohltuende in diesen Farben, die einem Hoffnungsschimmer gleichen, dem vom nächsten Sommer ....




.... denn der kommt doch!


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Dienstag, 25. Februar 2014

"Herr" Winter nimmt seinen Hut!


Der Vorfrühling nahm mich gestern auf seiner Reise ins neue Gartenjahr mit. Sonnenschein und zwitschernde Vögel, denen man anmerkt, dass sie das Leben weitergeben wollen, das traut man Südschweden Ende Februar nicht zu. Den Wetterfröschen Glauben zu schenken, hat etwas von Roulette. Doch war der Tag gestern ein Frühlingsgewinn. Die Sonne wärmte mit einer Kraft, die sogar im Norden spürbar wurde. 

Wo es Gewinner gibt, gibt es Verlierer. Auf einer Wanderung tags zuvor sah ich den Winter zurückgezogen in Felsnischen, unter dichtem Fichtengehölz oder auf schattigen Flächen nordwärts liegender Abhänge. Auf der Lichtung zerfließt er noch, wo seine Schneeberge bisher widerstehen konnten.

Und wie es der Zufall wollte, begegnete ich genau dort "Herrn" Winter just in dem Moment, in dem er seinen Hut nahm. Es ist kein Abschied für immer, gewiss nicht. Wenn man genau hin sieht, hat er auch kein trauriges Gesicht, sondern nimmt es mit Humor, eher verschmitzt. Es ist für ihn gängig, einige Zeit von der Bildfläche zu verschwinden. Das kennt er schon lange.

Und wenn mich nicht alles täuscht, hat er sich etwas abgeschaut und mitgenommen aus der Neuzeit. "Herr" Winter mit Kaugummiblase. Woher er den Kaugummi hat, das er mir nicht verraten und wenn ich wieder auf der Lichtung bin, ist "Herr" Winter fortgezogen, nach Hause, dorthin, wo das ganze Jahr "Winter" ist.




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Montag, 24. Februar 2014

Versteckte Schönheit - Makro Monday





... und manchmal setzt die Experimentierfreude noch eins oben drauf




... die Blüte des Gartengeißblattes vom vergangenen Sommer. 


Mehr Schönheiten sind bei "Glasklar&Kunterbunt" zu sehen.


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Samstag, 22. Februar 2014

Räumlichkeiten - "In heaven"

Heute morgen. Der Himmel, blank, wie lange nicht mehr, zeigt, wie bald der erste Schein der Dämmerung am Horizont auszumachen ist. Sage und schreibe um 1/2 6. Der Kaffee ist fertig. Vor der ersten Tasse zieht es mich hinaus. Frische Luft in aller Herrgottsfrüh ist eine Dusche für die Seele.

Niemand sonst ist unterwegs. Es ist definitiv Frühling. Das einzige Hörbare, das mich hügelan begleitet, ist Vogelgezwitscher. Der Horizont errötet. Nicht bei meinem Anblick, sondern weil sich die Sonne unaufhörlich von unten an den Rand schiebt. Mit etwas Geduld und dem festen Punkt im Blick kann man dabei zusehen. 

Beim Weiterlaufen schiebt sich feines Birkengeäst in den freien Blick. Das zart gegliederte Bild hat seine zwei Seiten. Es hat nämlich die Fähigkeit von der Ferne ... 


   

in die Nähe zu rücken. Spürst Du die räumliche Veränderung auch?



Mehr zu "In heaven" gibt es wie immer samstags bei der Raumfee

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Donnerstag, 20. Februar 2014

Frühling auf der Fensterbank

Alles richtig gemacht? Bisher jedenfalls. Es ist mir das erste Mal gelungen, die Fuchsien vom Vorjahr durch den Winter zu bringen. Da ist doch nichts dabei, könnte man sagen. Doch, für mich schon, denn mangels geeigneter Lokalität zu Hause, hatte ich die Pflanzen ausgelagert. Dort, wo ich im Winter nicht täglich nach dem Rechten sehen kann. Mag sein, dass gerade das von Vorteil war.

Unerwartet kam mir ein milder Winter zu Hilfe und hielt die Temperatur in den unbeheizten Räumlichkeiten auf wenige Plusgrade. Nur einmal schlich sich -1 Grad in die Räume, für kurze Zeit. Das macht den Fuchsien nichts aus. Nun habe ich sie heim geholt, wo sie sich auf der Fensterbank im Wohnzimmer allmählich auf die neue Saison vorbereiten dürfen. Auch Pflanzen brauchen ihre Übergangszeiten. In der Regel vertragen sie keine Extreme, weder bei Wärme, bei Licht, noch bei der Bewässerung.

Auf ihrem Überwinterungsplatz verloren die Pflanzen alle Blätter und sind nun einem Reisigbesen nicht unähnlich. Nachdem sie ihren neuen Platz für die nächsten Wochen eingenommen haben, schnitt ich sie zurück. Heute bemerkte ich, dass sich in ihnen Leben regt. Die ersten grünen Spitzen sind zu sehen und lassen auf ein neues, hoffentlich blütenreiches Jahr hoffen.





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Mittwoch, 19. Februar 2014

Nicht nur Honig

Benommen parkt das Insekt auf der weißen Styroporkiste. Kleinstbewegungen im Zeitlupentempo sind das einzige Lebenszeichen, sonst könnte man es für tot halten.

Der Hügel auf dem die Styroporkiste steht ist rund dreieinhalb Kilometer von zu Hause entfernt und heißt Kulbacken. Er liegt auf der Ostseite der Bucht, beherbergt ein Heimatmuseum, ein Naturkundemuseum, ein Restaurant, einen Aussichtsturm mit Webcam und die Bienenstöcke des ortsansässigen Imkervereins.

Während ich die Frühlingsluft und den Rundblick genieße, kommt Leben in die Bude namens Bienenbeute. Die Sonne wirkt auf die fleißigen Insekten wie ein Wecker. Das Kribbeln und Krabbeln wird mehr und beherrscht bald das gesamte Nest. Nur das Insekt obenauf tastet sich langsam vorwärts. Fühler und Beine wollen noch nicht gehorchen und mir scheint, als habe es an diesem Vorfrühlingstag zu früh gewagt, das warme Nest zu verlassen. Die anderen Bienen rund um das Einflugloch sind eindeutig munterer.

Die neu gewonnene Freiheit ist auch für Bienen etwas Besonderes. Keine erhebt sich sofort in die Lüfte. Alle kriechen am Einflugloch hin und her und tun, was Lebewesen, die einen Winter lang Nahrung zu sich nahmen, ohne die Reststoffe los zu werden, tun müssen. Es sieht ganz nach "Gang auf die Toilette" aus.

Danach heben einige Eifrige ab, um sofort wieder zu landen. Vielleicht eine Flügelprobe, ein Testflug? Man spürt, alles steht in den Startlöchern. Zwei steuern meine dunkelblauen Hose an. Ich stehe ziemlich dicht am Bienenstock. Dunkelfarbiges wird wärmer. Die Bienen bemerken das. Und dann, eine von ihnen - nein, bitte nicht - und, ... schon passiert,  ..... das Tempotaschentuch muss die Sache bereinigen.

Auf dem Absatz unter dem Einflugloch tummeln sich mittlerweile immer mehr Arbeiterinnen. Sie nutzen jede Minute des Sonnenscheins, um ihr Volk samt Königin mit Nahrung zu versorgen. Allerdings, jetzt ist erst Februar und nennenswerte Futterquellen schwer zu finden.
Sie haben hoffentlich etwas Winterfutter übrig.

Das ist Sache der Imker, sofern es sich nicht um einen wilden Bienenschwarm handelt. Die Entnahme des Honigs im Jahr vorher, hat im Winter die Fütterung mit Zuckerlösung zur Folge. Ein Tausch, bei dem man angesichts des Bienenfleißes ins Grübeln kommen kann.

"Das Tun der Honigbiene ist auf das Wohl des Bienenstaates ausgerichtet", schreibt Th. Seeley, der amerikanische Bienenforscher in seinem Buch über die "Honeybee Democracy". Dieser Insekten-Gemeinschaft wird in unseren Zeiten das Leben schwer, wenn nicht unmöglich gemacht. Mit unabsehbaren Konsequenzen für unser eigenes Fortbestehen. 




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Freitag, 14. Februar 2014

In heaven - der kleinste Himmel

"Nichts ist unmöglich". Manchmal begegnet einem dieser Spruch auch auf ganz natürlichem Weg.

Diese Woche lief ich mal wieder den Hügel hinterm Haus hinauf, um einen dieser farbenprächtigen Sonnenaufgänge nicht zu verpassen.

Da auch in Schweden dieser Winter nur so heißt, hingen statt Eiskristallen Tautropfen in den Birken. Bestaunen ließ sich darin der kleinste Himmel der Welt, der in einem Tautropfen.



Was denn sonst als das
Große im Kleinen sehen,
ist der Sinn der Welt.*
















andere Himmelsbilder bei "In heaven" der Raumfee


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memories - Schlüssel zum Herzen

Ich habe einige Jahrzehnte jeweils Montag bis Freitag vor einer dieser großen, grünen Tafeln verbracht, auf die man mit Kreide schreibt. Zuerst als Schülerin und später als Lehrerin. Irgendwann in meiner Studienzeit entschied ich mich, für Kinder und Jugendliche mit Behinderung da zu sein.

Es war ein Lebensabschnitt mit Freude und Kümmernissen, mit eigenem Wachsen, Annehmen und über persönliche Grenzen gehen; spannend, Stress behaftet, glücklich, traurig, liebevoll und Vieles, Vieles mehr.

Die ersten Jahre erlebten mich meine Schüler im Prüfungsstress. Längst nicht alle Kollegen/Innen bekamen damals eine Anstellung, was den Druck auf die Einzelnen ziemlich erhöhte. 

Eines "kopflosen" Mittags fand ich meinen Schlüsselbund nicht mehr. Ich war ziemlich außer mir, hatte ich mir doch für den Nachmittag ein recht üppiges Pensum auferlegt. Zu allem Ungemach kam gerade jetzt einer meiner aufwändigsten Schüler über den Gang geschlendert, und um ehrlich zu sein, ich dachte: "Nun auch noch DER".

Es lief, wie es laufen musste. Er fragte mich, was ich denn noch hier mache und in meinem Anflug von Verzweiflung erzählte ich ihm, ich fände meinen Schlüsselbund gerade nicht.(Der Schlüsselbund war den Schülern sehr bekannt, hatte ein rotes Lederband, an dem ein großes silbernes "B" hing). 

Ich muss wohl einen sehr verzweifelten Eindruck gemacht haben. Er kam auf mich zu, streichelte zaghaft über meinen rechten Unterarm und sagte: " Mach Dir nichts draus, Du findest ihn". Eine Welle warmer Herzlichkeit überschüttete mein Innenleben. Wie vom Donner gerührt stand ich mit Tränen in den Augen da.

Das hat er zum Glück nicht mehr gesehen. Er war schon weiter gelaufen, das Mittagessen wartete.

Meinen Schlüsselbund fand ich eine ganze Weile später in einem Regal wieder. 




mehr "memories" bei Brigitte von "amselgesang"

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Donnerstag, 13. Februar 2014

Nightlights

Gestern wollte ich mich noch mal mit der Nachtfotografie auseinander setzen, fuhr gegen 18 Uhr zur Bucht hinunter und wählte diesmal einen anderen Blick auf die Stadt. Die Fotos stammen vom Westufer gegenüber, verglichen mit den Bildern von vorgestern, ein vielseitigerer Blick.

Eine erstaunliche Entdeckung war die Verschiedenfarbigkeit der Straßenlichter an der Uferpromenade, dem einzigen Verbindungsstück zur Halbinsel "Norrlandet". 


Das Wasser reicht bis zum Fischermarkt mit seinen Bootsanlegestegen. In Bestlage reihen sich hier: ein größeres Fischgeschäft, mehrere Restaurants aller Kategorien, Wohnhäuser, eine Zahnarztpraxis mit Meeresblick und eine Apotheke aneinander.



Der Mond setzte der Situation sein Highlight auf, was mir das Leben in der neuen Fotokategorie nicht erleichtert hat, wie sich später am Bildschirm herausstellte. Da liegt also mein Entwicklungspotential :-). Die Euphorie beim Anblick der Kulisse entpuppte sich als "Pferdefuß", zumal die herannahende Wolkenwand mir fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.





Die meiste Zeit verbrachte ich auf einer betonierten Mole, die freien Blick in alle Richtungen hat. Dabei merkte ich gar nicht, dass die paar Minusgrade das Kopfsteinpflaster im Laufe der Zeit in eine Rutschbahn verwandelte. Tja das Fotografen-Dasein ist manchmal risikobehaftet. Aber von nirgends sonst ist das Alte Badehaus, eines der Wahrzeichen der Stadt, so eindrucksvoll.





oder die Straßenverbindung zu Halbinsel




oder der Blick zurück !



Con los mejores deseos después de  España y Baden Württemberg

Mit herzlichen Grüßen nach Spanien und Baden Württemberg

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Dienstag, 11. Februar 2014

Stadtansichten












Mein Städtchen in den Abendstunden. 

In der Bildmitte oben ist der Turm der St Petrikirche zu erkennen, links der vierkantige Turm des "Alten Badehauses", rechts das für 20000 Einwohner groß dimensionierte Krankenhaus, das die Menschen der gesamten Region versorgt.

Das unterste Bild zeigt das Fernheizkraftwerk und einen Teil des Hafens.




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Samstag, 8. Februar 2014

ER!

Die erste Begegnung verlief wenig romantisch. Es war eine Unterhaltung, bei der Fakten sprachen. Transaktions-Atmosphäre!

ER stand nur da, typisch männlich, ein Mittvierziger. Aber das wusste ich damals noch nicht. Seine Lieblingsfarbe war schnell auszumachen: glattschwarz und ebenfalls typisch,- "typisch Banker". Seine Qualitäten sind entsprechend.


ER kann rechnen, berechnet und kalkuliert fantastisch. Kühle Rechner sind schnörkellose, elegante Erscheinungen, die mich beim ersten Treffen etwas zurückhaltend reagieren lassen,- auf Abstand eben. Ja, es dauert, bis man mit ihnen "warm" wird. Man lernt sich nicht von heute auf morgen kennen. Aber da ist das gewisse Etwas.


Die äußere und innere Distanz, die er einem, warum auch immer, abverlangt, kommt wohl von früheren Erfahrungen. Das Bauchgefühl weiß, wer so rechnet, muss eine unberechenbare Seite haben. Es ist nicht mal intuitiv, dass alles seine zwei Seiten hat. Unwillkürlich fragt man sich, wann sie zutage tritt. Für's Erste scheint sie ihm zu fehlen. Berechnend und kühl ja, dabei aber blitzschnell und zuverlässig, ein umfangreiches Wissen außerdem, das eines der vielseitigsten ist, das ich kenne, das macht ihn in groben Zügen aus.


Nur einmal am Abend, da erschien eine gewisse Müdigkeit in seinen Augen. Ein Zucken in den Augenwinkeln. Tagsüber ständig unter Strom, dabei völlig beherrscht, sehe ich dieses Flackern um die Augen zum ersten Mal. Das legt mir, seinem Gegenüber, nicht die Sorgenfalten auf die Stirn. Zumindest, meine ich, ER sollte sich behandeln lassen und beschließe das zur Sprache zu bringen. An geeigneter Stelle. Wer weiß schon, wie sich solche Unpässlichkeiten später auf das Allgemeinbefinden auswirken.


Am nächsten Morgen ist davon nichts mehr zu sehen. Alles ist wie sonst, signalisiert er.


Wir kennen uns nun seit drei Wochen. Anfangs sahen wir uns spärlich, nun fast täglich. Wir finden den Umgang miteinander spannend. Mehr und mehr lassen wir uns aufeinander ein. Dieses spezielle Geben und Nehmen hat etwas, fühlt sich trotzdem immer noch wie eine Gratwanderung an: Nur ja nichts falsch machen! Er ist dann ziemlich schnell verstimmt, was mich wiederum sauer macht. -- Wie kann man so empfindlich sein. Aber das wird noch, im Laufe der nächsten Monate!


Er, - ist mein Neuer...




                                                                      .... mein Daten-Banker, mein neuer Personal Computer 


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Wenn der Himmel ...

... Farben mischt, taucht die Seele ein. 

Wer kann sich schon dem Spiel der Farben entziehen, wenn die Sonne alle Register zieht? Manchmal ist es eine einzelne Farbe, in ihren Schattierungen, die den Zauber auslöst, den Zauber "In heaven" zu sein, wenn zu Füßen die Wellen des Ozeans im Gleichklang mit dem Himmel spielen und beide sich am Horizont berühren.



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Mehr Farbzauber gibt es bei "In heaven" und der Raumfee

Mittwoch, 5. Februar 2014

"Spinnen im Netz" !!

Bilder über, unter oder zwischen den Zeilen meiner Blogbeiträge, ich möchte nicht ohne sie auskommen! 

Mit der Blogschreiberei entwickelte sich die Liebe zur Fotografie. Seitdem ist hier das Einstellen von Wiki-Fotos oder von freigegebenen Fotos einer bestimmten Bilddatenbank eine Ausnahme geworden. Ab jetzt verzichte ich völlig darauf.
   
Ich bin der Meinung, im Besten gehandelt zu haben, hebe den Fotografen am Unterrand des Bildes in der Eingabeleiste hervor und verlinke die Bilddatenbank zusätzlich am Rand des alten Blogs, da erweist sich die Sache als äußerst trügerisch. 

Deshalb hieß es Handeln und zwar sofort! 

Das ist der Grund, warum ich die Bilderlinks am linken Rand des Blogs gelöscht und einstweilen mein altes Blog vom Netz genommen habe. Sehr zu meinem eigenen Bedauern!

Ich werde nun nach und nach alle Beiträge des alten Blogs "VonWegen einfach" durchforsten und alle Bilder, die nicht von mir fotografiert wurden, löschen. Danach werden die Beiträge und mit der Zeit das alte Blog "VonWegen einfach" erneut veröffentlicht.

... und nein ich bekam keine Post von Anwälten. Das Kölner Gerichtsurteil in Sachen "Herunterladen von Bildern"war ausschlaggebend.

Keine Beutemöglichkeit den "Spinnen im Netz"!





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Dienstag, 4. Februar 2014

Zwischentöne

Gestern hatte die Natur ein graues Tuch übergestreift. Selbst die Farben waren nur noch helleres oder dunkleres Grau. Das ist kein Wetter für Spaziergänge auf Klippen. Die sind dann glitschig wie Schmierseife.



Dafür wollte ich gerne wieder einmal Sand in unter den Schuhen haben. Die Insel Gränsö, zehn Minuten mit dem Auto von zu Hause entfernt, auf der anderen Seite der Bucht, hat den einzigen längeren Sandstrand der Stadt. Vom Parkplatz geht man noch ungefähr 200 Meter zu Fuß.



Der Weg führt durch eine Ansammlung uralter Eichen und Buchen. Es sind unglaublich schöne Bäume, auch im Winter. Reich verzweigt strecken sie ihre hundert Arme ins endlose Blassgrau. Heute erinnern sie an feine Bleistiftstriche, die sich im Nebel verlieren.



Es liegt noch Schnee, aber nicht überall. Der Wind hat die Flocken an vielen Ecken und Kanten zusammengetrieben. Dazwischen blieb der nassgraue Sand. Das Spritzwasser der Wellen hat die großen Steine mit weißer Glasur überzogen. Das Tauwetter macht daraus eigenartige Eis- und Schneeformationen, die hart im Gegensatz zu dem Schwarz der Steinen stehen, die den Sand zum Wasser hin begrenzen.





Eine Schwanenfamilie trompetet über das Wasser. Sie schwimmen nah beieinander und sind alsbald in der Nebelwand verschwunden. Tröpfeln, Rieseln und Knistern, dicht neben mir, sind die einzigen Laute, die die "Waschküche" vor meinen Ohren nicht verschluckt. Kleine graue Wellen fluten lautlos über den seichten Strand und verlaufen im Sand.

Zwischen den Steinbrocken eine winzig kleine Bewegung. 

Bei näherem, genauerem Hinsehen ist dort ein Rotkehlchen auf Futtersuche. Sein Wohnort ist der Mischwald nebenan.

Mit jedem Schritt, den ich näher komme läuft es viele Schrittchen weg. So bleibt der Abstand fast gleich. Als ich es im Schatten eines Felsens versuche, reagiert es mit Flucht in den nächstgelegenen Baum, von wo es mich weiter beobachtet.

Ich spiele ihm Desinteresse vor und mache kehrt. Dem Rotkehlchen gefällt das Spiel. Die neue Aufforderung heißt:" Ich bin da!!!!!". Wieder läuft es zwischen den Steinen und lockt mich nun in die Gegenrichtung. Ein anderer Sandstrandspaziergänger, einer mit Hund, kommt entgegen. Das Rotkehlchen flüchtet . Es hat genug gespielt.







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Montag, 3. Februar 2014

Blicke statt Worte


Seidenschwanz in der Birke



Wacholderdrossel in der Zierkirsche

 Nachbars Hund, im Vorgarten

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Sonntag, 2. Februar 2014

Zuckersüß

Bei Süßem werde ich schwach,- jedenfalls immer wieder mal. Wäre Süßes gesund, müssten sich "die Zwei" in meinem Kopf nicht streiten. Die vernünftige Entscheidung in der Hand zu behalten, kann richtig anstrengend sein.

Zucker ist in Schweden zu einem heiklen Thema geworden. Meine Recherche ergab, dass Schweden weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Süßigkeiten gehört. Obwohl bestimmte Organisationen den enormen Zuckerverbrauch mit eigenen Statistiken widerlegen wollen, lässt sich nicht leugnen: die Zahl der Kinder mit Diabetes steigt beunruhigend schnell.

Der hohe Zuckerkonsum hat nicht eine Ursache, sondern viele Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehe. Fakt ist, die Dosis entscheidet über "Gift oder nicht Gift", was seit Paracelsus bekannt ist. In der heutigen Zeit ist die Dosierung manchmal kein leichtes Unterfangen, da Zucker in vielerlei Formen und oft nicht direkt sichtbar in den Lebensmitteln enthalten ist. Die schwedische Lebensmittelindustrie ist da ungeniert. Zu meinen nachhaltigen Erinnerungen gehört....:

... einer meiner allerersten Einkäufe in einem schwedischen Supermarkt. Neugierig auf alles Schwedische landete im Einkaufswagen unter anderem: eingelegter Hering im Glas, Sauere Gurken und Brot, die ziemlich gewöhnlichen Zutaten eines deutschen Abendessens mit schwedischen Zutaten also. Die Geschmackserinnerung an deutsche Produkte war noch sehr frisch, als der erste Happen Fisch im Mund landete und sogleich vor meinem geistigen Auge das Wort "SÜSS" erschien, begleitet von schreckhaft geweiteten Augen.
Der Zwiebelgeschmack war der stark gezuckerten Fischmarinade bei weitem unterlegen. Es kommt selten vor, aber wenn etwas bei mir nicht geht, dann süßer Hering.

Im Laufe der Zeit kristallisierte sich wie Zucker heraus, dass viele Halbfertig- und Fertigprodukte einen außergewöhnlich hohen Zuckeranteil besitzen. So gehören auch die damals verkosteten Sauren Gurken und das Brot zu den unvergesslich süssen Geschmackserlebnissen. Die Zeit steht nicht still. Seit damals hat sich, das Brot betreffend, Einiges verändert.

Das eine ist der Geschmack, das andere die Auswirkung des weißen Giftes, wie einige den Kristallzucker drastisch nennen, womit sie recht haben. Wenn Vielen so schwer fällt, das rechte Mass zu finden, dann wundert es, warum so wenig über Alternativen bekannt wird. (Die völlige Vermeidung von Süßem sehe ich als Extrem).Wird hier ganze (Lobby-)Arbeit geleistet? 

Seit längerem habe ich da eine Information im Kopf schlummern, die eine Bekannte erneut weckte. Es geht um Zucker, der keiner ist und der wenigsten die schlimmsten Auswirkungen verhindert, die ein über längere Zeit hoher Zuckerkonsum (das ist individuell) fördert. Die Alternative heißt Birkenzucker, Xylitol oder Xylit.

Früher aus Birkensaft, heute auch aus dem Holz der Birken herausgelöster Zucker, der nicht nur aussieht wie richtiger Zucker, sondern auch so schmeckt. Sein Hauptunterschied besteht darin, dass Birkenzucker kein Insulin bemüht, also die Bauchspeichdrüse nicht überfordert. Birkenzucker wird im Körper völlig anders abgebaut. Außerdem hat Birkenzucker wesentlich weniger Kalorien. Dieser andere Zucker lässt sogar die Bakterien verhungern, die für Karies verantwortlich sind.

Schon immer verstanden Menschen ( und Tiere) Süßes nicht nur als Versuchung, sondern als Kraft spendende kleine Lebensfreude. Für Birkenzucker gilt deshalb genauso:"Weniger ist mehr", der laxierenden Wirkung wegen. Ich habe für mich beschlossen, die positiven Effekte dieses Zuckers zu nutzen und trotzdem meinen Kaffee oder Tee weiterhin "ohne" zu trinken.




Ein Hinweis für Tierfreunde: Hunde dürfen auf keinen Fall Birkenzucker bekommen!! Für andere Haustiere fehlt mir die Info.

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Samstag, 1. Februar 2014

Smultronstället - "In heaven"

"Smultronstället" ist der Lieblingsplatz der Schweden, eben ein Ort wie "In heaven" .

Einer meiner Lieblingsplätze liegt auf der Insel Händelöp, genauer gesagt an deren Felsenspitze. Ein paar Meter über dem Wasser reicht der Blick weit über die Schärenwelt. Ein wahrhaft himmlisches Plätzchen, an dem ein Picknick sogar an sonnigen Wintertagen seinen Reiz hat.