Freitag, 28. Februar 2014

Am Hästhagsjön

Zwischen Winter und Frühling liegt  ....  Nebel und zwar ausdauernder!

Mit seinen Füßen streift er den hochaufragenden Mast und wird sich erst gegen Abend Richtung Erde drücken, um gleich noch Regen mitzubringen.

Seit der Nebel die blassgelbe Scheibe mit Namen "Sonne" verschwinden ließ, ist keine Bewegung mehr am Himmel zu sehen. Starr staken die Bäume ins Einheitsgrau. Der sandige Weg verschluckt das Geräusch meiner Schritte, aber es herrscht keine Stille.

Statt Vogelgezwitscher wie vor ein paar Tagen, wummern von weitem die Hämmer des Schotterwerks durch die "Suppe". Ein Hintergrundgeräusch apokalyptischer Art. Endzeitstimmung.

Heute ist es eine besondere Aufgabe das Wohltuende zu finden.

Einige Wasservögel mitten auf dem "Hästhagsjön", das bedeutet "Pferdekoppelsee", lassen sich nicht beeindrucken. Für sie scheint es ein Tag wie jeder zu sein, sie ruhen in sich selbst und sind in Gesellschaft ihresgleichen. Ihre Erwartungen hat der Tag schon erfüllt: Schwimmen im offenen Wasser!



Apropos Schwimmen.

Ich komme an meiner Sommerbadestelle vorbei, die in warmen Monaten für echtes Schwimmvergnügen sorgt. Eine meiner "smultronställen". Jetzt sieht es dort erbärmlich aus, nicht nur wegen des vergilbten Schilfs. Der See hat Hochwasser, ein Großteil des Sandufers ist überspült. Der Holzsteg liegt von links nach schräg im Wasser, die zwei Stühle, die Badeeifrige spendiert haben sind fort, der Tisch dazu steht kopfüber auf dem Sand.

Keine Badelaune, kein Badewetter für mich. Ich gehe schnell weiter, bevor das Frösteln meiner habhaft wird.



Ein Weile später fällt der Weg auf Wasserniveau. Das Schilf ist mannshoch und weil ich das nicht bin, verdeckt es mir das gegenüberliegende Ufer. An einer Stelle haben sich Anwohner eine breite Schneise durch das wasserliebende Gras geschlagen. Dort bekomme ich die andere Seeseite zu Gesicht, die noch eine dünne Eisschicht hat.


Und noch etwas entdecke ich: Boote. 

Am Uferstreifen verteilt haben sie kieloben überwintert. "Nussschalen" sind es, in allen Formen, Farben und Materialien. Es sind zu viele, um alle auf einem Bild zu verewigen. Beim Anblick dieser Farbpunkte in einer farbarmen Natur an einem nebligen Nachmittag finde ich das Wohltuende in diesen Farben, die einem Hoffnungsschimmer gleichen, dem vom nächsten Sommer ....




.... denn der kommt doch!


***

Kommentare:

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Nach all dem Nebel kommt der Sommer - irgendwann. Schön, dass du uns mit dem letzten Bild noch mehr Vorfreude darauf bescherst. Ein fantastischer Ort - auch bei Nebel!
LG Martina

Kleine Waldameise hat gesagt…

Meine Seele bedankt sich ...

lieber Gruß,
Waldameise

schöngeist for two hat gesagt…

wie aufregend es ist diese Plätze mit dir an zusehen und zu erfahren was du im Sommer dort machst und aussieht!
So ergeht es mir auch wenn ich jetzt so sehe meine Wege und mir vorstelle wie es war in der warmen Jahreszeit.. und dann kommt ein freudiges Erwachen wieder das zu erleben.. da sieht man mal wieder wie es mit Nebel oder anderes Wetter ist!
Ich fand es intressant und muss sagen durch dass man weis es wird wieder anders werden macht selbet der Nebel freude!

Lieben Gruss Elke