Dienstag, 15. April 2014

Rückkehr ins "Paradies"









Jetzt ist es endlich soweit. Die Birken haben "Mauseohren". Das ist der Startschuss für so manche Gartenarbeit, weil es warm genug ist.


Die feinen weißen, mit einem zarten Rosaschimmer blühenden Rosen, bekamen ihren Frühjahrsschnitt. Mit einer Handvoll Dünger wurden sie in die kommende Blütensaison geschickt. Die Beete mussten vorbereitet werden, für Steckzwiebeln und Samen für Möhren und Schwarzwurzel und etwas später noch den Lauch.


So sieht die Rückkehr ins "Paradies" aus, auf das der Winter hoffentlich keinen Zugriff mehr nimmt. Sicher kann man im April und bis Anfang Mai natürlich nicht sein.

Während der Arbeitspausen sitze ich gerne auf einer Bank am Waldrand. Dort habe ich das Gelände gut im Blick, ein Ruheplatz, der den Namen wirklich verdient und von dem aus ich den Einzug der Tierwelt auf die Lichtung beobachten kann.

Ein Stück entfernt auf der Wiese hat die Forsythie die auffallend gelben Blüten geöffnet. Ihre Zweigen haben sich unter der Schneelast eines Winters gesenkt und spannen sich im weiten Bogen zu Boden. Darunter schimmert im Sonnenlicht etwas Bewegliches. Beim Näherkommen sehe ich die "alte Bekanntschaft" aus dem Paradies. Auch sie sind zurückgekehrt und nicht nur paarweise.












Obwohl so unterschiedlich in der Färbung sind das drei Ringelnattern. Das gewöhnliche Olivgrün mit den gelben Flecken am Kopf wird öfter auch zu Schwarz mit hellgrauem Bauch und gelben Kopfflecken. Jetzt findet die Paarung der Ringelnattern statt. Dabei umschlingen sich die Tiere. Sie sind lebendgebärend.
Die Pupillen der Nattern sind rund im Gegensatz zu den Ottern, die eine schlitzförmige Pupille haben. Ringelnattern sind ungiftig, aber etwas angriffslustiger.

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Kommentare:

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

diese Erzählung aus deinem Blickwinkel und unterstrichen mit den tollen Fotos hat mir sehr viel Freude gebracht.. es bringt einen sich das vorzustellen und mit fühlen... diese Schlangen geniessen auch die Wärme der Sonne so wie wir Menschen genauso!
Lieben Gruss Elke

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Schlangen, in welcher Form auch immer, zählen nicht zu meinen 'Freunden' und ich wäre sehr erschreckt, hätte ich sie plötzlich zu sehen bekommen.

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

oh, da freue ich mich für Dich, dass es nun auch langsam Frühling wird bei Dir und Du im Garten werkeln kannst.
Ich finde immer, da blüht man selbst auch richtig auf und ist gleich ein ganz anderer Mensch.

Ganz toll sind die Bilder von den Ringelnattern. Bis jetzt habe ich nur ein einziges Mal eine Blindschleiche vor die Linse bekommen. Es sind doch eigenlich auch ganz hübsche Tiere, wenn man sie sich mal richtig betrachtet.

Liebe Grüße
Jutta

Roswitha hat gesagt…

Deinen Ruheplatz kann ich mir nach deiner Beschreibung sehr gut vorstellen. Die Rose gefällt mir und die eindrücklichen Natternfotos auch. Weiterhin viel Freude beim Ruhen auf der Bank wünsche ich dir.

rheinland-blogger hat gesagt…

Hallo Beate,
habe Salat, Kohlrabi, Spitzkohl, Erbsen, Erdbeeren (s. heutiger Blog) in unseren Garten eingepflanzt. Schwarzwurzeln, Möhren usw. muss ich noch schauen. Macht jedenfalls sehr viel Spaß.

Gruß Dieter

amselgesang hat gesagt…

Das stelle ich mir schön vor: Garten und Wald so nah beieinander - paradiesisch fürwahr! Dass das Ganze höchst irdisch-erdverbundener Arbeit bedarf, ist gut so, denn auch die macht Freude und tut uns gut (privilegiert wie wir sind, indem wir den Garten nicht fürs Überleben brauchen).

Kleine Waldameise hat gesagt…

Da hattest du aber eine ganz seltene und faszinierende Begegnung, liebe Beate. Danke, dass du sie für uns festgehalten hast.

Hier ist der Frost leider noch einmal zurückgekommen vergangene Nacht. Ich hoffe nur, die Schäden halten sich in Grenzen.

Eine schöne Frühlings- und Osterzeit wünscht dir mit lieben Grüßen

die Waldameise

Cux-Nachtfalke hat gesagt…

Hallo Beate,

sehr schöne Fotos von den Nattern, und ich glaube sie zu sehen braucht man schon etwas Glück. Bei uns in der Küstenheide soll es Kreuzottern geben, jedoch bin ich bisher noch keiner begegnet.

Viele Grüße
Nachtfalke

maryaustria hat gesagt…

Die Nattern haben sich auch ein Plätzchen zum Wärmen gesucht! Ich finde diese Tiere wunderschön!
LG Mary