Samstag, 31. Mai 2014

Lieblingsblicke - "In heaven"

"Stockholm i mitt hjärta!" - Stockholm in meinem Herzen, die Stadt der Städte meines Wahlheimatlandes bekam mit diesem Lied eine Liebeserklärung.

Aber selbst ohne tiefgründige Beziehung gehört Stockholm zu einer der schönsten Städte der Welt. Zwischen Ostsee und dem Mälarsee gelegen, tun sich in der Stadt Blicke auf, die ihresgleichen suchen.

Einer meiner Lieblingsblicke ist der auf die sogenannte "Gamla Stan", die Altstadt. Ein echter Himmelsblick ist der hinauf zum kunstvollen Turm der Riddarholms-Kyrka, den man unter den vielen Türmen der Stadt genau deshalb schnell wiedererkennt.

Und den Bleistifthimmel, den die Raumfee heute sehen möchte, verkörpert für mich die engste Gasse der "Gamla  Stan", über der der Himmel so lang und schmal wie ein Stift wird.

Heute für "In heaven" der Raumfee, Lieblingsblicke aus Stockholm








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Montag, 26. Mai 2014

"Zwiebel, Regen und Sturm"


Alte Scheune in Faluröd
"Faluröd", darin liegt der Charme der Vergangenheit. Das rote Holzhaus mit weißen Kanten wurde zum Synonym für den Norden.

Daneben ist die Farbkombination mit dem sogenannten Falurot (einem Nebenprodukt der bekannten Kupfergrube von Falun/Mittelschweden) auch preiswert, umweltfreundlich und wetterfest und lässt sich nach vielen Jahren problemlos erneuern. Sie wird einfach überstrichen.

In der Schrebergartenkolonie sind die meisten Häuschen mit dem Falurot gestrichen und genau da habe ich zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits mag ich dieses Rot und Weiß, aber andererseits tut meinem persönlichen Geschmack ein andersartiger Farbtupfer gut. Die Frage ist also: sich einreihen in die Vielzahl oder einen Akzent setzen (es wäre ja nicht der Einzige in der Gartenkolonie).

Es gibt Fassadenfarben mit unterschiedlichen Deklarationen, die mehr oder weniger umweltfreundlich sind. In Frage kommen drei: Schlammfarbe (gibt es in rot und gelb), Lasur und Acrylfarbe, die wasserbasierend ist. Die Farbkombinationens-Möglichkeiten bei den beiden letzten sind enorm. Seit zwei Tagen bin ich damit beschäftigt, via Internet Häuser und Häuschen anzusehen und Farbkombinationen herauszufiltern, die mir gefallen.

Schließlich fiel die Wahl auf ein zartes Hellgelb als Fassadenfarbe mit grauen Kanten und eine um zwei Nuancen dunklere graue Tür.

LÖK  REGN  STORM

... sind die Farbnamen, die sich ein namhafter schwedischer Farbenproduzent für meine Favoritenfarben ausgedacht hat. Wie passend für ein kleines Häuschen im Grünen.



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Samstag, 24. Mai 2014

Schlüsselfertig

Tür und Fenster machen aus einer Holzkiste ein Holzhaus! Soviel steht fest.

Dieses "Wunder" geschah gestern und gibt noch einmal ein besonderes Gefühl des heimisch Werdens auf diesem Gartenstück. Ein einfacher, kleiner Aufenthaltsraum ist entstanden, passend zum "Weniger ist mehr" und mit Spielraum für Kreativität.

Das Häuschen ist fertig und doch noch lange nicht!








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Freitag, 23. Mai 2014

Modell Toftelyckan - genagelt und geschraubt

Da ist es! Das mit Spannung erwartete Häuschen (Modell Toftelyckan) im Bausatz, eine"Friggeboda", genannt nach der schwedischen Reichstagsabgeordneten Birgit Friggebo. Ihr haben wir es zu verdanken, dass ein einfaches Dach mit vier Wänden, ohne Genehmigungsspektakel, zu haben ist.

Als Ministerin für Wohnungsbau erließ sie ein Gesetz, nachdem damals Wochenendhäuschen bis zu 10 qm Größe keiner Genehmigungspflicht mehr unterlagen. Bis heute hat sich das Gesetz oft verändert, zum Vorteil der Bürger!

Wie bei jedem Paket ist Auspacken angesagt. Der gut versteckte Bauplan wurde erst nach heftigem Suchen gefunden.

Der Liefertermin nachmittags um 15 Uhr hatte ein kleines Bauziel zur Folge: Planken setzen und Fußboden montieren. Voila!








Plötzlich schieben sich von zwei Seiten graue Wände heran. Die Sonne verschwindet hinter der feuchtkalten Angelegenheit, die Seenebel heißt. Ein schaurig-schönes Erlebnis am Rande.






Das Tagespensums ist erreicht: Abdecken des Fußbodens für den Fall der Fälle, der zum Glück nicht eintrifft. Alles bleibt über Nacht in trockenen Tüchern und der Himmel setzt noch eines obendrauf: Bilderbuch-Bauwetter für den nächsten Morgen.

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Die schöne Akelei musste ihren Platz räumen, als es zur Sache ging.

Die Wände sind vormontiert und schweineschwer! Also schieben statt heben! Alte Planken tun gute Dienste. Die Bauteile werden an Ort und Stelle nur hochgestellt. Die erste Wand steht zügig am Platz. Mit einer Wandhalterung versehen bleibt sie dort, wo sie sein soll. Hier heißt es: Gewusst wie!








Wand Nummer vier ist die letzte und eigentlich eine Zitterpartie! Aber nach so genauer Arbeit wartet die Belohnung. Sie passt auf Anhieb in die übrig gebliebene Aussparung. Jippieh!!!!!!!!!

Und weiter geht es im Text ... der Bauanleitung: Das Dach

Es braucht Sparren; genau drei, eine für jede Aussparung. Damit kein Sparren locker bleibt, wird genagelt, was das Zeug hält. Die schwergewichtigen Dachfirste müssen in die Höhe gehoben werden. Gut zu wissen, wo genau sie sitzen müssen. Wir sind ein gutes Team. Gute Laune und fröhliche Gesichter noch nach Stunden schwerer Arbeit beweisen das (siehe übernächstes Foto).













Das letzte "Loch" im Dach, bevor die Lücke geschlossen wird und ein Blick in den Himmel für "In heaven" der Raumfee.


Ein hellgelber Fleck am Boden verrät, dass es nach dem letzten "Loch" noch ein allerletztes gibt. Ein Himmelsblick der seltenen Art.









Am gleichen Tag Abend um 17 Uhr und rund 1500 Nägel später, ist der Rohbau fertig. Das Dach wird mit einer Riesenplane gegen Regen geschützt, der zum Glück auch diesmal ausbleibt.

Noch sieht das Häuschen einer Holzkiste mit zwei Löchern ähnlicher, wie einem Wochenendhäuschen.
Es bleibt also noch Einiges zu tun.




Unbemerkt bei all den Baugeschäften sind unsere Nachbarn schon eingezogen. Auch in eine Holzkiste ohne Genehmigungszwang und noch ein paar Nummern kleiner: Herr B. Meise in Erwartung von Familie.

Na dann: "Auf gute Nachbarschaft!"


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Montag, 19. Mai 2014

Ihre Majestät - Makro-Monday

Manche Erlebnisse sind schon von ganz besonderer Art!

Da fiel mir gestern Abend ein, dass ich die Pflanzen im Gewächshaus noch mit Wasser versorgen muss. Also rein ins Auto und zum Koloniegarten gefahren. Um diese Zeit sind nur noch Wenige dort und so fielen mir, als ich um die Ecke bog, sofort zwei ganz in Weiß gekleidete Gestalten auf. Sie hatten etwas von " Quarantäne-Aliens", so auf die Distanz.

Inzwischen kenne ich die Berufskleidung der Imker zu gut, als dass ich mich lange davon überraschen lasse und inzwischen kenne ich das Bienenleben zu gut, dass mich das Auftauchen der Imker lange wundert.

Der Mai ist der Beginn der Schwarmzeit für Bienen. So hatte sich ein kleines Insektenvölkchen aus dem benachbarten Bienenstand mit der alten Königin auf den Weg gemacht, um einen eigenen Staat zu gründen ... und landete fürs Erste im Apfelbaum eines Gartennachbarn. Der verständigte die Imker.


So also wurde ich Zeugin "meines" ersten Schwarmbienenfangs. Mit Erlaubnis der beiden Imker durfte ich die Sache verfolgen. Als ich ankam, war der Schwarm zwar bereits im Papiersack, fertig zum Umzug ins neue Heim, aber es war die Möglichkeit den Geflügelten so nahe zu kommen, wie sonst nie.

Der neue Bienenstock stand bereit. Aus einem nebenan liegenden Stock bekamen das junge Bienenvolk noch eine Wachstafel für den Baubeginn und zu dieser Gelegenheit musste der Bienenstock geöffnet werden. Da kam es zu dieser für mich bisher einmaligen Begegnung: Ihre Majestät, die Bienenkönigin, wuselte zwischen den Arbeiterbienen und, ganz klar, nur Märchenköniginnen tragen ständig ihre Krone. Deshalb:

Für Euch heute ein Suchbild und für mich der Beitrag zum Makro-Monday bei Steffi



PS: Ich gestehe, dass mich die Begegnung mit Ihrer Majestät etwas nervös gemacht hat. 

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Sonntag, 18. Mai 2014

Alles im Wasser



Es ist so weit! Genehmigt, bestellt, geliefert: Die Bauherren sind wieder in Aktion. Die Genehmigung für das Gartenhäuschen ist auf dem Tisch, die Bestellung läuft seit 14 Tagen. Jetzt sind die Vorbereitungen in vollem Gang denn ...

... neun Fundamentsteine nach Zeichnung zu setzen, war schon an kühlen Frühlingstagen beinahe schweißtreibend. Die Wände im Winkel, der Boden im Wasser, das ist die Zauberformel für Stabilität. Der verdichtete Grasboden hält hart dagegen, wenn es um das Fundament geht. Die drei Mittelsteine sind wegen des Trägerbalkens für den Fußboden 9,5 cm tiefer zu legen. Es wäre ja sonst zu einfach!

Morgen wird das Häuschen im Bausatz- Paket geliefert: 3,67m x 2,10m x 0,75m, Gewicht: eine Tonne. Ein Glück, dass die Einfahrt gleich nebenan liegt und der Kran das Paket fast an Ort und Stelle absetzen kann. Jetzt brauchen wir trockenes Wetter. Es ist spannend, das kann ich Euch sagen!



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Samstag, 10. Mai 2014

Himmels-Schlüsselloch - "In heaven"

Das Projekt der Raumfee regt diesmal wieder zu einer ganz persönlichen Themeninterpretation an. Ein "Loch im Himmel", so wie sie es in dieser Woche fand, ist heute Fehlanzeige in meiner schwedischen Wahlheimat.

Da hieß es einmal mehr in die archivarische Kiste greifen und dieses "Himmels-Schlüsselloch dafür hervorzuholen: Der Mensch als Zaungast, der gerade mal einen kleinen Ausschnitt von dem zu sehen bekommt, was sich über den Wolken abspielt.

Solche Ausschnitte können es in sich haben :-). Bearbeitungsprogramme lassen so Einiges zu und für mich spannend zu sehen, was aus einem einfachen Loch mit wenigen "Klicks" werden kann: Himmlische WOLKEN-Schlüssellöcher-SPIELE!












Mehr Zaungäste unter Himmelslöchern bei "In heaven" der Raumfee


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Freitag, 9. Mai 2014

Gestatten, F. Asan

 "Huch, guck mal Charlottchen, die kenn ich!"





"Hallo Sie, sind wir uns nicht neulich begegnet?"

 



"Gestatten: Frederik F. Asan! Ich wohne in dieser Gegend."





"Erlauben Sie, dass ich näher trete? Nett haben Sie's hier, ganz meine Kragenweite und sehr reichhaltiges Nahrungsangebot."




"Charlotte? Wo steckst Du denn, Charlotte?!"






"Frederik!, bitte!, konzentriere Dich jetzt auf die ausgewogene Ernährung im Rahmen der tieramtlich geförderten Kampagne zur optimalen Verwirklichung familienpolitischer Ziele". 

"Ähhhm, ja natürlich, Charlotte!"





"Sie entschuldigen dann bitte, ich bin engagiert!"






"Ach, wie interessant, ich stecke doch meinen Schnabel immer wieder gerne in anderer Leute Sachen."






"Hab ich Dir nicht gesagt, diesmal bleibt der Schnabel sauber?!, Charlotte? Wie sollen wir familienpolitisch je die erstrebten Ziele erreichen, wenn wir uns ständig aus dem Staub machen müssen?"





".... ja, aus dem Staub."



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