Freitag, 23. Mai 2014

Modell Toftelyckan - genagelt und geschraubt

Da ist es! Das mit Spannung erwartete Häuschen (Modell Toftelyckan) im Bausatz, eine"Friggeboda", genannt nach der schwedischen Reichstagsabgeordneten Birgit Friggebo. Ihr haben wir es zu verdanken, dass ein einfaches Dach mit vier Wänden, ohne Genehmigungsspektakel, zu haben ist.

Als Ministerin für Wohnungsbau erließ sie ein Gesetz, nachdem damals Wochenendhäuschen bis zu 10 qm Größe keiner Genehmigungspflicht mehr unterlagen. Bis heute hat sich das Gesetz oft verändert, zum Vorteil der Bürger!

Wie bei jedem Paket ist Auspacken angesagt. Der gut versteckte Bauplan wurde erst nach heftigem Suchen gefunden.

Der Liefertermin nachmittags um 15 Uhr hatte ein kleines Bauziel zur Folge: Planken setzen und Fußboden montieren. Voila!








Plötzlich schieben sich von zwei Seiten graue Wände heran. Die Sonne verschwindet hinter der feuchtkalten Angelegenheit, die Seenebel heißt. Ein schaurig-schönes Erlebnis am Rande.






Das Tagespensums ist erreicht: Abdecken des Fußbodens für den Fall der Fälle, der zum Glück nicht eintrifft. Alles bleibt über Nacht in trockenen Tüchern und der Himmel setzt noch eines obendrauf: Bilderbuch-Bauwetter für den nächsten Morgen.

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Die schöne Akelei musste ihren Platz räumen, als es zur Sache ging.

Die Wände sind vormontiert und schweineschwer! Also schieben statt heben! Alte Planken tun gute Dienste. Die Bauteile werden an Ort und Stelle nur hochgestellt. Die erste Wand steht zügig am Platz. Mit einer Wandhalterung versehen bleibt sie dort, wo sie sein soll. Hier heißt es: Gewusst wie!








Wand Nummer vier ist die letzte und eigentlich eine Zitterpartie! Aber nach so genauer Arbeit wartet die Belohnung. Sie passt auf Anhieb in die übrig gebliebene Aussparung. Jippieh!!!!!!!!!

Und weiter geht es im Text ... der Bauanleitung: Das Dach

Es braucht Sparren; genau drei, eine für jede Aussparung. Damit kein Sparren locker bleibt, wird genagelt, was das Zeug hält. Die schwergewichtigen Dachfirste müssen in die Höhe gehoben werden. Gut zu wissen, wo genau sie sitzen müssen. Wir sind ein gutes Team. Gute Laune und fröhliche Gesichter noch nach Stunden schwerer Arbeit beweisen das (siehe übernächstes Foto).













Das letzte "Loch" im Dach, bevor die Lücke geschlossen wird und ein Blick in den Himmel für "In heaven" der Raumfee.


Ein hellgelber Fleck am Boden verrät, dass es nach dem letzten "Loch" noch ein allerletztes gibt. Ein Himmelsblick der seltenen Art.









Am gleichen Tag Abend um 17 Uhr und rund 1500 Nägel später, ist der Rohbau fertig. Das Dach wird mit einer Riesenplane gegen Regen geschützt, der zum Glück auch diesmal ausbleibt.

Noch sieht das Häuschen einer Holzkiste mit zwei Löchern ähnlicher, wie einem Wochenendhäuschen.
Es bleibt also noch Einiges zu tun.




Unbemerkt bei all den Baugeschäften sind unsere Nachbarn schon eingezogen. Auch in eine Holzkiste ohne Genehmigungszwang und noch ein paar Nummern kleiner: Herr B. Meise in Erwartung von Familie.

Na dann: "Auf gute Nachbarschaft!"


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Kommentare:

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Ein schönes Häuschen - und ohne Genehmigung?! Das mag man kaum glauben. Du weißt, hier in Deutschland wäre das unmöglich. Wir hatten vor Jahren ein kleines Gartenhäuschen auf unserem Grundstück. Klein, um einer Genehmigung zu entgehen. Doch es war den Behörden nicht klein genug. Eine Baugenehmigung musste her. Da wir es kluger Weise in die Ecke des Grundstücks gesetzt hatten, brauchten wir die Genehmigung der Nachbarn. Dort gab es zum einen ein Getreidefeld und zum anderen eine Schafwiese. Beide Nachbarn mussten einen Tag Urlaub nehmen, zur Behörde fahren und dort ihre Unterschrift leisten. Übrigens stehen auf der Schafwiese viel größere Holzhütten - für die Schafe im Winter. Da bedarf es aber keiner Genehmigung, denn diese Hütten werden ja landwirtschaftlich genutzt. Typisch deutsch!! LG und herzlichen Glückwunsch zum schönen Häuschen! LG Martina

amselgesang hat gesagt…

Das sieht nach einem ordentlichen Stück Arbeit aus,gut, wenn man Helfer hat. Schön wird das werden, wenn es fertig ist!
Nach einem so anstrengenden Tag dann auch noch ein Auge für die Nachbarvögel zu haben, das ist allerdings echt Beate! ;-)
Fröhliches Weiterarbeiten (am Wochenende?)!
Brigitte (bei der diese und die nächste Woche auch viel Gehämmer und Gebohre ist - Badrenovierung)

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

das ist ein sehr schönes Häuschen und die beiden Männer haben ja fleißig gearbeitet, aber sicher ist noch eine Menge zu tun.
Das letzte Bild ist aber der Punkt auf dem I. Auch kleines Häuschen aus Holz und ohne Genehmigung - das ist echt niedlich.

Liebe Grüße
Jutta

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Liebe Beate
was für eine Aufregung dass alles klappt und auch mit dem Wetter.. nun steht es da und geschafft dieses und auch die Meise ahhh die hat euch nach gemacht was die Menschen können können wir schon längst ohne Anstrengung *zwinker*
Schön wie dein Garten immer mehr deine Note bekommt!
Ich wünsche dir noch viel Spassbeim weiter machen..
Lieben Gruss Elke

Junischnee hat gesagt…

Ich les' grad rückwärts und habe mir zuerst das fertige Häuschen angesehen :) - aber der Werdegang ist nicht zu verachten! Schönes Wochenende und lieben Gruß, Christine