Montag, 30. Juni 2014

Der "weiße Tod"

Der weiße Tod ist keine Lawine im Garten, sondern eine weiße Spinne auf einer gelbe Blüte.

Seit Tagen beobachte ich, wie die Spinne oft minutenlang in immer der gleichen Stellung auf ihre Opfer lauert. Geduld braucht sie, wenn sie Erfolg haben will und schnell muss sie sein; dieser Tage Pech für eine Hummel.

"Misumena vatia", wie sie mit wissenschaftlichem Namen heißt, war die Spinne des Jahres 2006 (nach Angaben von Wikipedia). Die rosa Streifen an der Seite des kugeligen weißen Körpers sind nicht immer vorhanden und wie ich auf entsprechenden Seiten erfahren habe kann diese Spinnenart recht unterschiedlich aussehen.

Die Gartenbeobachtung schicke ich zu Steffi und ihrem "Makro Monday".










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Samstag, 28. Juni 2014

Schwedensommer

Schwedensommer, das ist selten Hitze und warme Abende, an denen Grillen im vertrockneten braunen Gras zirpen, während das Grillen wegen Brandgefahr ausfällt.

Schwedensommer, das ist Wasser und Wolken und beständige Unbeständigkeit.

Wer seinen Sommer in Schweden verbringt, kommt nicht wegen des Badens in freier Natur, sondern freut sich, wenn es an dem ein oder anderen Tag warm genug dafür ist. Das ist dann aber ein besonderer Genuss. Das weiß ich von mir selbst. Mit ein bisschen Glück hat man einen ganzen See und einen kleinen Sandstrand für sich allein.




Wer seinen Sommer in Schweden verbringt, muss mit Regen rechnen. Der fällt auch dann, wenn nach dem dritten verregnetenTag dieser nun wirklich nicht mehr als Segen empfunden wird, sondern einfach nur nass ist.

Schwedensommer, das ist neben Wasser und Wolken auch Sonne. Gleißende Tropfen, Regenbögen, denen keine Farbe fehlt, glitzernde Wasserflächen, in denen sich die Sonne hunderttausendfach spiegelt und Wolken die dann so unwetterig aussehen, dass man sich schon mal verstohlen nach einem Unterstand umsieht.











.... mehr Himmelsblicke gibt bei "In heaven" der Raumfee

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Freitag, 27. Juni 2014

Turbulenzen - "In heaven"

Am Himmel herrscht helle Aufregung. Es zerrt am Birkengeäst, als wolle jemand dieses gegen seinen Willen entblättern. Dunkelblau mit weißem Rand schiebt sich, verwoben mit leisem Grollen, aus dem Hintergrund eine Gewitterwolke über die Dächer.

Angesteckt von den himmlischen Kräften, geht es auf Erden nicht minder turbulent zu. "Noch schnell ein paar Pollenflüge", scheinen sich die Insekten untereinander zuzurufen. Da wirbelt es Flügel, große und kleine, da wird es eng auf den begehrten Blütenstängeln, die sich schon unter der Windlast hin und her und her und hin biegen.

Insekten sind wahre Kunstflieger. Unter diesen Bedingungen, ohne Fluglotsen einen störungsfreien Flugverkehr sicherzustellen, das können wir Menschen nicht. Insekten müssen das. Sie fliegen keine Warteschleifen vor der Landung. Durchstarten müssen sie dagegen schon mal.

Alles ist unterwegs: Käfer, Biene, Hummel und Hornisse. "Nur hurtig, hurtig", bevor die ersten dicken Regentropfen wie Geschosse auf Blüten, Blätter und die Insekten treffen. Das würde jeden flugunfähig machen. Und eigenartig, wie einträchtig sonst verfeindete Arten unter solchen Umständen nebeneinander ihrer Bestimmung nachgehen.

Unter erschwerten Bedigungen haben wir Menschen das wieder mit den Insekten gemeinsam.

Hummelflug (Musik: N. Rimsky-Korsakov) und mehr ...










Biene und Hornisse








Mehr Himmel zeigt die Raumfee bei "In Heaven"

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Zwei Bilder - ein Blickwinkel - wortlos






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Mittwoch, 25. Juni 2014

"Hätte"

Pünktlich zum Sommeranfang wurden dieses Jahr die Erdbeeren reif. Das ist in Schweden nicht selbstverständlich.                                                                                                                           Möglicherweise ist wenig bekannt, dass die Schweden wirklich alles daran setzen, am Mittsommertag wenigstens ein paar frische Erdbeeren auf den Tisch zu bringen.

In manchen Jahren ist das nicht leicht. In diesem Jahr war es vor allem in sonnigen Gartenlagen keine Kunst. Oder doch?

Kennt ihr das Wörtchen "hätte"? Es drückt ja irgendwie Bedauern aus, enthält einen unterschwelligen Seufzer und hat auch etwas Besserwisserisches. Tja, im Nachhinein sind wir alle schlauer. In meinem Fall muss es heißen: "Hätte ich die Erdbeeren mit einem Netz abgedeckt, hätte ich zu Mittsommer welche gehabt."

Naja, ich hatte nicht "keine". Insofern habe ich das schwedische Minimalziel sogar erreicht. Im kommenden Jahr dürfen es jedoch getrost ein paar mehr sein.

Nicht, dass ich den Vögeln ihre Happen nicht gönne, aber wer bei meinen Erdbeeren nur die Butterseite anpickt, um sie dann links liegen zu lassen, muss mit Abwehr rechnen. Eine kleine Glasschüssel voll hat mir das Vogelvolk gelassen. Die habe ich allerdings aus meinen drei Gärten zusammengetragen. Dabei entdeckte ich die konspirative Zusammenarbeit fliegender Einheiten mit Bodentruppen. Während die Flieger sichten und picken, übernehmen die Schleimcher am Boden den Rest.

Übrig bleibt ....  ach, lassen wir das!

Zumindest blieb für uns an vollständigen Beeren ein frisch-fruchtiger Belag auf dem Mittsommer-Käsekuchen und ein Glas "Drei-Gärten Erdbeer-Vanille-Marmelade" für eventuelle Nach-Mittsommer-Frühstücks-Brötchen.


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Montag, 23. Juni 2014

Ins Netz gegangen - Makro Monday

Manche meiner Leser/Innen kennen sie schon, die Insel Händelöp, "einen Steinwurf" von meinem Wohnort entfernt.



Mittlerweile habe ich die Insel zig-Mal besucht und ich bin nicht ein einziges Mal ohne Foto wieder nach Hause gekommen. Der Wald, daneben das Meer, am Ende der Inselstraße der Fischerhafen und die Stimmungen in den unterschiedlichen Jahreszeiten sind für Viele Anlass genug, immer wieder zu kommen.

Ist das große Ahhhhh einmal der Gewohnheit gewichen, ist es an der Zeit nach den Kleinigkeiten zu forschen. Und die gibt es. Wenn der Hafen nicht gerade leer gefegt ist, weil die Schiffe draußen sind, finden sich Motive wie Sand am Meer.

Für Steffis Makro Monday ist mir vor Kurzem Einiges "Ins Netz gegangen". Allerdings "Fliegende Fische".











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Freitag, 20. Juni 2014

Sieben Blumen

Heute ist DER Tag in Schweden. Das "ganze Land" ist auf den Beinen, die Majstånge aufgestellt und der Tanz darum ist in vollem Gang. Der Höhepunkt des Bauernjahres ist erreicht. Es ist fast wie Weihnachten, nur eben im Sommer!

Mythen, Märchen und sonderliche Wesen ranken sich um die Mittsommernacht. So heißt es, die Mädchen sollten in dieser Nacht sieben oder neun verschiedene Blumen unter ihr Kopfkissen legen. Im Traum erscheine ihnen dann der Mann, mit dem sie das Leben Seite an Seite verbringen werden.

Allen ein ...



aus Schweden

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Donnerstag, 19. Juni 2014

Gar nicht so einfach!

Die Sonne taucht um die Mittagszeit, jetzt, kurz vor Mittsommer, die Lichtung in gleißendes Weiß. Zum Glück freuen wir uns über trockene Wärme, sodass mich die Mücken heute nicht umschwärmen, nicht so wie neulich, als mich die Kriebelmücken fast auffraßen.

Heuernte im Kleinen!

Die Halme liegen strohtrocken auf der Wiese, die begrenzt wird von Felsrücken und Waldrand. Der warme Wind fächelt den Heuduft von weitem entgegen. Ungewollt und doch zwangsläufig tauchen dazu Bilder von früher in meinem Kopf auf: ein Weg, mein Fahrrad, und auf beiden Seiten gemähte Wiesen.

Das hier ist richtige Arbeit und zu dieser Jahreszeit schweißtreibend.


Mit dem Rücken zur Sonne beginne ich Bahn für Bahn das trockene Gras zuerst von links, dann von rechts zusammenzufassen, um es schließlich von oben und unten zu kleinen Heuhaufen zu schichten.

Die Wiese ist auf dem Weg eine Blumenwiese zu werden. Noch gibt es erst ein paar Wildblumen, die sich zu ihr gesellt haben und die sind beim Mähen stehen geblieben.

Der vorherige Besitzer des kleinen Waldhofes hatte an dieser Stelle wohl so etwas wie einen grünen Spielplatz vorgesehen, also grün und sonst nichts. Das ändert sich so nach und nach. Pionierblumen haben sich angesiedelt, Insektennahrung.







Die Margarite ist in Schweden eine der typischen Mittsommerblumen. Wenn die Kränze der Majstånge gebunden werden, ist sie mit dabei, wie der rote Klee oder die große blaue Glockenblume.

Da der Waldhof keine Stalltiere mehr beherbergt, wird das Heu zum Abdecken der nackten Beet-Erde verwendet. Es hält den Boden feucht, nach einem Regen oder nach dem Gießen.

Ach ja und an dieser Stelle sei erwähnt, dass auch das Gießen hier zur richtigen Arbeit wird. Kein Gartenschlauch verbreitet das wohltuende Nass, sondern die eigenhändig getragene Wasserkanne, obwohl, wir haben uns diese Arbeit menschlicherweise erleichtert:

Hier werden 50l Wasser gefahren, aber immer noch eigenhändig aus dem Brunnen gepumpt. Das einfach Leben ist gar nicht so einfach!


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Montag, 16. Juni 2014

Vergängliches - "Makro Monday"

Der Klatschmohn, ein Verwandter des Schlafmohn, ist gerade der Hingucker in meinem Garten. Gut, dass er mit seinem Rot fast alles in den Schatten stellt, was sonst noch blüht. Die Größe und die Signalfarbe verhindern nämlich, dass man ihn übersieht.

Die seidentuchähnlichen Blütenblätter bündeln sich zu einem handgroßen Blütenkelch. Kaum hat der seine Pracht entfaltet, bekommt er schon Alterserscheinungen.

Ein Blütenblatt um das andere fällt zu Boden und hinterlässt manchmal seine rote Spur auf Böden und Teppichen. Roter Mohn färbt wunderbar.

Noch schneller als das bloße Dahinwelken lässt Regen die Pracht verschwinden. Wenn Klatschmohn klatschnass wird, klatscht er zusammen, wie nasse Seide auf Haut.

Blühen für zwei Tage und wenn dann noch ein Tag Sonne bringt, ist der Klatschmohn Nahrung für die Bienen. An der Farbe der Pollenhöschen zeigt sich, wo die Biene gesammelt hat. Auf einem der Bilder ist die Quelle ganz eindeutig auszumachen.
















Makro-Monday ist ein Fotoprojekt von Steffi by "glasklar & kunterbunt"

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Samstag, 14. Juni 2014

memories - Sintflut - "In Heaven"

Eigentlich mag ich es, wenn es regnet, wenn es leise vor sich hinregnet und die Natur ihren ureigenen Rhythmus auf Dach und Fenster klopft und das Wasser in den Fallrohren der Dachrinnen gluckert.

"Mistwetter" schimpfen die einen und der Gärtner freut sich, weil er nicht gießen muss. Jeder hat für sich recht, jeder hat Erwartungen, die erfüllt sind oder eben nicht. Aber im besonderen Fall werden wohl Beide sorgenvoll in den Himmel blicken, wenn der Regen sintflutartig niederprasselt.

Einmal in meinem Leben hatte ich einen überfluteten Keller. Als Junglehrerin hatte ich ein Häuschen mit Garten gemietet, durch den ein Bach floss. Wie idyllisch das war, bis zu dem Tag, ja eben mit dem sintflutartigen Regen. Ich war natürlich ahnungslos, konnte mir die Auswirkungen auf meinen Keller nicht ausmalen und auf meine nagelneue Waschmaschine.

Wie dem auch sei. Ich habe überlebt und meine Waschmaschine auch,- gerade noch, weil das Wasser dann doch nicht so hoch stieg. Aber der Schreck tatenlos zuzusehen, wie das Wasser aus dem Gulli gedrückt wird, den kann ich bis heute nachvollziehen.

Das mulmige Gefühl ist geblieben, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet.












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Zwei auf einmal:

die Fotos zu Katjas Projekt "In Heaven"
und 
die Geschichte zu Brigittes Projekt "memories".

Mittwoch, 11. Juni 2014

Aller guten? Dinge- fotolos

Aller guten Dinge sind drei? Drei, ja ... Geschichten statt Dinge, ja ... aber gut?

Die erste der drei Geschichten beginnt damit, dass ich eines Morgens vor ein paar Tagen die Jalousie hochzog und in dem Augenblick vor meinem Schlafzimmerfenster ein Fuchs "vorbeitigerte".

Füchse habe ich in Schweden selten gesehen, manchmal lag einer tot am Straßenrand, seltener noch beobachtete ich einen über eine Wiese streifen. Aber zwischen Siedlungshäusern, wo es nebenan Wälder ohne Ende gibt?! Nein, das war eine perfekte Überraschung!

Natürlich hatte ich die Kamera nicht greifbar und bevor ich reagieren konnte, trabte er am gegenüberliegenden Haus entlang und verschwand um eine Ecke. Ich habe gerade mal ein Wackelbild zustande gebracht, vor Aufregung so ziemlich alles falsch gemacht, was möglich ist.

Das alles wäre nicht so sonderlich aufregend, aber die Größe des Tieres war enorm. In der Erinnerung war es eineinhalb Mal so groß, wie ein gewöhnlicher Fuchs, ein Riesenfuchs.

Geschichte Nummer zwei geschah gestern.

Auch in dieser Wohnung sind die Steckdosen wieder so verteilt, dass wir garantiert mit Verlängerungskabeln arbeiten müssen. So liegen also einige weiße und ein paar schwarze Kabel entlang der Fußbodenleiste. Das Auge gewöhnt sich mit der Zeit daran und irgendwann stört es das Ambientegefühl nicht mehr. Seltsam nur, dass dann doch auffällt, wenn mit den Kabeln etwas anders ist als sonst. Man merkt, dass etwas verändert ist und weiß nicht genau was. Vor allem, wenn man/frau nicht mit Brille in der Wohnung unterwegs ist.

Als sich das Kabel plötzlich selbständig macht, schießt mir "Schlange" durch den Kopf und im selben Schreckmoment höre ich mein "Ahhhhhhhhhhh"... Der Verstand analysiert in Windeseile "Ringelnatter", etwa 50 cm lang und auf dem Weg unter das Sidebord. Mein Blitzeinfall, "Schlafzimmertür" zu! Als ich mich umdrehe ist das Tier verschwunden. Eine fieberhafte Suchaktion bringt kein Ergebnis.

Na dann, "Gute Nacht" ... Bisher ist sie nicht wieder aufgetaucht und ich denke  hoffe nur, das Wohnambiente hat ihr nicht zugesagt und sie ist, so schnell wie sie hereinkam, durch die offene Terrassentür wieder nach draußen entwischt.

Geschichte Nummer drei ist niedlich, wenn auch ebenso überraschend und deshalb fotolos und spielt in einem Stadtgarten bei Freunden.

Es gibt ja Leute, mit einer besondere Beziehungen zu Tieren und ich behaupte das nicht einfach so, sondern habe meine Gründe. Ob Rehe, ob Vögel oder eben wie gestern Nachmittag, ein halbwüchsiges Eichhörnchen, das auf Armlänge vor mir sitzt, dann über meine Füße turnt und sich ein Haselnuss-Geschenk abholt.

Es ist ein besonderes Land und die Nähe zum Wald lässt Mensch und Tier auf bestimmte Weise näher zusammenrücken, wenn auch ingewissen Fällen für meinen Geschmack einen Tick zu nah.

Dienstag, 10. Juni 2014

memories - Karolina

"Ja mei Nanndl, wo bist denn do hiekämma", soll sie gesagt haben, als sie ihre Tochter im Oberfränkischen besuchte.

Sie war eine Bauerntochter aus Niederbayern und ihre Tochter war, jung verheiratet, in den Landkreis Kulmbach nach Oberfranken gezogen. Für damalige Verhältnisse lagen die Orte eine halbe Weltreise weit auseinander. Das ist jetzt um die 100 Jahre her.

Karolina hieß sie und sie ist meine Uroma, geboren 1868. Genau genommen ist sie ja  e i n e  meiner Urgroßmütter, aber diejenige, von der ich wenigstens noch etwas weiß und vor allem, von der ich noch etwas in den Händen halten kann, sozusagen ein besonderes Verbindungsstück:

Ein Handtuch ihrer Aussteuerwäsche, von Uroma Karolina selbst bestickt. 




memories - ein Projekt von Brigitte "amselgesang"

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Montag, 9. Juni 2014

Blau-Blütig - Makro-Monday

Der blaublütige Lauch lässt sich lange bitten. Er blüht erst im zweiten Jahr. Solches bringt man in Erfahrung, wenn man eine Lauchstange zu ernten vergisst. Eine seltene und selten schöne Erscheinung ist die kugelförmige Blüte, die eigentlich aus vielen kleinen besteht und außerdem groß genug ist, gleich drei völlig verschiedenen Insekten Nektar und Pollen zu bietet.

Wehrhaft kommt der ebenso blaublütige Borretsch daher. Wer auf ihm nach Nahrung sucht, muss entweder hartgesotten oder Fakir sein, denk ich wenigstens ;-)









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Makro-Monday nach einer Idee von Steffi

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Sonntag, 8. Juni 2014

Feste feiern, wie sie fallen!

Heute feiert auch die Schwedische Kirche Pfingsten. Trotz weiterer zwei Feiertage  -am vergangenen Donnerstag war Christi Himmelfahrt und am Freitag Nationalfeiertag-  macht jetzt kaum jemand Urlaub. In zwei Wochen, wenn Mittsommer ist, packen die Ersten ihre Koffer, dann beginnen die großen Ferien.

Inzwischen reiht sich hier Fest an Fest.

Eines davon ist die Schulabschlussfeier, für die Heranwachsenden eine große Sache mit Glanz und Gloria, zu der die gesamte Familie eingeladen wird.Vor zwei Jahren konnte ich ein paar Aufnahmen beim Festzug der Absolventen durch die Stadt machen. "Glanz und Gloria" ist, wie man sehen kann, wahrhaftig gemeint.




Neben den wirklich großen Feiern gibt es die vielen kleinen, familiären Sommerfeste, die in Schweden unbedingt zur Jahreszeit gehören. Sommerzeit ist Partyzeit. Grillgeruch hängt in der Luft.

Wir werden uns dann mal in die Reihe der Feiernden begeben, nämlich, wenn unser Häuschen fertig ist. "Taklagsfest" sagt man hier und es ist vergleichbar mit dem Richtfest. Allerdings ist bei uns das Dach fertig "gelegt".

Hoffungsvoll sehe ich also auf die nächste Woche, in der der Spengler seine Arbeit tun soll. Inzwischen arbeiten wir uns uns Schritt für Schritt an der Fassade weiter. Holzhäuser haben ihre ureigene Technik: Kantbretter sägen, grundieren, malen, befestigen. Kleinigkeiten, die viel Zeit in Anspruch nehmen.

Trotzdem, es macht Freude. Gut Ding will Weile haben! Und wenn eine Arbeitstag zu Ende geht, ist es der kleine Abstand vom Ganzen, der den Überblick über das Getane verschafft. So wie gestern.




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