Mittwoch, 11. Juni 2014

Aller guten? Dinge- fotolos

Aller guten Dinge sind drei? Drei, ja ... Geschichten statt Dinge, ja ... aber gut?

Die erste der drei Geschichten beginnt damit, dass ich eines Morgens vor ein paar Tagen die Jalousie hochzog und in dem Augenblick vor meinem Schlafzimmerfenster ein Fuchs "vorbeitigerte".

Füchse habe ich in Schweden selten gesehen, manchmal lag einer tot am Straßenrand, seltener noch beobachtete ich einen über eine Wiese streifen. Aber zwischen Siedlungshäusern, wo es nebenan Wälder ohne Ende gibt?! Nein, das war eine perfekte Überraschung!

Natürlich hatte ich die Kamera nicht greifbar und bevor ich reagieren konnte, trabte er am gegenüberliegenden Haus entlang und verschwand um eine Ecke. Ich habe gerade mal ein Wackelbild zustande gebracht, vor Aufregung so ziemlich alles falsch gemacht, was möglich ist.

Das alles wäre nicht so sonderlich aufregend, aber die Größe des Tieres war enorm. In der Erinnerung war es eineinhalb Mal so groß, wie ein gewöhnlicher Fuchs, ein Riesenfuchs.

Geschichte Nummer zwei geschah gestern.

Auch in dieser Wohnung sind die Steckdosen wieder so verteilt, dass wir garantiert mit Verlängerungskabeln arbeiten müssen. So liegen also einige weiße und ein paar schwarze Kabel entlang der Fußbodenleiste. Das Auge gewöhnt sich mit der Zeit daran und irgendwann stört es das Ambientegefühl nicht mehr. Seltsam nur, dass dann doch auffällt, wenn mit den Kabeln etwas anders ist als sonst. Man merkt, dass etwas verändert ist und weiß nicht genau was. Vor allem, wenn man/frau nicht mit Brille in der Wohnung unterwegs ist.

Als sich das Kabel plötzlich selbständig macht, schießt mir "Schlange" durch den Kopf und im selben Schreckmoment höre ich mein "Ahhhhhhhhhhh"... Der Verstand analysiert in Windeseile "Ringelnatter", etwa 50 cm lang und auf dem Weg unter das Sidebord. Mein Blitzeinfall, "Schlafzimmertür" zu! Als ich mich umdrehe ist das Tier verschwunden. Eine fieberhafte Suchaktion bringt kein Ergebnis.

Na dann, "Gute Nacht" ... Bisher ist sie nicht wieder aufgetaucht und ich denke  hoffe nur, das Wohnambiente hat ihr nicht zugesagt und sie ist, so schnell wie sie hereinkam, durch die offene Terrassentür wieder nach draußen entwischt.

Geschichte Nummer drei ist niedlich, wenn auch ebenso überraschend und deshalb fotolos und spielt in einem Stadtgarten bei Freunden.

Es gibt ja Leute, mit einer besondere Beziehungen zu Tieren und ich behaupte das nicht einfach so, sondern habe meine Gründe. Ob Rehe, ob Vögel oder eben wie gestern Nachmittag, ein halbwüchsiges Eichhörnchen, das auf Armlänge vor mir sitzt, dann über meine Füße turnt und sich ein Haselnuss-Geschenk abholt.

Es ist ein besonderes Land und die Nähe zum Wald lässt Mensch und Tier auf bestimmte Weise näher zusammenrücken, wenn auch ingewissen Fällen für meinen Geschmack einen Tick zu nah.

Kommentare:

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Es ist sooo schade, dass dir kein Foto gelungen ist. Den Riesenfuchs hätte ich zu gerne gesehen. Uns lief letztens abends einer vor dem Auto her. Zunächst ein ausgewachsener Fuchs und später ein kleiner. Man sieht sie wirklich nur noch selten.
Also im Fall der Natter hätte ich einen Schreianfall bekommen und ich weiß nicht, ob ich so locker zu Bett gegangen wäre, wie du. Hoffentlich ist sie wirklich weg!
Süß ist die Geschichte mit dem Eichhörnchen. Die Tiere sind einfach zu putzig.
Liebe Grüße! Martina

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

Deine drei wunderschönen Geschichten hätten sich ähnlich auch bei mir abspielen können.
Das heißt, das ich gerade in so einer Situation den Fotoapparat nicht griffbereit habe oder mit den Händen die Erde bearbeite.

Ich hatte z. B. den einen Abend Gesellschaft beim Sprengen. Eine Amsel wollte auch ein bisschen Wasser abhaben. Aber wie fotografieren, wenn man gerade den Sprenger in der Hand hat.

Liebe Grüße
Jutta

amselgesang hat gesagt…

Zu diesen Geschichten braucht es keine Fotos - das ist ja Kopfkino pur! Huuhhh.... *Gänsehaut*

Heide Schiffer hat gesagt…

Liebe Beate, auch ohne Fotos ein schöner Post. Mit Füchsen und Eichhörnchen kann ich auch leben, aber Schlangen- oh nein. Hoffentlich ist sie wirklich wieder in der Natur-wohnung!!
Einen schönen Abend wünscht
heiDE

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Liebe Beate
wie schön deine Geschichten die du erlebt hast und in Worte umgestzt hast dass es immer spannender wurde bis zum Schluss...
Ich hoffe auch dass die Blindschleiche in die Ntaur zurück wollte.. du erlebst so viele Abenteuer bei dir in Schweden ich bin immer begeistert wie du es uns hier auf deinem Blog lebendig erleben lässt. Vielen Dank und dir wünsche ich noch viele solche Tage die immer gut aus gehen*zwinker*

Lieben Gruss Elke