Dienstag, 10. Juni 2014

memories - Karolina

"Ja mei Nanndl, wo bist denn do hiekämma", soll sie gesagt haben, als sie ihre Tochter im Oberfränkischen besuchte.

Sie war eine Bauerntochter aus Niederbayern und ihre Tochter war, jung verheiratet, in den Landkreis Kulmbach nach Oberfranken gezogen. Für damalige Verhältnisse lagen die Orte eine halbe Weltreise weit auseinander. Das ist jetzt um die 100 Jahre her.

Karolina hieß sie und sie ist meine Uroma, geboren 1868. Genau genommen ist sie ja  e i n e  meiner Urgroßmütter, aber diejenige, von der ich wenigstens noch etwas weiß und vor allem, von der ich noch etwas in den Händen halten kann, sozusagen ein besonderes Verbindungsstück:

Ein Handtuch ihrer Aussteuerwäsche, von Uroma Karolina selbst bestickt. 




memories - ein Projekt von Brigitte "amselgesang"

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Kommentare:

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Oh ja, ich erinnere mich auch gerne an (m)eine Uroma, von der es ein großes Bild in der 'guten Stube' meiner Großeltern gab und an eine Zeitungsnotiz, die aufgehoben wurde, weil Uroma in der Zeitung stand. Der Grund: Ihr 90. Geburtstag - für damalige Verhältnisse wohl so, als würde sie heute 100. Danke für den 'Erinnerungspost'. LG Martina

amselgesang hat gesagt…

Du schreibst über ein Thema, das mich, je älter ich werde, je mehr beschäftigt. Erinnerungen an die "Ahnfrauen" und Dinge aus ihrem Nachlass, die uns ganz direkt und handgreiflich ihr Dagewesensein und ihren Alltag nahebringen. Genau solche leinenen oder halbleinenen Handtücher mit Monogramm habe ich auch einige geerbt und genieße es immer,sie zur Hand zu nehmen.
Und solche überlieferten Sprüche machen die Erinnerung an einen Menschen dann vollends greifbar... :-)

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Liebe Beate
ich lese immer gerne wenn Menschen seine Ahnen zur Erinnerung bringen und Andenken haben, weil ich so was nicht hatte.. ich weis dann dass es auch anders mit Liebe geht in der Familie.. schön sage ich!
Lieben Gruss Elke