Montag, 7. Juli 2014

Bienen sterben - Makro Monday

Vom Bienensterben ist heutzutage leider immer wieder die Rede. Manchmal gibt das Sterben der Bienenvölker Rätsel auf. Wer sich aber einmal mit der komplexen Struktur eines Bienenvolkes nur annähernd auseinander gesetzt hat, wird bemerken, wie empfindlich Bienen auf Veränderungen in der Umwelt reagieren.

Das Interesse an Bienen hat sich verstärkt, wie man z.B. an der Anzahl der Imkerneulinge in meinem Heimatstädtchen sehen kann. Auch aus anderen Ländern Europas werden ähnliche Beobachtungen berichtet. Dass für die meisten nicht mehr der Honig im Vordergrund steht, sondern die Erhaltung der Artenvielfalt in Wald und Flur sowie die Bestäubungsarbeit, die die Bienen leisten, das ist neu und zeigt eine Trendwende im Denken der Menschen.

Das Bienensterben wird sich trotzdem immer fortsetzen, denn auch Bienen sterben. Die Sommerbienen werden nur wenige Wochen alt. In dieser Zeit versorgen sie die Brut, fächeln Frischluft in den Bienenstock, sammeln Nektar und Pollen und Bestäuben dabei die Pflanzen.

Wer nicht gefressen wird oder zum Stechen genötigt wird (ein sicherer Tod für eine Biene) oder auf eine andere Art frühzeitig sein Leben lässt, bewältigt viele hundert Flugkilometern. Das verschleißt ihre Flügel. Die letzten Stunden einer Arbeitsbiene auf einem welken Blatt im Sonnenschein nach einem arbeitsreichen Leben.

Makro Monday by Steffi




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Kommentare:

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

da kann man nur sagen, das arme Bienchen. Ich hoffe, die Bienen bleiben uns trotz aller Widrigkeiten noch lange erhalten.
Dein Foto ist große Klasse.

Liebe Grüße
Jutta

stines zuhause hat gesagt…

Erstmal ein superschönes Foto und zum anderen ein informativer Text, ich habe also auch wieder etwas dazu gelernt.
Da es mir bei dir gefällt bleibe ich auch glatt als follower da, da verpasse ich nichts mehr.
Viele Grüße von Stine

maryaustria hat gesagt…

Auch hier in Wien nimmt das Interesse an Imkerei sehr zu. An den ungewöhnlichsten Orten werden Bienenstöcke gepflegt! Finde ich wirklich toll!
Und dein Foto finde ich sowieso super!
LG Mary

Steffi hat gesagt…

Deine Worte in Verbindung mit dem Bild lassen mich schwer schlucken. Auf jeden Fall super eingefangen!
Liebe Grüße von steffi

Yael hat gesagt…

Ein schoenes Foto - bisschen traurig...

amselgesang hat gesagt…

Dein Foto und die Gedanken dazu machen, dass ich mich dieser "alten" Biene sehr nahe fühle - der Abstand zwischen Mensch und Insekt wird angesichts der Gemeinsamkeit, was die Grundbedingungen von Leben und Tod angeht, unerheblich. Ein sehr berührendes Bild.

Jutta.K hat gesagt…

Erst muss ich dir zu diesem wunderbaren Foto gratulieren !
Am liebsten würde ich mal vorsichtig über diesen zarten, flauschigen pelz streicheln.
Ich verfolge das Bienensterben auch mit Besorgnis und hoffe, dass es noch nicht zu spät ist, für die Bienen und notgedrungen dann auch für uns !
Herzlichst
Jutta

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

ja das ist Bienesleben und wir Menschen machen sie immer mehr kaputt..
bewusst werden wie Mensch und Tier zusammen sich brauchen!

Lieben Gruss Elke

Heidi hat gesagt…

Liebe Beate,
das arme Bienchen hat viele Flugkilometer hinter sich. Sie sieht richtig abgearbeitet aus.
Ich lese auch immer wieder über das Bienensterben - das macht mich sehr traurig. in meinem Garten allerdings und ringsrum, summelt und brummelt es. Bienen jeder Art versorgen sich dort.
Heute bekomme ich ein Buch geschickt "Das Honigdorf" - eines meiner Lieblings-Kinderbücher. Das schenke ich meiner Freundin zum 50. Geburtstag - sie ist Imkerin.
LG Heidi