Sonntag, 31. August 2014

die erste Quick-Salberei

... und dabei kann von "quick" eigentlich gar nicht die Rede sein, denn immerhin verbringen die Ringelblumenblütenblätter vier Wochen im Olivenölbad.


Ich schreibe über meine ersten Erfahrungen im Salbenrühren.

Die Grundlage für meine Ringelblumensalbe ist ein sogenannter Ölauszug. Dazu habe ich die Blütenblätter mit Olivenöl übergossen und in einem großen Glas auf die Fensterbank gestellt, auf die fast täglich stundenlang die Sonne schien. Durch Licht und Wärme haben die Ringelblumen ihre Wirksubstanzen an das Öl abgegeben. Die Prozedur wurde auf verschiedensten Seiten im Internet so beschrieben.


In Schweden ist es manchmal recht schwierig bestimmte Zutaten zu finden. Manches gibt es einfach nicht. Deshalb hieß es: "So einfach wie möglich" und das waren: Ringelblumen aus dem Garten, Olivenöl, das bei mir in der Küche stets vorhanden ist und gereinigtes Wabenwachs aus einer Imkerei.

Nach vierwöchigem Warten war es dann tatsächlich so einfach, wie überall beschrieben und insofern doch "quick".

* Öl filtern (ich habe ein sauberes Küchentuch genommen)

* Öl in eine Kasserolle erwärmen

* Das Wachs in das warme Öl geben und dabei ständig umrühren, damit sich alles gut vermischt.

* Für's Erste nahm ich 125ml Ölauszug und 20gr Bienenwachs.

* Nachdem sich das Wachs vollständig aufgelöst hat, kann man die Mischung in vorbereitete saubere
Kosmetikdosen mit Schraubverschluß gießen. (dazu habe alte Cremedosen gesammelt)

* Mit dem Verschließen der Dosen sollte man warten, bis alles restlos erkaltet ist, da sich sonst Kondenswasser bildet.

* entnimmt man die Salbe dann noch mit einem Spatel, kann man von einer Haltbarkeit von 1 Jahr ausgehen, auch wenn diese Salbe keine Konservierungsmittel enthält.

Eine Salbe, die sich tatsächlich  mit wenig Aufwand selbst herstellen lässt. Meinen "Garten"händen tut sie schon jetzt gut.



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Montag, 25. August 2014

Freitag, 22. August 2014

Upcycling - Verändert-Vereinfacht

Was man hat, muss man nicht kaufen, auch wenn einem der Modetrend etwas Neues einredet. Insofern liege ich schon wieder im Trend, denn dem Re-cycling folgte das Up-cycling und das finde ich spannend.

Es gibt Dinge, die früh in mein Leben getreten sind und bei denen ich nie den Mut hatte, sie mit beherztem Schwung dem Müll zu übereignen. In diesem Fall war es Glück, dass gefühlsmäßig ständig etwas dagegen sprach.

So ein Ding ist die Wohnzimmerlampe, die Mitte der Siebziger in meinen Besitz kam. Meine Eltern sponsorten sie für meine erste Wohnung und waren auch gleich ohne mich zum Einkaufen gegangen. Sie meinten es gut.

Nein, es war kein Lieblingsstück, was sie mir da für sehr viel Geld zudachten.

Später wurde aus der Wohnzimmerlampe eine Gästezimmerlampe, als aus der 50qm-Wohnung eine 100 qm -Wohnung wurde. Danach avancierte sie im schwedischen Ferienhaus wieder zur Wohnzimmerlampe, jedoch nicht, ohne vorher eine Verwandlung zu erfahren. Ich glaube das Wort Upcycling gab es damals noch gar nicht.

Die dunkelgelben Glasglocken wurden sorgfältig verpackt auf den Dachboden verbannt, das Holz der sechsarmigen  Lampe mit den gedrechselten Mittelteilen vom braunen Mattlack befreit. Alles miteinander verbrauchte Mengen an Schleifpapier von grob bis fein. Schließlich kam das natürliche Hartholz zum Vorschein, was Tage gedauert hat.

Das helle Holz entsprach schon eher meinen Vorstellungen. Statt die Glasglocken zu montieren, überzog ich Schirmchen mit dem Vorhangstoff des Raumes. Ich war's zufrieden und hatte in den zwanzig Jahren kein einziges Mal das Bedürfnis etwas zu verändern. Seit dem Umzug in das schwedische Küstenstädtchen lag die Lampe im Keller ...

... bis ich neulich die Idee hatte, sie für das Gartenhäuschen zu nutzen. Die Alternative für den fehlenden Strom sind natürlich Kerzen und in dem Fall Teelichter, die auch noch eine brauchbare Wärmequelle für die Übergangstage sind.

Die Vorstellung war sehr einfach und auch leicht durchzuführen: Entfernen der Schirmchen und Elektrokabel, die sechs Arme umdrehen, sodass die kleinen Holzteller (sie haben früher die Glasglocken gehalten) nach oben zeigen. Darin sitzen jetzt die Teelichter.

 Verändert - Vereinfacht, ich habe das Gefühl, die Lampe ist zu einem Synonym für mein Leben geworden.


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Mittwoch, 20. August 2014

So nebenbei

Wie immer um den 15. August herum bekommt der Sommer seinen Knick. Einen Schwedensommer, wie ich ihn in der neuen Heimat noch nicht erlebt habe, gab es dieses Jahr. Zeitweilig fühlte ich mich in wesentlich südlichere Gefilde versetzt, als es begann wüstenhaft trocken zu werden.


Der ständig geringer werdende Einfallswinkel der Sonne (seit Mittsommer) zeigt an diesem Tag seine (angestaute)Wirkung, sodass sie die Wärme nicht mehr halten kann. Es ist dieser berühmte Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen bringt.



Jetzt kommt die Wetterküche in Gang: Zuerst durch die veränderte Windrichtung, danach schiebt sich die herbeigeführte Feuchtigkeit in Wolkenbergen immer weiter Richtung Küste.



Erst fällt der Regen, dann die Temperatur. Die aufgeheizte Erde setzt starke Winde in Bewegung, ein Gewitter gibt dem nächsten die Türklinke in die Hand. Das schwedische Wetteramt bestätigt Aussagen, wonach in diesem Jahr schwedenweit die meisten Gewitter seit vielen Jahren niedergingen.


Die vielen Sonnenstunden haben der Natur stark zugesetzt, die jetzt langsam aufzuatmen beginnt. Der Brunnen auf der Lichtung bekommt sein Wasser zurück.

Viele Regenschauer vergehen, bis er frisches Nass liefert. Hier wird der Kreislauf des Wasser fast sichtbar. Regen wird zu Grundwasser. Auf dem felsigen Untergrund geht zumindest das recht schnell.


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Dienstag, 19. August 2014

Vier Monde - Ich bin platt!

Ein bisschen "Archiv durchforsten", das ist es, was am Abend Körper und Geist noch zulassen, wenn den ganzen Tag am Gartenhäuschen gearbeitet wurde. So wie gestern. Für den neuen Bereich der Fotografie, den ich mir vorgenommen habe, suchte ich Bilder, die mit dem Thema "Astronomie" zu tun haben.

Unter der Bezeichnung "2011" stieß ich auf solche Fotos. Sie wurden also vor gut zwei Jahren und acht Monaten fotografiert. Genau genommen war es der 4. Dezember Spätnachmittag. Aufnahmedatum und Uhrzeit liefern moderne Fotoapparate mit jedem Bild mit. Dafür bin ich recht dankbar, weil es die Suche nach der Richtigkeit meiner Vermutung vereinfacht.

Also an jenem Spätnachmittag, einem eiskalten, klaren Dezembertag wunderte ich mich über einen Lichtpunkt eine Hand breit über dem Horizont, der weit heller leuchtend am Sternenhimmel stand, als jeder andere Stern im weiten Umkreis der Himmelskuppel.

Solche Leuchtpunkte aus der Hand zu fotografieren ist schon eine Herausforderung an die innere und äußere Ruhe und eigentlich rechnete ich nicht mit einem sonderlich klaren Bild. Damit hatte ich nicht recht.


Am PC erschien eindeutig ein heller Punkt, allerdings sonst nicht viel mehr. Trotzdem war ich es zufrieden, archivierte das Bild unter "Sonstiges" und vergaß es ziemlich schnell, bis ich eben gestern wieder darauf stieß. Inzwischen hat sich mit Bearbeitungsprogrammen Einiges auf meinem PC getan und es gibt nur noch wenige Bilder, die ich mir nicht durch Zoomen genauer ansehe.

Das habe ich gestern mit diesem Bild auch gemacht.



... und das habe ich dabei entdeckt: Wenn dieser Stern Jupiter ist, dann können die vier kleinen Lichtpunkte nur seine Monde Io, Europa, Ganymed und Callisto sein (von links nach rechts). Und um ehrlich zu sein, ich bin total platt und freu mich riesig (auch wenn es sich im Nachhinein als etwas anderes herausstellen sollte)




Eingestellt bei "In heaven" der Raumfee

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Montag, 18. August 2014

Himbeerzeit - Makro-Monday

Und da dachte ich, wir hatten im vergangenen Jahr eine rekordverdächtige Himbeerernte. Die Sträucher übertreffen sich selbst, sollte Petrus mitspielen und alle Früchte reif werden.

Die Blüten, die unscheinbar klein und weiß in den Spitzen aufgetaucht sind, verwandeln sich nach und nach in köstliche daumennagelgroße Früchte mit einem unvergleichlichen Aroma. Ich habe sie zum (Fr-) Essen gern. Aber vorher schicke ich die Bilder zu Steffis "Makro-Monday".












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Sonntag, 17. August 2014

Von Mücken und anderen Vögeln

Die Mönchsgrasmücke* ist keines dieser ungenierten Stechbiester, die hierzulande (und natürlich auch anderswo) an Seen zu Abertausenden friedliche Urlauber in die Flucht schlagen, sondern ein fast unscheinbarer hellgrauer Singvogel, der jedoch ebenso ungeniert den Wintervorrat für die heimischen Standvögel plündert.

Sie tauchen überfallartig in kleinen Scharen auf, oft begleitet von anderen Kleinvogelarten, die, wie hier, erst einmal die Lage peilen. "Die Luft ist rein" wird gezwitschert, bevor die "Mücken" sich über die Kerne der reifen Sonnenblumenblüten hermachen.

Und manch einer fühlt sich dann ertappt. Mit einem echten "Pokerface" wird signalisiert "Iiiiiich, weiß von nichts" und verdrückt heimlich, still und leise die sättigende Ölfrucht. Ob wir deshalb manche Mitmenschen als "so ein Vogel" bezeichnen?

* wie es sich zeigt, ist die  Mönchsgrasmücke in Wirklichkeit die ähnlich aussehende Sumpfmeise. Danke an meine aufmerksamen Leser/innen.  

Kohlmeise



dto



Sumpfmeise



dto


dto


dto

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Samstag, 16. August 2014

Nach der Abendsonne ... In heaven

... geht in diesen Tagen der Mond auf. Astrofotografie ist ein fast schon mühsames "Geschäft" und die Fortschritte auf dem Gebiet verlaufen in Minimalschritten, anders, als ich mir das natürlich wünsche.

Nicht nur ungewöhnliche "Arbeitszeiten" beinhaltet das Hobby, sondern genaue Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten. Und was passiert, wenn dem eben doch nicht ganz so ist? Genau das erlebte ich gestern.

Ein Blick auf die entsprechende Internetseite wies aus, dass der Mond sich 20 Minuten nach 9 Uhr abends am Horizont zeigen würde. Der Mond geht wie die Sonne im Osten auf, also fährt man am besten auf eine der vorgelagerten Inseln, die mit dem Auto erreichbar sind.

Pünktlich zur angegebenen Zeit war ich an Ort und Stelle, ein traumhafter Platz am Strand, Blickrichtung Osten, aber da war nichts. Lediglich die Sterne, die jetzt im August wieder zu sehen sind, blinkten still vom Himmel,- lange nicht gesehen, denn im Sommer ist es für einen Sternenhimmel viel zu hell in Schweden. Nach 15 Minuten immer noch kein Mond, nicht einmal ein Schein, der ihn in Horizontnähe verraten hätten.

Ich hatte den Wald in Verdacht, der auf anderen, vorgelagerten Inseln immer noch weit in den Himmel hineinragt,- Standortwechsel: Zurück in die Stadt. Auf der Südseite führt die Straßeauf eine Halbinsel. Alles was nur annähernd Blickrichtung "Ost" hat, muss ausprobiert werden. Bäume gibt es überall in Massen, die den Horizont verdecken und eine Szene mit Mondaufgang vereiteln.

Glück gehabt! Schon bei der Anfahrt lugt das Gelborange des aufgehenden Mondes zwischen den Bäumen hindurch. Und auf der Mole von Horns Udde zeigt er sich in abnehmender Pracht, ziert sich mit hellen Wölkchen und beleuchtet das Wasser. Unterwegs gab es dann auch noch eine Begegnung mit dem Abendhimmel und dem Springbrunnen am Rand der Bucht.







Immer samstags: "In heaven", ein Projekt der "Raumfee"

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Mittwoch, 13. August 2014

Dienstag, 12. August 2014

Veränderlich

Er dauert und dauert, der Innenausbau des Hauses im Miniformat und wie gewisse Zungen behaupten, des Abbildes unserer ehemaligen "smultronställe". Nun weiß ich es! Allmählich wird aus der Bretterbude ein richtiges Häuschen und der Unterschied besteht darin, dass man das Gefühl hat, wirklich von Wänden umgeben zu sein, handfest und nicht windig, ein Geborgenheitsgefühl eben.


Soweit so gut! Aber im August wird das Wetter feucht und unbeständiger. Holz, vor allem vorverarbeitetes, mag sich dann gerne biegen und verwinden, was der Weiterverarbeitung als Wandfläche direkt entgegen steht. Eile ist angesagt, nachdem der erste heftige Regenguss den Boden eingeweicht hat und das Holz in der verschweißten Folie zu schwitzen begann.

In der Gartenkolonie gibt es keinen Strom und das fließende Wasser sind einfache Wasserzapfstellen, die alle paar Meter an den Kanten der Grundstücke liegen. Das außerhalb fließende Wasser ist ok, aber kein Strom, das zeigt einem eigentlich laufend, was aus uns in Zeiten stets zugänglichen, fließenden Stroms geworden ist. Abhängigkeiten werden sichtbar.

Es gibt ja fast nichts mehr, wofür man nicht Strom bräuchte: Gartengeräte, Haushaltsgeräte, Hobbygeräte, Werkzeuge uvm. Da bin ich wirklich froh mit einem gewissen Talent für das Handwerk ausgestattet zu sein. Ich bin also dabei, Brett für Brett für die Innenwände abzusägen, mit denen die Mineralwoll-Isolierung dort gehalten wird, wo sie sein soll.

Eine Akku- betriebene Stichsäge hat das Arbeitstempo tatsächlich um Einiges erhöht,- Strom aus einer Art Batterie also. Die nächsten 50m Brett stehen an, heute Nachmittag, so lange, bis mir der nächste Regenschauer einen Strich durch die Rechnung macht.


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Sonntag, 10. August 2014

Freitag, 8. August 2014

Bis zu den Wurzeln

"Sag mal, ist der Wald, der brennt, in Eurer Nähe?", fragte die besorgte Patentante am Telefon. Mit 88 Jahren darf man solche Fragen stellen, der nächste Atlas ist weit weg, Schweden auch und hinter der Frage steckt Hilflosigkeit und Unsicherheit dem Unbekannten und der Macht solcher Gewalten gegenüber.

"Feuer ist ein guter Knecht, aber kein guter Herr", heißt es.


Hilflos sind im Moment auch die Feuerwehren, die abwehren, wo es etwas zu verteidigen gibt. Manchmal ist es hoffnungslos. Die Feuer schüren sich nicht nur selbst, sondern auch die Gerüchteküche. "Wie konnte das passieren", fragt sich das Land, in dem seit langer Zeit kein Waldbrand in diesem Ausmaß vorkam. In meinen Ohren ist allein die Frage verkehrt.

Es wird immer wieder passieren, wenn nicht durch eine unvorsichtige Menschenhand, dann durch Blitzschlag oder Selbstentzündung. Je abgelegener das Gebiet, desto schwieriger der Einsatz. Trotz seiner Plötzlichkeit ist ein Waldbrand nichts Überraschendes. Das gibt es, seit es den Wald gibt und den gibt es länger als die Menschen.

Dramatisch ist ein Waldbrand immer, nicht nur weil heute Menschen betroffen sein können. Dramatisch ist es für die Tiere und die Pflanzen. Verbrannt ist so endgültig. So denken wir,- vordergründig, aber es liegt ein Neuanfang darin. Leben muss zu seinen Wurzeln zurückkehren, um sich neu zu entfalten. Wie der erste Sonnenstrahl nach sintflutartigem Regen, so erwacht der Wald nach einem Brand zu neuem Leben und die Asche lässt ihn besser wachsen als je zuvor.


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Mittwoch, 6. August 2014

Schwitzen

Schwitzen fand ich immer ätzend. Was soll schon angenehm sein an einem hochrotem Kopf und klebrigem Körpergefühl? Gesehen, abgeschaut und nachgeahmt hat mir diese gedankliche "Altlast" schon viele Sommertage verleidet.

Manchmal kann der Mensch auch das: Lernen! Lernen, dass Schwitzen ein vernünftiger Ausgleich ist, um dem Körper die nötige Kühlung zu verschaffen; Verdunstungskälte mit körpereigenen Möglichkeiten. Klingt doch schon ganz anders und ist allemal besser als mit hängender Zunge. Hunde können nämlich nicht anders schwitzen.

Der Verstand weiß das und hat doch keine Verbindung zum Gefühl, welches dies nicht glauben will ... damit bleibt alles bleibt beim Alten. Vorerst!

Ein Zufall brachte mich dazu in Schweden das Schwitzen zu lernen und das geht wohl nirgends besser, als in der Sauna.

Die ersten Schritte hinein in das für mich vorerst zweifelhafte Vergnügen waren wirklich nicht leicht. Neues ist nie leicht, egal, worum es dabei geht. Mit der festgefahrenen Einstellung zum Schwitzen und zur Sauna erwartete ich eine entsprechende Erfahrung.

Die blieb aus, weil ich mich an einige wenige Regeln für Sauna-Unerfahrene hielt. Ganz im Gegenteil, es war ein bahnbrechender Erfolg mit Spassfaktor, allem voran die wechselnden Temperaturen: hier frisch gefallener, watteweicher Schnee statt kaltem Wasser!

Nun bin ich seit Jahren ein Saunafreak, allerdings nur im Winter, weil für mich die Außentemperaturen eben kalt sein müssen. In wärmeren Jahreszeiten habe ich das Bedürfnis einfach nicht. Habe ich nicht? Anders gesagt: Bei Bedarf gestehe ich mir das Schwitzen jetzt zu, das Schwitzen mit einer frappierenden Feststellung: Es funktioniert ohne gedankliche Altlast wunderbar!

In jüngster Zeit bin ich nämlich ab und zu auch im Sommer in der "Sauna". Nicht Strom oder Holz heizen ein, sondern die Sonne: das Gartenhäuschen auf 29 Grad! Die Innenarbeiten für die Hausisolierung sind in vollem Gange und das warme, schöne Wetter auch. Es kommt, wie bestellt, mit besagtem Effekt, es ist schweißtreibend.

Bewegung und Arbeit in einem derart aufgewärmten Haus hätten mich früher schnell "schach-matt" gesetzt und mich in die Flucht geschlagen, zumal mit einer so "fest gestellten" Einstellung.
Zum erstem Mal spüre ich, dass etwas anders ist. Die Körperfunktion "Schwitzen" scheint durch das Saunatraining gut in Gang gekommen zu sein. Um bei einfachen Worten zu bleiben: "Es macht mir nichts mehr aus"!

Das alleine war es wert, vor Jahren umzudenken und den Schritt in die Sauna zu wagen, alten Erfahrungen zum Trotz etwas neu zu lernen!



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Montag, 4. August 2014

Kugeldistel, Wespentaille und ein Schachbrett - Makro Monday

Und da sage einer, Blogschreiben sei nicht lehrreich! Wer sucht, der findet und so habe ich nach wenigen Mausklicks beantworten können, was ich mich seit gestern frage. Wie heißt sie, wo kommt sie her, die ("Banater") Kugeldistel.

Gestern traf ich im Garten auf eine der für mich am sonderbarsten aussehenden Blüten, die in meinem Garten steht. Nichts Außergewöhnliches, nein, nur sonderbar, eine hölzerne Schöne, die ihre Stacheln so anordnet, wie ein rundes Nadelkissen in lila.

Und weil die Distel gerade begonnen hat Blüten zwischen den Stacheln an die Oberfläche zu schieben, wird die Kugel eine Zeit lang keine richtige Kugel sein. Der vorwitziger Schopf zieht schnell die ersten Insekten an. Wenn dann ein Schachbrett-Marienkäfer mit von der Partie ist und eine Wespe nach Nahrung sucht, dann hat man für den Makro-Monday von Steffis Blog "glasklarundkunterbunt" ein Thema und ein paar stachlige Fotos mit Hingucker.




















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Samstag, 2. August 2014

Freitag, 1. August 2014

Endlich Regen!

Erwartet hatte ich etwas mit "Pauken und Trompeten". Da ist es wolkenlos und heiß, am Ende ballen sich die Wolken kräftig und mit einmal verfliegt alles in einem lauen Wind. So geht das seit Tagen.

So lange der Fließend-Wasser-Anschluss in der Nähe ist, ist das kein größeres Problem, aber auf der Lichtung, diesem Idyll mitten im Wald, wo das Wasser fließt, wenn der Himmel will? Der Brunnen ist versiegt und der Nottropfen in den Regenfässern schon "geschmolzen". Jetzt bekommt man plötzlich eine Vorstellung davon, wie das ist, kein Wasser zu haben.

Seit Jahren wird im Garten vorsorglich die blanke Erde abgedeckt, um die Feuchtigkeit länger zu halten. Das rettet die Pflanzen über eine gewisse Zeit. Trotzdem, ich frage mich immer wieder, wie die Menschen, die hier einst gelebt haben diese Dürreperioden überstanden haben.









Wenn dann nach vielen Tagen endlich das Erlösende: "Es regnet" zu hören ist, wird jeder einzelne Tropfen zum Edelstein,







sieht man den Himmel auf Erden und die Natur verwandelt  das Nass in einen betörenden Duft, an dem ich mich nicht sattriechen kann.



Ach ja, und, keine "Pauken und Trompeten" bestenfalls Trommeln von ferne, dafür leises Plätschern aus der Himmelsgießkanne.



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