Mittwoch, 20. August 2014

So nebenbei

Wie immer um den 15. August herum bekommt der Sommer seinen Knick. Einen Schwedensommer, wie ich ihn in der neuen Heimat noch nicht erlebt habe, gab es dieses Jahr. Zeitweilig fühlte ich mich in wesentlich südlichere Gefilde versetzt, als es begann wüstenhaft trocken zu werden.


Der ständig geringer werdende Einfallswinkel der Sonne (seit Mittsommer) zeigt an diesem Tag seine (angestaute)Wirkung, sodass sie die Wärme nicht mehr halten kann. Es ist dieser berühmte Tropfen, der ein Fass zum Überlaufen bringt.



Jetzt kommt die Wetterküche in Gang: Zuerst durch die veränderte Windrichtung, danach schiebt sich die herbeigeführte Feuchtigkeit in Wolkenbergen immer weiter Richtung Küste.



Erst fällt der Regen, dann die Temperatur. Die aufgeheizte Erde setzt starke Winde in Bewegung, ein Gewitter gibt dem nächsten die Türklinke in die Hand. Das schwedische Wetteramt bestätigt Aussagen, wonach in diesem Jahr schwedenweit die meisten Gewitter seit vielen Jahren niedergingen.


Die vielen Sonnenstunden haben der Natur stark zugesetzt, die jetzt langsam aufzuatmen beginnt. Der Brunnen auf der Lichtung bekommt sein Wasser zurück.

Viele Regenschauer vergehen, bis er frisches Nass liefert. Hier wird der Kreislauf des Wasser fast sichtbar. Regen wird zu Grundwasser. Auf dem felsigen Untergrund geht zumindest das recht schnell.


***

Kommentare:

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Wir sollten nicht über den Regen schimpfen - und das aus meinem Munde, denn ich liebe die Sonne! Doch nur das Wechselspiel zwischen Beidem tut uns und der Natur gut. LG aus Deutschland, wo es bitterkalt ist (zumindest trifft das auf NRW zu)!

Cux-Nachtfalke hat gesagt…

Hallo Beate,

es ist bei Dir ähnlich wie bei uns. Wir hatten auch wochenlange Sonne, die Bauern hier hatten schon geklagt, während es weiter südlich Unwetter gab. Seit etwa einer Woche hat uns Tief Wilma hat uns erreicht und im Stundentakt haben wir Starkregen und Sturmböen. Zeitweise so heftig das Helgoland von den Bäderschiffen nicht angefahren werden konnte. Mal sehen wie die kommenden Wochen werden.

Viele Grüße
Nachtfalke

Jutta hat gesagt…

Na ja, liebe Beate, wie immer hat auch dieses Wetter seine zwei Seiten.
Ich bin froh, dass es nicht mehr so warm ist und in den Weihern gibt es jetzt auch wieder mehr Wasser. Meinen Tomaten wäre diese Hitze bis Ende August wahrscheinlich lieber gewesen. Bei 10 Grad nachts und am Tage 20 und Regen bekommen ihnen nicht so gut.

Aber was soll es, es ist wie es ist.

Liebe Grüße
Jutta

Kleine Waldameise hat gesagt…

Bei uns ist das Fass schon sehr lange am Überlaufen ...

Wie schön du diesen Prozess wieder beschrieben hast, liebe Beate, ich mag das so sehr.

Ein lieber Gruß
Andrea