Dienstag, 9. September 2014

One days night

Mitten in der Nacht erwache ich, spüre eine seltsame Unruhe. Ich liege da, versuche ruhig zu werden, höre ins Dunkel, bis ich schließlich merke, ich bin glockenwach. Dann stehe ich auf.

Ein Blick nach draußen zeigt hell und deutlich den Vollmond über den Häusern. Obwohl die Wissenschaft den Zusammenhang zwischen gestörtem Schlaf und Vollmond bisher nicht klären konnte, bin ich sicher, diese "seltsame Unruhe" hat mit dem Mond zu tun. So weit so ungut, ich versuche daraus etwas zu machen. Wenn "er" mich nicht schlafen lässt, fotografiere ich ihn eben.

Es kommt mir gar nicht so ungelegen, denn die Fotografie bei Nacht birgt ihre Tücken. Es ist nicht wie am Tage, eben mal raus gehen und los. Ich bin noch nicht so vertraut mit den Handgriffen, habe mir neulich erst ein neues Stativ gekauft, dessen Multifunktionalität noch nicht geläufig ist.

Sterne fotografieren kann ich vergessen. Das große Stichwort ist dabei "Lichtverschmutzung" und sagt mit einem Wort, was den weniger hellen Sternenhimmel kolossal stört. Der Mond ist eine Ausnahme und der volle Mond erst Recht und nebenbei bemerkt ist der Sternenhimmel ohne ihn wesentlich prächtiger, denn auch er wäre dann "nur" Lichtverschmutzung.

Ein wolkenloser Himmel mit Mond ist wie klarblauer Himmel mit Sonne am Tag. Das superhelle Nachtgestirn zeigt seine geliehene Leuchtkraft mit der Bewölkung und lässt den Nachthimmel mal lieblich und mal bedrohlich aussehen. Dünne Wolkenschleier werden vom Mondlicht schon mal blau und rot gefärbt. Kommen dann die Bäume der Umgebung ins Spiel sieht die Szene wirklich aus wie Himmelstheater. Aber seht selbst.



















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Kommentare:

Pünktchen hat gesagt…

Das sieht wirklich beeindruckend schön aus. Übrigens mache ich es dir gleich, wenn ich bei Vollmond nicht schlafen kann. Blick aus dem Fenster, Kamera in die Hand, abstützend am Fensterrahmen geht es manchmal auch ohne Stativ. Liebe Grüße, M.

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Ich hätte dir ja von Herzen einen ruhigen Schlaf gegönnt, doch angesichts dieser Bilder muss ich sagen: Gott sei Dank hat dich der Mond geweckt!
Es ist genau, wie du es beschreibst, man verspürt eine Unruhe, die man nicht abstellen kann. Ich glaube auch ohne wissenschaftlichen Beweis, dass es dort einen Zusammenhang gibt. LG Martina

Jutta.K hat gesagt…

Auf jeden Fall hat sich das aufstehen gelohnt, tolle Bilder,
aber das letzte Foto ist der Hammer !
Herzlichst Jutta

wir-und-das-leben hat gesagt…

Huhu,

was für tolle Bilder und wie klasse geschrieben!

Das mit dem nicht Schlafen gehen kenne ich nur zu gut, ist bei mir ja eher die Regel, als Ausnahme.

Lichtverschmutzung, tjo leider - wirkliche Dunkelheit gibt es wohl nur selten noch in Europa. Astronomie war in meiner Jugend ein Hobby von mir, ein kleines Teleskop reicht schon, dazu eine gute Kamera ( welche ich nie hatte ) und dann kannst du richtig tolle Aufnahmen machen =)

Hier wo ich wohne lohnt es sich leider nicht. Selbst wenn ich zum Strand fahre, wirklich Dunkel ist es Selten.

Danke für die Bilder und den Text, hast mich lächeln lassen!

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Lieb Beate
dann weis ich warum ich so unruhoig geschlafen habe, die Mondbilder mit diesen Wolken sind wunderschön da hat es sich gelohnt auf zu stehen zu fotografiern.
Gutes schlafen heute Nacht!
Lieben Gruss Elke

Yael hat gesagt…

Wow, ganz tolle Fotos, besonders das vierte von oben! :-)