Dienstag, 14. Oktober 2014

Feurig!

Schon wieder etwas Rotes? Ja, stimmt. Aber dieses Rot kreierte der Sommer. Der Herbst steht zwar genauso für leuchtende Farben, jedoch auch für die Erntezeit. Und da gab es alle Hände voll zu tun.

Sie, zum Beispiel, war jetzt erntereif! Nicht als Blüte, sondern als Bohne



Es ist die Blüte der Feuerbohne, die unter allerlei anderen Namen im Land bekannt ist.

Für den Anbau des Schlinggewächses ist ein Klettergerüst nötig. Bohnen für die Aussaat überließ ein Freund, der sie seinerseits aus dem elterlichen Garten nach Schweden mitgenommen hat und seit fast 30 Jahren im eigenen Garten kultiviert. Das bescheinigt der Pflanze Schwedentauglichkeit.

Neben den Saatbohnen gab es die Anleitung für den Anbau und darunter mischten sich Sätze wie: "In ungeraden Zahlen um die Stangen des Gerüsts legen", irgendwie geheimnisvoll. Der Menge entsprechend nahm ich pro Stange sieben Bohnen und legte sie kreisförmig darum herum. Das waren eindeutig zuviel. Gewicht und Volumen der Biomasse wurde so groß, dass die grünen Bohnen nur schwer zu erkennen und zu pflücken waren. "Lehrgeld" nennt man das dann!

Trotz allem war die Ernte reich und auf jeden Fall ist die Feuerbohne auch im kommenden Jahr im Garten wieder mit von der Partie.

Als junge (grüne) Bohnen geerntet und gekocht, erinnern sich geschmacklich an die feinen haricots verts der französischen Küche.

Die voll ausgereiften großen und immer noch grünen Bohnen werden geerntet und an einem warmen Ort getrocknet, wie bei mir im Keller. Manchmal reichen die klimatischen Verhältnisse draußen dazu nicht mehr, bis die grüne Kapsel eine grün-gelbliche Farbe angenommen, sowie wunderschöne dunkelrosa Samen ausgebildet hat.


Gestern war dann Bohnenpuhlen angesagt. Und wie man sieht gibt es jetzt einen guten Vorrat. Ein kleiner Teil der Bohnen wird als Samen für das kommende Jahr aufbewahrt, die übrigen sind Teil der Winterküche als Hauptgericht oder Beilage.


Und wie ich finde ist das nicht nur ein schmackhaftes, sondern ein schönes Essen. Verschwenderisch geht die Natur mit ihrer Kreativität um,denn nach dem Kochen verschwinden die modernen Gemälde aus Rosa mit Schwarz. Oder ist es eher Schwarz mit Rosa? Ich mag sie so und so!



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Kommentare:

Martina Pfannenschmidt hat gesagt…

Ich habe kürzlich auch Bohnen gepuhlt, allerdings die weißen. Deine sind farblich natürlich nicht zu toppen. Ganz ehrlich: ich kannte diese Bohnenart bisher gar nicht. Wieder etwas dazu gelernt! Danke! Martina

Beate hat gesagt…

Hallo Martina,
die Bohnen sind auch unter dem Namen Türkenbohnen bekannt. Sie haben damit vermutlich einen historischer Hintergrund.

Beate

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Liebe Beate
huii die Pflanze ist ja so schön und diese lilaBohnen sehen ja lsutig aus, schade dass sie beim kochen ihre Farbe verlieren.. da gibt es bestimmt gute Gerichte davon..
deine Gartenernte kann sich sehen lassen!
Lieben Gruss Elke

Jutta hat gesagt…

Liebe Beate,

ich wusste gar nicht, dass Feuerbohnen so eine wunderschöne rote Blüte haben. Da ich aber keine Bohnen in der Art esse (nur Buschbohnen) wachsen sie bei mir natürlich auch nicht.
Das Aussehen finde ich aber toll. Da hat sich die Natur was einfallen lassen.

Liebe Grüße
Jutta

Heide Schiffer hat gesagt…

Was für einen Bohnenfeuerwerk!!
Eine tolle Farbe - und ich kannte diese Bohnenart nicht, dafür muss ich nach < Schweden< reisen. Danke für den Tipp und einen lieben Gruss von
heiDE