Samstag, 11. Oktober 2014

Von jetzt auf dann - "In heaven"

Nur noch ein paar Plusgrade verzeichnet der Morgen. Es ist und war eine Eigenart dieses Jahres, uns von jetzt auf dann vor Tatsachen zu stellen. Der Herbst ist da und hat die Kirschbäume vor dem Küchenfenster in Glutrot getaucht, bevor der Wind ihnen das Laub vom Leib blies. Wie gesagt, alles innerhalb ganz weniger Tagen.




Nachmittags zog auffrischender Wind von Nordosten her. Nordost, das heißt im Winter: aus Kälte wird klirrende Kälte. Im Herbst fällt alles milde aus.

Am Abend wechselt der Wind die Richtung. Ein Sturmtief zieht aus West über die Küstenlandschaft. Eine Nacht lang trommelt der Regen an die Fenster. Ein fast vergessenes Geräusch im vergangenen dürren Sommer.




Der kleine Wald in der Nachbarschaft kämpft gegen den Wind. Im Bett liegend höre ich ihn sogar durch die dreifach-Verglasung des Fensters, wildes Blätterrauschen mit jeder Bö. Ich ziehe die Decke fest um mich.

Am Morgen ist Ruhe. Die Kirschbäume sind in den Wipfeln entlaubt, das grüne Gras darunter hat einen roten Teppich bekommen, Herbstidylle. Sie währt nicht lange.


"Wer schön ist, muss leiden". Was ist Schönheit? Man(n) muss ein Auge dafür haben. Der Mann vom Dienst ist beflissen, keine Zeit für Schönheit. Ein "moderner Sturm" fegt sie weg, als wäre sie nie gewesen. Der Mann vom Dienst, beflissen, wie er ist.



"In heaven", ein Projekt der Raumfee

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Kommentare:

Mondgucker-Strandläufer hat gesagt…

Liebe Beate
bei dir siehts schon richtig Herbstlich aus und stürmisch oben drein, da ist bei mir noch so grünlich und nur wenige Bäume die solche Blätter anwerfen ..
wunderschön aber die Kälte kommt.. ein sehr schönes Posting vom Herbst!
Lieben Gruss Elke

Kleine Waldameise hat gesagt…

Ein wenig schade ist es schon um diese wunderschönen roten Blätter. Aber dieses Jahr fallen viele Blätter sogar schon vor der Färbung ab und viele sind sogar krank. Hoffen wir, dass die "neue Generation" im nächsten Jahr mehr Glück hat.

Ein lieber Gruß
von der Waldameise