Mittwoch, 14. September 2016

Nischenbewohner - Cam Underfoot


Hart, starr und unbeweglich liegen die Felsen im Ostseewasser. Darauf herumzurobben ist wenig vergnüglich, wenn man keine Speckschicht aufzuweisen hat, wie die Gattung, die der Fortbewegungsart ihren Namen gab. Aber interessant ist es allemal, die Perspektive der Ameise einzunehmen.

Genau dort, wo die kleinen Krabbler leben, gibt es die Hartgesottenen. Die Pionierpflanzen setzen sich überall dort fest, wo es Halt gibt, das sind Nischen und Spalten, die Handschrift der Witterung.

Das äußerste Inselende, das Kap, ist dem ständigen Wellenschlag ausgesetzt. Im Winter trotzt es wie ein Bollwerk, im Sommer umschmeicheln es die Wellen, wie eine Katze. Härter als alle Wellen sind Sonne und Frost, die es allmählich zerkleinern. Dort finden Wurzeln Halt und Vögel Insekten. 




                 





Siglinde sammelt heute Fotos aus der Ameisenperspektive "Cam Underfoot".

Kommentare:

Andrea Karminrot hat gesagt…

Die Natur hat wirklich eine große Vielfalt auf Lager. Und wenn es etwas nich nicht gibt, tüftelt sie so lange, bis es passt. Immer wieder schön anzusehen.
Liebe Grüße
Andrea

facile et beau - Gusta hat gesagt…

Das sind tolle Fotos. Die Steine mit den roten Flechten (?) sehen sehr interessant aus. In der kleinsten Ritze findet noch ein Pflänzchen platz.
Liebe grüße
gusta

Rumpelkammer hat gesagt…

ahhh
das sind aber wunderschöne Bilder

sogar eine Bachstelze (denke jedenfalls es ist eine ;) ) hast du vor die Linse bekommen
ja.. die Kraft der Natur ist einfach unbegreiflich

liebe Grüße
Rosi