Samstag, 19. November 2016

Heilsames - Zitat im Bild


                                                                                                                        * Laotse*

Im Winter gibt es in Schweden nirgends 24h Dunkelheit, auch wenn man das verschiedensten Berichten zufolge glauben könnte.

Treriksröset, das ist das Dreiländereck zwischen Norwegen, Schweden und Finnland, ist der nördlichste Punkt der schwedischen Landkarte. Dort verzeichnet man im Dezember immer noch etwa 4 Stunden Helligkeit. Damit ist aber NICHT Sonnenschein gemeint. Die Dämmerungsphase geht in die Dämmerungsphase über, was bedeutet, die Sonne erscheint an bewölkungsfreien Tagen nicht über dem Horizont.

Ist in der langen Dämmerung der Himmel auch noch bedeckt, so hat es tatsächlich den Anschein, als wäre es 24h lang dunkel.

Licht war in Schweden von jeher ein unverzichtbares Gut. Wer sich wenig Licht leisten konnte, legte sich frühzeitig zu Bett. Kaum jemand kann sich so ein Leben im Winter wirklich vorstellen.

Die Fensterlampen, die im Norden traditionell sind, hatten nicht nur die Aufgabe die Stube zu beleuchten, sondern auch Menschen den Weg zu weisen, die in Kälte und Dunkelheit unterwegs sein mussten. Sie konnten sogar lebensrettend sein.

***

Das Foto stammt aus dem vergangenen Winter. Die Laterne mit brennender Kerze steht jedes Jahr im Winter vor meiner Haustür.

Zitat und Bild gehen zu NOVA und ihrem Projekt

Kommentare:

Arti hat gesagt…

Zuerst einmal vielen Dank für die interessanten Erklärungen zum Post. Jetzt sehe ich das Bild mit einer ganz anderen Betrachtungsweise und finde den Spruch wunderbar dazu ausgesucht.

Liebe Wochenendgrüße
Arti

Beate hat gesagt…

*In Anbetracht eines Fehlers in der Schriftfarbe habe ich den folgenden Kommentar "nur übertragen".

Pünktchen von Papatyam schrieb:

"Nur Dämmerungszustand?? Ich würde eingehen wie eine Primel. Das schwindende Licht setzt mir schon im Norden Deutschlands zu. An noch mehr Dunkelheit mag ich gar nicht denken. Liebe Grüße "

marie claire hat gesagt…

Interessant, was Du über das Licht schreibst. Das Bild mit dem Zitat ist natürlich Klasse dazu. ich wünsche Dir immer ein kleines Licht in der Dunkelheit, herzlichst, Klärchen

Elke Heinze hat gesagt…

Interessant! Wie kommst du gerade auf Treriksröset? Warst du dort schon? Ich kenne den hohen Norden noch weit nördlicher, Kirkenes an der Grenze zwischen Norwegen, Finnland und Russland. Allerdings waren wir im Sommer dort und durften die Mitternachtssonne erleben. Das war großartig. Den Winter möchte ich mir dort gar nicht vorstellen. Mir reicht der Winter bei uns voll und ganz. - Dein Spruch und das Bild mit dem Kerzenschein gefallen mir gut, liebe Beate.
Herzliche Grüße
Elke

Beate hat gesagt…

Liebe Elke,
ich lebe die meiste Zeit des Jahres in Schweden und habe in den Jahren die meisten Winter auch dort verbracht. Im Dreiländereck war ich noch nicht, aber als Teilzeitschwedin kenne ich die Probleme der Dunkelheit, weil sie jedes Jahr landesweit thematisiert wird -kitchentalk-. Die wenigsten Einheimischen kommen damit wirklich gut zurecht.

elisabetta hat gesagt…

Liebe Beate, ich mag Winter, ich mag Dunkelheit und werde nicht mieselsüchtig, wenn es regnet oder schneit. Aber ob ich für Schwedische Verhältnisse gewappnet wäre - das weiß ich nicht! ;-))
Das nördlichste Land, in dem ich Teilzeit lebte, war Holland , aber das ist für Schweden ja schon der Süden! *g*
Der Brauch die Fensterlampen anzzüNden, um den Menschen den Weg zu er-leuchten, finde ich sehr praktisch. Heimelig für Drinnen und Lebensrettend für Draußen.

Hab ein schönes, erleuchtetes Wochenende und liebe Grüße von
Elisabetta

Nova hat gesagt…

Auch ich danke dir für die ausführliche Erklärung die mein Wissen nun erweitert hat. Finde es schon sehr interessant, aber wirklich vorstellen könnte ich es mir auch nicht. Klar, die angemachten oder angezündeten Lichter strahlen Gemütlichkeit aus, und wie auch zu lesen sind sie sehr wichtig, aber mir würde die Helligkeit schon fehlen. Glaube nach einer gewissen Zeit sehnt man sich förmlich danach, gell.

Ein schönes ZiB und toll die Worte dazu. Sie passen perfekt und finde ich auch sehr schön gesagt. Danke dir dafür und dass du wieder mit dabei bist.

Hab noch einen schönen Sonntag und ganz herzliche Grüsse

N☼va

Martina Rau hat gesagt…

Ob ich mit dieser Dunkelheit von der Du schreibst zurechtkommen würde weiß ich nicht, da ich ein Lichtmensch bin, aber sehr interessant und so erscheint dein Zitat auch in einem anderen Licht. Danke dafür

liebgrüßt
Martina

Erica Sta hat gesagt…

Ja, das muss nicht einfach sein, diese graue lichtlose Zeit im Dezember. Interessant, wie Du es beschreibst. Das Licht im Fenster ist auch bei uns üblich. Ich mag den Gedanken, der dahinter steckt und stellte wirklich stets ein Kerzenlicht ins Küchenfenster, wenn mein Mann Spätschicht im Verlag hatte.

Das Zitat ist darauf abgestimmt! Und Dein Licht vor der Tür bestimmt weithin sichtbar.
Herbstbunte Grüße aus Augsburg von Heidrun