Samstag, 16. September 2017

Bitte lächeln! - Zitat im Bild


                                                                                                 * aus "teabag - sayings" *

Bewusst lächeln können Tiere nicht. Das Interessante dabei ist, wie trotz allem dieses angenommene Lächeln bereits auf uns wirkt. Wieviel mehr muss dann das bewusste menschliche Lächeln bewirken, das von Herzen kommt?
An einem regnerischen Herbsttag, an dem die Wolken "auf den Schultern" lagen und das Tageslicht nicht mehr als Dämmerung hervorbrachte, wollte ich es genauer wissen. Es hat funktioniert, das alte Spiel: "Wie Du in den Wald schreist" ...

Hier gibt es mehr Zitate im Bild : "Casa Nova" von Nova!


Freitag, 15. September 2017

Minigarten #3

Winterfest W A R  der Tontopf. Winterfest?

Wieviele Winter soll er denn aushalten? Mein Lieblings-Tontopf hat wenig Winter überstanden, bevor der erste "Sprung in der Schüssel" war. Von da an ging es rapide.

Bevor er jedoch völlig auseinander zu brechen drohte, grub ich ihn ein. Schräg und ungefähr zu einem Viertel mit Gartenerde bedeckt, ist er nun ein lauschiges Plätzchen für Pflanzen.

Eines Morgens, neulich, dann die Überraschung! Einem "Pilzjahr" entspechend schmückte er sich selbst über Nacht mit einem wunderschönen Fliegenpilz. Ich finde, das hat er gut gemacht.



Samstag, 2. September 2017

Stille der Nacht - Zitat im Bild


                                                                                                * Kurt Tucholsky*

Stille,- manche wissen nicht mehr wie Stille ist.

Wenn es ganz still ist, hören wir plötzlich nur noch uns - Gedankenlärm, Ohrenrauschen. Das kann anfangs ziemlich unangenehm sein. Wenn man das durchsteht, wird es nach und nach in einem selbst ruhig.

Stille gibt es nicht nur nachts, aber allein erlebte ich sie zum ersten Mal in der Nacht:

Das war, als ich einmal eine Nacht allein in einem Häuschen im Wald verbrachte. Die Stille ließ mich nicht schlafen. Deshalb ging ich hinaus in die Dunkelheit und setzte mich auf die Bank vor dem Haus. Geräusche waren zu hören, aber die gehörten dem Wald: Äste knackten, der Wind säuselte in den Blättern. Ganz anders wie am Tag, hört man auf jedes kleine Geräusch. Die Urangst nimmt neben einem auf der Bank Platz. Unsere Sinne sind für den Tag geschaffen, nicht für die Dunkelheit. Ich hatte damit zu tun, mich zu beruhigen.

Nach einer Weile tauchte hinter der Angst die Schönheit der Nacht aus dem Dunkel. Ich lief über die Wiese zur Scheune. Meine Augen hatten sich an die Dunkelheit gewöhnt und die Sinne an die Stille für dieses eine Mal. Dann erst hatte ich die Muße, die Schönheit und Tiefe des Himmels zu entdecken.



Das Zitat im Bild ist ein Projekt von NOVA auf ihrem Blog "CasaNova".


Mittwoch, 30. August 2017

Minigarten #2

... dann versuchen Sie doch mal (ohne Übersetzungsprogramm) herauszufinden, wo das Cafe/Restaurant zu finden ist:


die Auflösung:
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oben auf dem Hügel ;-)


Dort gibt es aber noch viel mehr, als Kaffee und Kuchen oder ein Menue, nämlich meinen Minigarten #2. Er liegt auch oben, - auf dem Dach dieser Kate, die zum Museum gehört.






Sonntag, 27. August 2017

Alte Ecken, neue Kanten

Bücher sind eine neue, alte Leidenschaft. Ich lese gern Querbeet in verschiedenen Genres, gerne auch nach Empfehlung. In einem Buch, das ich schon einmal gelesen habe, fand ich neulich einen Gedanken wieder, der mir schon beim ersten Lesen gefallen hat:

Der Autor beschreibt den Besuch eines Freundes. Anstatt ihm seine Stadt zu zeigen, folgte er dem Freund, der nie zuvor dort war. Daraus wurde eine spannende Sache. Für gewöhnlich nähert man sich Unbekanntem nämlich mehr intuitiv.

So lernte der Autor seinen Heimatort aus einer anderen Perspektive kennen.

DAS blieb mir im Gedächtnis haften und ich würde es zu gerne selbst mal ausprobieren.


Da gerade niemanden zu Besuch bei mir ist, kann ich nur auf einen Impuls von mir selbst warten. Wie sollte der wohl aussehen? Ich dachte dabei an einen spontanen Gedanken, etwa so: "Da war ich auch noch nicht"! Es ist erstaunlich, wieviel man vom Heimatort noch NICHT kennt.

In diesem Jahr haben mir die unzählige Zecken das Durchstreifen des Waldes gründlich verleidet. Demzufolge fand ich mich allzu oft auf gewohnten, gut bekannten Wegen wieder: Gränsö/ Sandstrand und dann ein Stück entlang des Ufers. Dort geht es dann auch auf breiten Wegen ein Stück durch Wald.






"Das war's für heute", dachte ich erst noch. Aber, unterwegs nach Hause war er dann da, der Impuls!
Er meldete sich kurz nach der Brücke, die die Insel Gränsö mit der Halbinsel verbindet. Der schmale Kanal wurde für kleinere Boote gegraben, die sich einen großen Umweg zum offenen Wasser sparen können.

Vom Parkplatz laufen wir ein Stück am Kanal entlang. Irgendwo da vorne hoffe ich auf ein Stück Meeresblick. 


Die untergehende Sonne entdeckt eine Wolkenlücke und färbt das Wasser. Im kleinen Fischerhafen liegt überall verstreut, was zur Fischerei gebraucht wird. Keine Menschenseele ist zu sehen. 

Das ist mir recht. Bei dem Anblick, der sich mir bietet, bin ich gern für mich ....


.... aber nicht lange. Bald beäugt mich vom Wasser aus eine kleine Gruppe Stockenten. Leider habe ich kein Stückchen trockenes Brot dabei. Aber sie sind großzügig und lassen mich doch ein paar "Ente im Dunkeln"- Aufnahmen machen. 






Sonntag, 20. August 2017

Die neue Nachbarin

Der Einzug meiner neuen Nachbarin geschah "über Nacht", das heißt, ich bekam ihn gar nicht mit, obwohl wir "Tür an Tür wohnen". Eines Vormittags war sie einfach da.

Wie das eben so ist, mit neu Hinzugezogenen, man schaut, beobachtet zuerst und versucht herauszufinden, mit wem man es da zu tun hat. Seltsam genug, wenn Jemand ins Souterrain zieht. Ich kann mir nicht im Entferntesten vorstellen, wie sie sich dort ohne Licht zurechtfindet.

Was ich erkennen konnte war, "sie ist schlank, sehr schlank, so schlank, dass man von einer Wespentaille schreiben kann". Und weil sie so schlank ist, kann sie die breiten, kontrastfarbenen Querstreifen ihres Outfits gut tragen.


Offensichtlich ist sie mit ihrem Quartier sehr zufrieden. Tags drauf waren ihre Verwandten zu Besuch gekommen. Die frappierende Ähnlichkeit kann ich nur so beschreiben:  die gleiche schlanke Taille und das Faible für Quergestreiftes, scheinbar das "Markenzeichen" der Familie, wie für Schotten das Karo.

Im Souterrain ist Platz. Beinah über Nacht vervielfachte sich die Zahl der Wohnungszugänge. Es scheint, als habe sie für ihre Verwandten Gästezimmer gebaut. Dort wo Räumlichkeiten liegen, entstehen seltsame kleine Krater. Auf jedem Gipfel befindet sich ein Loch, der Eingang.


Eine große Familie hat großen Hunger. Offensichtlich einigte man sich darauf, dass die Ältesten, Größten für die tägliche Mahlzeit verantwortlich sind. "Du bist, was Du isst"! Die Beschaffung der Essensvorräte jedenfalls stellte klar, dass ich froh sein konnte, erst einmal Zurückhaltung geübt zu haben. Meine Nachbarin und ihre Verwandten gehen nämlich auf die Jagd.


Dabei scheinen sich die Damen recht einseitig zu ernähren ... ich sah nur "Lucilia cuprina", vielleicht Diät der Wespentaille wegen?

Ganz so geräumig scheint es doch in der Behausung nicht zu sein. Der Vorrat an "Goldfliege" wird vor dem Verzehr schon mal draußen gelagert.


Ich werde das weiter beobachten und mich derweil von meiner neuen Nachbarin fern halten. Ich las bereits, sie wird zum ausgehenden Jahr wieder ausziehen.
Vielleicht besser so ;-)



Freitag, 18. August 2017

Immer langsam!

Der 15. August ist ein markanter Tag. Da bekommt die Sonne einen Knick. Ab da ändert sich so viel draußen: Licht und Stimmung vor allem. Seit dem Höchststand wurde der Winkel ihrer Strahlen kleiner, zuerst unmerklich, dann mehr und mehr. Nun bleibt es den Sinnen nicht mehr verborgen, die Natur reagiert.


Erste gelbe Birkenblätter schmücken den regennassen, schwarzen Asfalt. Vor der Tür ordnen sich die herbstlichen Accessoires um eine kleine Pfütze.

"Vad seer hon (Was sieht sie da)?", fragte der ältere Herr seinen Freund. Der schaut rüber zu mir und lacht. Natürlich kenne ich die beiden. Ich weiß auch, dass der eigentlich mich fragen wollte. Und weil man in Schweden niemanden stört, so geht das eben indirekt. Und deshalb antworte ich. "Jag seer bara höst (ich sehe nur Herbst). Nichts Besonders also, aber für mich besonders genug mit dem Fotoapparat ein paar Bilder des Übergangs aufzunehmen.

Alles geht seinen Gang. Die Hektik des Sommers ist mit der Hitze verschwunden und hat einer wohltuenden Langsamkeit Platz gemacht, die Schneckenpost inbegriffen.





Donnerstag, 10. August 2017

Minigarten #1







Ein paar Leinsamen, vom Winde verweht, liegen geblieben, Halt gefunden, vom Regen bewässert, von der Sonne verwöhnt ... leben. 

Donnerstag, 13. Juli 2017

Lin-flicka

"Es begab sich" ... so beginnen manchmal schöne Geschichten. Und eine davon ist die, die zu dieser "lin-flicka" gehört.

Das "Leinmädchen" nannte ich "Eva", so wie die Frau heißt, von der ich sie überraschend geschenkt bekam. Ich habe Frau Eva im Gartenverein meiner schwedischen Heimatstadt kennengelernt.

Und es gibt noch einen zweiten Grund, warum mir "Eva" so passend erschien. "Meereswind" vom Blog "Papatyam" wußte von der Wiege des Lein im arabischen Raum, dort wo man auch das alttestamentarische Paradies vermutet.

Schon im Vorjahr weckte der gestickelte Lein in meinem Garten das Interesse der Vorübergehenden. Vor allem die älteren Schweden sind eng mit ihren Traditionen verbunden. Etliche blieben stehen und ich erfuhr von ihren Geschichten und Erfahrungen mit der Faser.

Lein ist eine der vielseitigsten Pflanzen, die ich selbst angebaut habe. Anfangs säte ich ihn ausschließlich zur Bodenverbesserung aus.

Später erfuhr ich, er sei eine hervorragende Bienenweide. Immer mehr Informationen kamen dazu, vor allem die Trennung in Öllein und Faserlein war wichtig. Dass meine Saat aus Öllein besteht, ist dem Umstand zu verdanken, dass er fast überall in Bio-Qualität erhältlich ist. Nur unbehandelte Ölsaaten gedeihen und sind nicht hybrid. An selbst angebauten Leinsamen zu kommen, ist also einfach.

Wirklich wichtig wird das Stickeln der feinen hochwachsenden Pflanzen erst beim Faserlein. Nun habe ich das zwei Jahre lang am viel kürzeren Öllein geübt  :-). Im kommenden Gartenjahr wird es "ernst".

Und was ich aus den Leinfasern machen möchte, das ist jetzt nicht mehr schwer zu raten!



Mittwoch, 12. Juli 2017

Gartenbericht - on-Lein

Die feinadrigen fünf Blütenblätter in Blau gehören dem Lein. Ich konnte es nicht lassen, wieder welchen auszusäen. Meist gibt es irgendwelche Gartenbeete, die ihr Sabbatjahr brauchen. Der Lein eignet sich als Zwischenfrucht.


Für die Aussaat vor ein paar Wochen musste ich nicht lange nach Samen suchen. Die Kapseln der letzten Ernte hatte ich noch.

Tausende runder Kapseln warteten darauf, geöffnet zu werden. Zuerst zerdrückte ich sie einzeln, worauf sie mit einem leisen Knacken aufsprangen und die braunen glatten Körner in die Schüssel rieselten. Auf die Dauer war die Methode aber ein heilloses Unterfangen.

Auf der Suche nach etwas Zeitsparenderem fiel mir eine baumwollne Einkaufstasche in die Hände. "Nicht zu viel und nicht zu wenig" - befüllte ich sie, um dann im wahrsten Sinn des Wortes darauf herum zu dreschen. Hätte uns jemand beobachtet, hätte der sicher einen heftigen Wutanfall vermutet.

Das Dreschen ist kraftzehrend, genau das Richtige, wenn überschüssige Kraft vorhanden ist.  :-) Dankenswerter Weise übernahm das mein Mann.


Es dauerte trotzdem seine Zeit, bis sich "Spreu und Weizen" getrennt hatten. Und schon stand ich vor der nächsten Frage: "Wie bekomme ich die Kapselreste aus den Leinsamen, ohne das Wohnzimmer zur Tenne zu machen?"

Der Wind vor der Tür bot sich an, die Seebrise, die oft an der Küste weht. Leider hatte meine einzige große Schüssel einen viel zu hohen Rand und ich musste durch Blasen nachhelfen. Sobald der Wind die Kapselreste zu fassen bekam, trug er sie weit über die Wiese und es dauerte nicht lange, bis die Leinsamen von den holzigen Schalen befreit waren.

In Reihen gesät und seit Kurzem auch wieder on-Lein (das nennt man "stickeln"), damit ihn Wind und Regen nicht knicken, blüht er schon wieder. Diesmal so scheint es, ist die Weiterverarbeitung zur Leinfasern nicht möglich. Zu kurz bleiben die Stängel des Saatlein, um zur Faser verarbeitet zu werden.

Dafür habe ich entdeckt, dass echte Faserleinsaat zu haben ist, im Norden und ganz in der Nähe unserers Hotels, in dem wir jedes Mal unsere Fahrt von undnach Schweden unterbrechen. Eine gute Gelegenheit sich für die kommende Gartensaison zu rüsten.





Samstag, 29. April 2017

Patt! - Zitat im Bild



                                                                      * ursprünglich aus Italien*

Wie immer sammelt NOVA samstags Zitate in Bildern. Mehr davon bei "CasaNova"



Dienstag, 25. April 2017

Ich sehe rot - Mini

Das sonnenbeschienene Häuschen rechts gehört Mona und ist ihre Sommerresidenz. Dort malt Mona während der Saison. Wenn im Hafen Boote anlegen, bekommt sie bisweilen einen Auftrag.




Das Innenleben der Kate ist karg. Seitdem Jemand vermutete, es sei doch etwas zu holen und aus lauter Ärger Chaos hinterlassen hat, hat sie sich zu einem einfachen Vorhängeschloss durchgerungen.

Wenn ich Händelöp besuche, komme ich ganz automatisch bei Mona vorbei. Auch wenn sie nicht da ist, werfe ich einen Blick rund um ihr Refugium.

Die dünne Bodenkrume des felsigen Kap's lässt nur wenig Garten zu. Deshalb gehört zu dem Minihäuschen ein Minigarten. Der ist sogar tragbar ;-). 



Minihaus und Minigarten nehmen an Juttas Projekt "Ich sehe rot" teil