Dienstag, 28. März 2017

"Ach Du liebes Füßchen"

Was es bedeutet, nicht mehr richtig laufen zu können, bei jeder Bewegung ein quälend tiefgehendes, dumpfes Ziehen auszuhalten und das Tage und Nächte lang, davon kann ich nun auch ein Lied singen.

Ich gestehe, ich habe da eine schlechte Angewohnheit, die wahrscheinlich dadurch begründet ist, weil ich mit 158cm nicht besonders lang bin, dem aber bisher nicht mehr Beachtung, als unbedingt nötig, schenkte. Das war zu wenig.

Es ist für mich oft schwierig mich auf Stühlen sitzend, wohl zu fühlen. "Ich erde mich" beim Sitzen gern, was heißt, ich stelle meine Füße gerne GANZ auf den Boden, was ja nicht verkehrt ist. Mangels Länge "wickelte" ich meine Beine daher (unbewusst) um die Stuhlbeine, um mich sozusagen für die Stühle passend, zu verlängern, so fand ich im Nachhinein heraus.

Der Mensch ist ja in vielerlei Hinsicht ein Meister der Verdrängung, deshalb beachtete ich kaum, dass ich bereits des öfteren einen stark ziehenden Oberschenkelschmerz hatte, der das Laufen hinterher für kurze Zeit unerträglich, ja fast unmöglich machte.

Diesmal ging der Schmerz nicht mehr vorüber, sondern beharrte hartnäckig darauf, dass das Problem endlich "angeschaut" wird. Irgendwie bin ich dem Schmerz sogar dankbar, weil er mir meine Fehlhaltung so nachdrücklich "vor Augen führte".

Zunächst bemühte ich das Internet um Aufklärung über sämtliche W-Fragen. Dass ich mit dem Problem nicht alleine dastehe ;-) war schon mal ziemlich beruhigend, es fanden sich viele Links dazu und damit war es nicht schwer auszumachen, was da genau schmerzte und warum.

Irgendwie bekam ich es gebacken, mir meine eigene Therapie zusammen zu friemeln. Zum einen hatte ich von meiner Schwester ein wunderbares Buch zu Weihnachten bekommen, das Selbst-Akupressur vermittelt, zum anderen fiel mir eine wohltuende osteopathische Massagetechnik ein, die ich schon am eigenen Leib erfahren durfte, mitsamt ihrer Wirksamkeit. Die Idee dazu gaben mir die vielen Links, die ich mir schlaflos, mitten in der Nacht, als Lesestoff verordnete. Ich begann sofort...

... und es dauerte genau 1 1/2 Tage, bis ich wieder einigermaßen laufen konnte, fast schmerzfrei war und auf jeden Fall zu der Erkenntnis kam, dass ...

man auf eigenen Füßen am besten steht. In jeder Hinsicht.


Kommentare:

geistige_Schritte hat gesagt…

ojee Beate
das tut weh autsch und toll dass du dir selber helfen kannst. Ja ist man klein oder zu gross knn das ganz schön in die Muskelatur rein gehen.
Also immer gut auf deine Füsse stehen oder sitzen dass es nicht mehr vor kommt!
Da konnest du nichts machen in deinen Garten und dachte das tust du viel gerade aber jetzt kanst du es aber langsam anfangen!!
Gute letzte Märztage wünsche ich dir!
Lieben Gruss Elke

Beate hat gesagt…

Liebe Elke,
eine Triebfeder für die Eigenbehandlung war, ich gehe in Schweden absolut ungern zum Arzt, da sich das Verhältnis Patient - Arzt völlig anders, als in Deutschland darstellt. Für mich nur im Notfall "bekömmlich", so wie letztes Jahr, als mich eine Biene unter das Auge stach. Natürlich bin ich sehr hinter her, dass ich zukünftig entspannt sitze, ich habe das ja selbst "in der Hand". Und jetzt, wenn es wieder wärmer ist, geht es auch im Garten weiter :-)

Lieben Gruß
Beate